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National Basketball League (Australasien)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
National Basketball League
Aktuelle Saison NBL 2025/26
Sportart Basketball
Abkürzung NBL
Ligagründung 1979
Mannschaften 10
Land/Länder Australien, Neuseeland
Titelträger Illawarra Hawks (2. Titel)
Rekordmeister Perth Wildcats (10 Titel)
TV-Partner ESPN Australia, Network 10, Sky Sport
Website NBL.com.au

Die National Basketball League (NBL) ist eine professionelle australasische Basketballliga mit derzeit zehn Mannschaften aus Australien (neun Mannschaften) und Neuseeland (eine Mannschaft). Die Liga wurde 1979 in Australien gegründet. Seit der Saison 2025/26 wird innerhalb der regulären Saison der NBL Ignite Cup ausgespielt.

Die NBL wurde 1978 als National Invitation Basketball League (NIBL)[1] gegründet und begann ihre erste Saison 1979. Sie wurde 1980 in National Basketball League (NBL) umbenannt.[2][3] Vor der Gründung der NBL gab es zwei nationale Basketballwettbewerbe: die National Titles und die Australian Club Championships.[4]

Im August 1979 startete die erste Saison, die während der australischen Wintermonate (April–September) ausgetragen wurde. Dies blieb bis zum Abschluss der Saison 1998, der zwanzigsten Saison der Liga, so.[5] Die nur wenige Monate später beginnende Saison 1998/99 war die erste, die in der Sommersaison (Oktober–April) stattfand. Dieser Wechsel, der bis heute von der Liga praktiziert wird, war ein Versuch, direkte Konkurrenz mit den verschiedenen australischen Winter-Football-Ligen zu vermeiden. Offiziell ist die NBL nach dem nationalen Cricket-Wettbewerb (der 1892 seine erste Saison begann) und der Australian Football League (die 1897 als Victorian Football League startete und 1990 ihren Namen änderte) der drittälteste durchgehend bestehende nationale Sportwettbewerb Australiens.[6][7] Die NBL erlebte ihre Blütezeit in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren,[10] doch ihre Popularität, die Aufmerksamkeit der Medien, die Zuschauerzahlen und die Unterstützung durch Unternehmen verschlechterten sich und stagnierten im darauffolgenden Jahrzehnt mit dem Wachstum der vier anderen Football-Varianten des Landes.[8]

Ein zweiter Melbourner Club, die South Dragons, trat der Liga in der Saison 2006/07 bei und löste sich nach der Saison 2008/09, in der sie die NBL-Meisterschaft gewannen, wieder auf. In der Saison 2006/07 war die NBL die erste australasiatische Sportliga, die mit den Singapore Slingers ein Team aus Asien aufnahmen.[9] Die Gold Coast Blaze traten der Liga ebenfalls in der Saison 2007/08 bei.

Melbourne Tigers gegen die Gold Coast Blaze im Parkville Stadium am 13. Februar 2010

Die Saison 2009/10 war als die Saison vorgesehen, in der die NBL ihre Umstrukturierung beginnen sollte, ähnlich wie die alte National Soccer League, die zur acht Mannschaften umfassenden A-League wurde. Die NBL kehrte nach drei Jahren erstmals wieder ins Free-TV in Australien zurück, wobei One zwei bis drei Spiele pro Woche übertrug.[10]

Ende Mai 2015 wurde Larry Kestelman, Geschäftsmann und Mitbesitzer der Mannschaft Melbourne United, über seine Unternehmensgruppe der Mehrheitseigner der NBL.[11] Er zahlte rund sieben Millionen Australische Dollar für die Übernahme.[12] Zuvor hatte die Liga unter schwindenden Zuschauerzahlen[13] und mehrere Mannschaften unter wirtschaftlichen Schwierigkeiten gelitten.[12] Nach Kestelmans Übernahme ging es mit der NBL bergauf: Die Zuschauerzahlen stiegen bis 2019 um 25 Prozent, die Zahl der Fernsehzuschauer um 40 Prozent und die Nutzungszahlen in Internetnetzwerken um 400 Prozent.[13]

Die Einführung der Marquee-Regel zum Salary Cap erleichterte es den Vereinen, die besten australischen Spieler außerhalb der US-amerikanischen NBA zu verpflichten. Sie ermöglichte die Rückkehr von Spielern wie Brad Newley, David Andersen und Andrew Bogut aus Europa und den USA. Zusätzlich erlaubt die zur Saison 2016/17 eingeführte Special Restricted Player-Regel den Vereinen, Spieler aus Ländern wie China, den Philippinen, Taiwan, Indien, Südkorea, Singapur und Japan zu verpflichten, die nach den NBL-Regeln nicht als Importspieler gelten würden.[14][15]

S.E. Melbourne Phoenix gegen die Adelaide 36ers in der John Cain Arena am 18. November 2019

In der Saison 2019/20 trat S.E. Melbourne Phoenix als jüngster Verein der Liga bei. Nach einer ereignisreichen Saisonpause, in der unter anderem LaMelo Ball und R.J. Hampton, zwei hoch gehandelte NBA-Draftpicks des Jahres 2020, verpflichtet wurden, startete die Liga mit einem neuen Zuschauerrekord.[16] Am Eröffnungsabend der Saison sahen 10.300 Fans das erste „Throwdown“-Spiel zwischen Melbourne United und dem S.E. Melbourne Phoenix, während weitere 20.550 Fans die Spiele der ersten Runde besuchten.[17] Nach Abschluss eines Übertragungsvertrags mit Facebook Watch verfolgten über eine Million US-amerikanische Fans Balls erstes Spiel in der NBL gegen die Brisbane Bullets.[18]

Die Spielzeiten 2020/21 und 2021/22 wurden aufgrund der COVID-19-Pandemie verkürzt und teilweise ohne Zuschauer ausgetragen. In der folgenden regulären Saison 2022/23 und in den Finalspielen 2023 wurden zahlreiche Zuschauerrekorde für die Liga aufgestellt.[19] In der Saison 2023/24 besuchten erstmals seit 1996 wieder eine Million Fans die Spiele.[20]

Am 20. August 2025 gaben die NBL und ESPN die Verlängerung ihres Übertragungs- und Streaming-Medienvertrags bekannt. Die Spiele der Saison 2025/26 werden live auf Disney+ über den ESPN-Kanal sowie über die bestehenden Übertragungswege von Foxtel, Kayo Sports, Fetch TV und Sky New Zealand zu sehen sein.[21]

Wettbewerbsformat

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Spielzeit

Von 1979 bis zur Saison 1983 bestand ein Spiel aus zwei Halbzeiten mit je 20 Minuten Nettospiezeit.[22] Ab der Saison 1984 wurde die Nettospielzeit auf vier Viertel zu je 12 Minuten verlängert.[23] Vor der Saison 2009/10 wurde die aktuell immer noch gültige Nettospiezeit von 40 Minuten, aufgeteilt auf vier Viertel, eingeführt.

Playoffs

Bis zur Saison 2022/23 erreichten die besten vier Teams am Ende der regulären Saison die Playoffs. Die Teams auf Platz eins und zwei der regulären Saison hatten in ihrer ersten Runde, die im Best-of-Three-Modus ausgetragen wurde, Heimrecht gegen die Teams auf Platz drei und vier. Die Gewinner dieser drei Spiele zogen ins Grand Final ein. Der Sieger der ersten Serie spielte gegen den Sieger der zweiten Serie im Best-of-Five-Modus, wobei das höchstplatzierte verbleibende Team Heimrecht erhielt. Der Gewinner dieser Serie wurde zum NBL-Meister gekürt.[24]

Ab der Saison 2022/23 führte die NBL die Play-in-Spiele ein.[25] Die beiden bestplatzierten Teams der regulären Saison qualifizieren sich automatisch für das Halbfinale. Die Teams auf den Plätzen drei bis sechs spielen im Play-in-Turnier. Der Drittplatzierte spielt gegen den Viertplatzierten um Platz drei, und der Verlierer spielt gegen den Gewinner der Partie zwischen Fünfter und Sechster um Platz vier.[26]

NBL Ignite Cup

Seit der Saison 2025/26 trägt die NBL einen Pokalwettbewerb innerhalb der regulären Saison aus. Teilnahmeberechtigt sind alle zehn Teams der NBL. Diese treten ab der vierten Woche der regulären Saison, jeweils zweimal heim- und auswärts gegen vier andere Teams an. Die Spiele finden immer mittwochs statt und werden auch für die reguläre Saison gewertet. Für den NBL Ignite Cup wird jedes Viertel des Spiels separat gewertet. Der Sieger eines Viertels erhält einen Punkt, bei Unentschieden einen halben Punkt, während der Gesamtsieger des Spiels drei Punkte bekommt. Die beiden Teams, die nach vier Spielen die meisten Punkte haben, bestreiten das Grand Final, welches nicht mit in die Wertung der regulären Saison einfließt.

Das Gewinnerteam erhält 300.000 australische Dollar (AUD) Preisgeld, während der unterlegene Finalist noch 100.000 AUD bekommt.[27] Davon gehen 60 Prozent direkt an die Spieler und 40 Prozent an die Teams.[28]

Zu Beginn der Saison 2004/05 schloss die NBL einen neuen Fernsehvertrag mit Fox Sports in Australien und einen mehrjährigen Namenssponsoringvertrag mit dem Elektronikhersteller Philips ab. Nach der Saison 2006/07 kündigte Philips jedoch an, das Namenssponsoring nicht fortzusetzen, da die NBL den Sponsoringvertrag ausweiten wollte.[29] Am 18. September 2007 gab die NBL die US-amerikanische Geländewagen-Marke Hummer als Namenssponsor für die Saison 2007/08 bekannt.[30] Am 13. September 2010 wurden iiNet als Namenssponsor der NBL und Centrebet als offizieller Sportwettenpartner vorgestellt.[31][32] Der US-amerikanische Sportartikelhersteller Spalding stellte die Ausrüstung, darunter den offiziellen Spielball, und AND1 die Teamkleidung.[33][34] Das Sponsoring von iiNet dauerte drei Saisons, das von Centrebet zwei. Am 5. Oktober 2017 wurde Hungry Jack’s Namenssponsor der NBL.[35] Das Logo von Hungry Jack's ist auf den Trikots der Spieler, in und um die Veranstaltungsorte zu sehen und das Unternehmen ist eng mit dem Heritage Month im Januar verbunden.[36]

  • 1979 bis 1987: kein
  • 1988 bis 1991: Hungry Jack's
  • 1992 bis 2001–02: Mitsubishi Motors Australia
  • 2002–03bis 2003–04: kein
  • 2004/05 bis 2006/07: Philips
  • 2007/08: Hummer
  • 2008/09 bis 2009/10: kein
  • 2010/11 bis 2012/13: iiNet
  • 2013/14 bis 2016/17: kein
  • 2017/18 bis heute: Hungry Jack's

Jedes Team trägt in der von Ende September/Anfang Oktober bis Mitte Februar andauernden regulären Saison 14 Heim- und 14 Auswärtsspiele aus. Die in der Endtabelle auf den ersten sechs Plätzen stehenden Teams qualifizieren sich für die NBL Finals, die im Play-off-Modus ausgetragen werden. Die in der Endtabelle auf den ersten beiden Plätzen stehenden Teams qualifizieren sich dabei direkt fürs Halbfinale, während die auf den Positionen 3 bis 6 stehenden Teams die beiden anderen Halbfinalisten ausspielen. Im Halbfinale gilt der best of three modus, während im Finale der best of five Modus angewendet wird, so dass der Meister Ende März feststeht.

National Basketball League (Australasien) (Australien)
National Basketball League (Australasien) (Australien)
Adelaide 36ers
Brisbane Bullets
Cairns Taipans
Illawara Hawks
Melbourne United
Perth Wildcats
S.E. Melbourne Phoenix
Sydney Kings
Tasmania JackJumpers
Neuseeland
New Zealand Breakers
Lage der Teams
Mannschaft Stadt Land Austragungsorte Plätze
Adelaide 36ers Adelaide, South Australia Australien Adelaide Entertainment Centre 11.300
Brisbane Bullets Brisbane, Queensland Australien Brisbane Entertainment Centre 10.500
Cairns Taipans Cairns, Queensland Australien Cairns Convention Centre 5.300
Illawarra Hawks Wollongong, New South Wales Australien WIN Entertainment Centre 6.000
Melbourne United Melbourne, Victoria Australien John Cain Arena 10.175
New Zealand Breakers North Shore, Auckland Neuseeland Vector Arena 9.740
Perth Wildcats Perth, Western Australia Australien Perth Arena 15.500
S.E. Melbourne Phoenix Melbourne, Victoria Australien John Cain Arena 10.175
State Basketball Centre 3.200
Sydney Kings Sydney, New South Wales Australien Sydney SuperDome 18.200
Tasmania JackJumpers Hobart, Tasmanien Australien MyState Bank Arena 4.340
Launceston, Tasmanien Silverdome 4.000

Ehemalige Teams

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Team Stadt Region Land Zeit
Canberra Cannons Canberra Australian Capital Territory Australien 1979–2003
Devonport Warriors Devonport Tasmanien Australien 1983–1984
Eastside Spectres Nunawading Victoria Australien 1979–1991
Forestville Eagles Wayville South Australia Australien 1980–1981
Frankston Bears Frankston Victoria Australien 1983–1984
Geelong Supercats Geelong Victoria Australien 1982–1996
Glenelg Tigers Glenelg South Australia Australien 1979
Gold Coast Blaze Gold Coast Queensland Australien 2007–2012
Gold Coast Rollers Gold Coast Queensland Australien 1990–1996
Hobart Devils Hobart Tasmanien Australien 1983–1996
Hunter Pirates Newcastle New South Wales Australien 2003–2006
Launceston Casino City Launceston Tasmanien Australien 1980–1982
Newcastle Falcons Newcastle New South Wales Australien 1979–1999
North Melbourne Giants Melbourne Victoria Australien 1980–1998
Singapore Slingers Kallang Central Region Singapur 2006–2008
South Dragons Melbourne Victoria Australien 2006–2009
S.E. Melbourne Magic Melbourne Victoria Australien 1992–1998
Southern Melbourne Saints Melbourne Victoria Australien 1979–1991
Sydney Supersonics Sydney New South Wales Australien 1979–1987
Townsville Crocodiles Townsville Queensland Australien 1993–2016
Victoria Titans Melbourne Victoria Australien 1998–2004
West Adelaide Bearcats Adelaide South Australia Australien 1979–1984
West Sydney Razorbacks Sydney New South Wales Australien 1998–2009
West Sydney Westars Bankstown New South Wales Australien 1979–1987

Rekordmeister sind die Perth Wildcats, die bislang zehnmal den Titel gewinnen konnten. Eine nicht mehr bestehende Franchise aus Melbourne wurde unter den Namen St. Kilda Saints, North Melbourne Giants sowie South East Melbourne Magic insgesamt sechsmal Meister der NBL.

Meisterschaftstrophäe 2017
Überblick über die NBL Meister
Mannschaft Meisterschaft Vizemeisterschaft Finalteilnahmen Meisterschaften nach Jahr Vizemeisterschaften nach Jahr
Perth Wildcats 10 6 16 1990, 1991, 1995, 2000, 2010, 2014, 2016, 2017, 2019, 2020 1987, 1993, 2003, 2012, 2013, 2021
Melbourne United 6 7 13 1993, 1997, 2006, 2008, 2018, 2021 1992, 1996, 2007, 2009, 2019, 2024, 2025
Sydney Kings 5 3 8 2003, 2004, 2005, 2022, 2023 2006, 2008, 2020
Adelaide 36ers 4 4 8 1986, 1998, 1999, 2002 1985, 1994, 2014, 2018
New Zealand Breakers 4 2 6 2011, 2012, 2013, 2015 2016, 2023
Brisbane Bullets 3 3 6 1985, 1987, 2007 1984, 1986, 1990
Canberra Cannons 3 2 5 1983, 1984, 1988 1979, 1989
Illawarra Hawks 2 3 5 2001, 2025 2005, 2010, 2010
North Melbourne Giants 2 2 4 1989, 1994 1988, 1995
S.E. Melbourne Magic 2 2 4 1992, 1996 1997, 1998
Southern Melbourne Saints 2 0 2 1979, 1980
West Adelaide Bearcats 1 2 3 1982 1980, 1983
Tasmania JackJumpers 1 1 2 2024 2022
Launceston Casino City 1 0 1 1981
South Dragons 1 0 1 2009
Cairns Taipans 0 2 2 2011, 2015
Eastside Spectres 0 2 2 1981, 1991
Victoria Titans 0 2 2 1999, 2000
West Sydney Razorbacks 0 2 2 2002, 2004
Geelong Cats 0 1 1 1982
Townsville Crocodiles 0 1 1 2001

Bestes Team der regulären Saison

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Überblick
Teams Titel Jahr Letzter Titel
Melbourne United 7 1994, 1996, 2016, 2018, 2021, 2022, 2024 2024
Sydney Kings 7 2003, 2004, 2005, 2006, 2008, 2020, 2023 2023
Adelaide 36ers 6 1986, 1987, 1988, 1999, 2000, 2017 2017
Perth Wildcats 6 1991, 1993, 1995, 2010, 2014, 2019 2019
Brisbane Bullets 3 1984, 1985, 2007 2007
New Zealand Breakers 3 2011, 2012, 2013 2013
S.E. Melbourne Magic 3 1992, 1997, 1998 1998
Southern Melbourne Saints 3 1979, 1980, 1981 1981
Geelong Supercats* 2 1983, 1984 1984
Victoria Titans 2 2001, 2002 2002
Cairns Taipans 1 2015 2015
Canberra Cannons 1 1989 1989
North Melbourne Giants 1 1990 1990
South Dragons 1 2009 2009
Sydney Supersonics 1 1983 1983
West Adelaide Bearcats 1 1982 1982
Illawarra Hawks 1 2025 2025

Zuschauerentwicklung

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Saison Gesamt Schnitt pro Spiel
NBL 2024/25 1.024.176 7.063
NBL 2023/24 1.097.455 7.126
NBL 2022/23 970.704 6.303
NBL 2021/22 684.715 4.998
NBL 2020/21 572.950 3.951
NBL 2019/20 896.408 6.903
NBL 2018/19 793.782 6.615

Gehaltsobergrenze

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Die NBL schreibt für alle teilnehmenden Teams für den Spielerkader eine Gehaltsobergrenze (Salary Cap) und eine Gehaltsuntergrenze vor, um eine hohe sportliche Ausgeglichenheit zu gewährleisten. Damit ist es unmöglich, das sich ausschließlich Topspieler in einem Team befinden. Für die Saison 2024/25 beträgt die Gehaltsobergrenze pro Team 1.947.662.58 Australische Dollar (AUD) und die Gehaltsuntergrenze 1.752.913.85 AUD.[37] Ein Spielervertrag darf eine maximale Laufzeit von 3 Jahren nicht überschreiten und muss ein Mindestgehalt von 79.758.05 AUD pro Saison aufweisen. Vier Spieler im Kader fallen als sogenannte Marquee Player nicht unter den Salary Cap. Ihrer Gehälter sind festgeschrieben von $233.697.34 AUD pro Saison für den Marquee 1 bis 467.396.04 AUD pro Saison für den Marquee 4.

Talentförderprogramm

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2018 führte die NBL das Förderprogramm Next Stars ein. Damit verfolgt die Liga das Ziel, junge Spieler aus dem In- und Ausland in die NBL zu holen, denen zugetraut wird, in absehbarer Zeit den Sprung in die nordamerikanische NBA zu schaffen. Im Rahmen der Förderung in der NBL soll den Spielern die Möglichkeit geboten werden, Erfahrung im Profibereich zu sammeln, sich weiterzuentwickeln und auf einen möglichen Wechsel in die NBA vorzubereiten. Die Spieler werden von der NBL verpflichtet und von ihr mit Verträgen ausgestattet, die ihnen in ihrem ersten Spieljahr ein Nettogehalt von höchstens 50.000 US-Dollar einbringen. Die Liga kommt ebenfalls für die bei Auslandsreisen der teilnehmenden Spieler anfallenden Kosten auf, die betreffenden Mannschaften bezahlen die Unterbringung und Kosten von Inlandsreisen. Den Förderspielern werden zusätzliche Trainingseinheiten geboten, für die ein Fachgremium der NBL die Trainer aussucht.[38]

Mit ihrem Förderprogramm richtet sich die NBL einerseits an australische Talente, andererseits an Ausländer, darunter US-Amerikaner, die nicht über den in ihrem Heimatland herkömmlichen Weg über den College-Basketball in den Berufsbasketball gelangen wollen, und Spieler aus weiteren Ländern, die über Australien den Sprung in die NBA schaffen wollen.[39] Vor allem bei jungen Spielern aus den Vereinigten Staaten konkurriert das NBL-Förderprogramm mit der über einen ähnlichen Ansatz verfügenden Mannschaft NBA G League Ignite, die in der NBA G-League spielt, und mit der US-Förderliga Overtime Elite.[40]

Namhafte Spieler, die am NBL-Förderprogramm teilgenommen haben:

Spieler aus deutschsprachigen Nationen

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Individuelle Auszeichnungen

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Auszeichnungen nach der Saison 2024/25
Jahr Australien Neuseeland
Free TV Pay TV Free TV Pay TV
1979 ABC
1987
1988 Seven Network
1991
1992 Network Ten
1995 Fox Sports
1997
1998 ABC
2001 Sky Sport
2007 Nine Network Māori Television
2010 Network Ten
One
2011 Sky Sport
2015 Fox Sports
2016 Nine Network
2017 SBS
2018 SBS
ABC
2019 Nine Network
9Go!
2020 SBS
SBS Viceland
NITV
ESPN/Kayo
2021 10 Peach
2022
2023
2024 Network 10
10 Drama
TVNZ+ ESPN
Sky Sport
2025 Network 10

Einzelnachweise

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  1. Boti Nagy: NBL postpones free agency period as it wrestles with possible three-import restriction and contract restructures. In: The Advertiser. 10. März 2016, abgerufen am 25. Januar 2025 (australisches Englisch).
  2. To Lindsay Gaze, the game's the thing In: The Age, 4. Dezember 1989, S. 27. Abgerufen am 25. Januar 2025 (australisches Englisch). 
  3. Boti Nagy: FLASHBACK 17: Random flashes... In: Boti Nagy. Abgerufen am 25. Januar 2025 (australisches Englisch).
  4. Kings announce Claude Williams MVP Award ahead of Indigenous Round game. In: SydneyKings.com. 28. Mai 2021, abgerufen am 4. November 2022 (australisches Englisch).
  5. National Basketball League (NBL) History. In: 10play.com.au. 11. November 2021, abgerufen am 11. November 2021 (australisches Englisch).
  6. Sheffield Shield | Cricket Australia. (australisches Englisch).
  7. Australian Football League. (australisches Englisch).
  8. The decline of the NBL|language=en-AU
  9. NBL heads to Singapore. In: NBL.com.au. 15. März 2006, archiviert vom Original am 27. April 2006; abgerufen am 5. August 2023 (australisches Englisch).
  10. Our history. In: footballaustralia.com.au. Archiviert vom Original am 22. Oktober 2013; abgerufen am 15. Februar 2013 (australisches Englisch).
  11. Melbourne businessman buys Australia’s NBL. In: SportsPro. 29. Mai 2015, abgerufen am 11. Dezember 2021 (australisches Englisch).
  12. a b Larry Kestelman didn't buy a basketball club, he bought the entire NBL. 9. Oktober 2015, abgerufen am 11. Dezember 2021 (australisches Englisch).
  13. a b Larry Kestelman: The man who saved Australian basketball. In: ESPN. 26. August 2019, abgerufen am 11. Dezember 2021 (australisches Englisch).
  14. Brisbane Bullets sign Japanese star Makoto Hiejima for the upcoming NBL season. (australisches Englisch).
  15. NBL: An in-depth look at the mysterious Australian Basketball League. In: basketballnews.com. 26. Juli 2022, abgerufen am 27. Juli 2022 (australisches Englisch).
  16. Record Crowds Attend NBL Opening Round. In: NBL.com.au. Archiviert vom Original am 5. April 2023; abgerufen am 5. November 2019 (australisches Englisch).
  17. South East Melbourne Phoenix stun Melbourne United in NBL debut In: Herald Sun (australisches Englisch). 
  18. National Basketball League. In: NBL.com.au. (australisches Englisch).
  19. Championship Series Crowd Records Smashed. In: NBL.com.au. (australisches Englisch).
  20. Jasper Bruce, Roger Vaughan: NBL to run WNBL after Basketball Australia sells. In: The Canberra Times. 27. Juni 2024; (australisches Englisch).
  21. NBL and ESPN extend media rights deal | Basketball.com.au. In: www.basketball.com.au. Abgerufen am 20. August 2025 (australisches Englisch).
  22. Batemon's 51 among modern-day best In: NBL Official Website, 17. November 2024. Abgerufen am 4. Dezember 2024 (australisches Englisch). 
  23. The "new NBL" - what it means In: www.botinagy.com, 2. Mai 2013. Abgerufen am 4. Dezember 2024 (australisches Englisch). 
  24. Finals. In: NBL.com.au. Archiviert vom Original am 9. April 2013; abgerufen am 7. April 2013 (australisches Englisch).
  25. Play-In Tournament Confirmed. In: NBL.com.au. 27. April 2022, abgerufen am 29. April 2022 (australisches Englisch).
  26. New Finals Shake Up. In: NBL.com.au. 2. August 2022, abgerufen am 2. August 2022 (australisches Englisch).
  27. The NBL’s Ignite Cup: Everything You Need To Know. In: nbl.com.au. Abgerufen am 18. Juni 2025 (australisches Englisch).
  28. Mid-week shake-up as NBL reveals ‘daring and bold’ new tournament, with record payday. In: Fox Sports. 18. Juni 2025, abgerufen am 18. Juni 2025 (australisches Englisch).
  29. Stephen Howell: Sponsorship hike forces out Philips In: TheAge.com, 18. März 2007. Abgerufen am 22. Oktober 2013 (australisches Englisch). 
  30. Hummer joins NBL as Naming Rights Sponsor. In: NBL.com.au. 18. September 2007, archiviert vom Original am 18. September 2007; abgerufen am 18. September 2007 (australisches Englisch).
  31. Why sponsor the NBL? iiNet, abgerufen am 6. Oktober 2017 (australisches Englisch).
  32. NBL defends betting sponsorship. In: Herald Sun. News Corporation, abgerufen am 6. Oktober 2017 (australisches Englisch).
  33. Basketball Australia Rolls With Spalding in New Deal. Basketball Australia, abgerufen am 6. Oktober 2017 (australisches Englisch).
  34. NBL Appoints 'And 1' as Official Apparel Partner. Basketball Australia, abgerufen am 6. Oktober 2017 (australisches Englisch).
  35. Hungry Jacks to be the naming rights holder of NBL. Mumbrella, 4. Oktober 2017, abgerufen am 6. Oktober 2017 (australisches Englisch).
  36. Greg Davis: NBL lands huge sponsorship deal ahead of Adelaide 36ers and Melbourne United launching 40th season. In: The Courier Mail. News Corporation, abgerufen am 6. Oktober 2017 (australisches Englisch).
  37. NBL players earn big pay jump. In: NBL.com.au. 9. April 2024, abgerufen am 9. April 2024 (australisches Englisch).
  38. Next Stars, Questions and Answers. In: NBL. Abgerufen am 12. November 2021.
  39. European prospects eye Australian springboard to NBA. In: A. B. C. News. Abgerufen am 12. Dezember 2021 (australisches Englisch).
  40. NBL commissioner bullish on 'Next Stars' program. In: ESPN. 1. Mai 2021, abgerufen am 12. Dezember 2021 (australisches Englisch).
  41. a b Projected 11th Pick in 2022 NBA Draft Commits To Sky Sport Breakers. (nzbreakers.basketball [abgerufen am 11. Dezember 2021]).
  42. 3 NBL Players Selected in NBA Draft. In: National Basketball League. 24. Juni 2022, abgerufen am 24. Juni 2022 (australisches Englisch).
  43. Cotton wins 5th MVP. In: NBL.com.au. 10. Februar 2025, abgerufen am 11. Februar 2025 (australisches Englisch).