North Shore City

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North Shore City
North Shore City (Neuseeland)
North Shore City
North Shore City
Koordinaten 36° 48′ S, 174° 45′ OKoordinaten: 36° 48′ S, 174° 45′ O
Basisdaten
Staat Neuseeland

Insel

Nordinsel
Unitary Authority Auckland
Fläche 130 km²
Einwohner 205.608 (2006)
Dichte 1581,6 Ew./km²
Webseite www.aucklandcouncil.govt.nz (englisch)
am 1. November 2010 zum Auckland Council eingemeindet

North Shore City (oft nur Nord Shore, The Shore oder North Harbour) war eine eigenständige Territorial Authority (Gebietskörperschaft) mit einem gewählten City Council (Stadtrat) auf der Nordinsel von Neuseeland. Mit 205.608 Einwohnern (Stand 2006) war die Stadt die viertgrößte des Landes.[1]

North Shore City wurde am 1. November 2010 zusammen mit Auckland City, Manukau City und Waitakere City, den Distrikten Franklin District, Papakura District, Rodney District und der Verwaltungseinheit Auckland Region zum Auckland Council zusammengefasst.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

North Shore City grenzte im Norden an den früheren Rodney District und im Osten an den Rangitot Channel, einer zum Hauraki Gulf gehörenden Wasserstraße. Die gesamte Süd- und Westgrenze schließlich bildete der Waitemata Harbour. Über diesen Naturhafen führen zwei Brücken, die Auckland Harbour Bridge, die eine Verbindung zur Innenstadt von der ehemaligen Auckland City herstellt, und die Upper Harbour Bridge, die das frühere North Shore City mit der ehemaligen Waitakere City verbindet.

Der überwiegende Teil des Distrikts wurde von der Vorortbebauung eingenommen. Nur in den nördlichsten Gegenden gab es noch ländliche Gebiete, die aber – mit dem jetzigen Flächenverbrauch des Ballungsraums – in nicht allzu langer Zeit höchstwahrscheinlich auch von monotonen Vorortsiedlungen verdrängt werden.

Einwohner und Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

North Shore City, das wegen seiner nördlichen Lage oft als North Auckland bezeichnet wurde, gilt als Wohnsitz der oberen Mittelschicht. Vor allem die Umgebung der Strände an der Ostküste ist großteils den Villen der Oberschicht vorbehalten.

Der Anteil der europäischen Bevölkerung ist – für Aucklander Verhältnisse äußerst ungewöhnlich – mit über 81 % etwas höher als der Landesschnitt. Dagegen sind die Anteile der Bevölkerung, die sich zur Gruppe der Māori zählen sowie die Gruppe, die von den Pazifischen Inseln stammt, mit ca. 8 % bzw. 3,5 % nur halb so groß wie der neuseelandweite Durchschnitt. Der asiatische Bevölkerungsanteil liegt über dem Landesdurchschnitt.

Die ehemalige North Shore City kann man in zahlreiche Stadtteile gliedern. Dabei kann man zwischen zentralen und äußeren Vororten unterscheiden:

  • Zentrum: Milford, Takapuna, Belmont, Devonport, Bayswater, Northcote, Birkenhead, Highbury, Hillcrest, Glenfield, Wairau Valley, Westlake und Forrest Hill.
  • Äußere Stadtteile: Birkdale, Beach Haven, North Harbour, Albany, Long Bay, Torbay, Waiake, Browns Bay, Rothesay Bay, Murrays Bay, Mairangi Bay, Campbells Bay und Castor Bay.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Touristisch interessant sind die 20 Kilometer Strände entlang der nach Norden liegenden Küste, die Villen und Grundstücke der Oberschicht am Takapuna Beach und bei Ebbe am Milford Beach entlang des Deiches.

Sehenswert sind auch die nordwärts am Meer gelegenen Vororte mit ihren Einkaufszentren und Restaurants sowie das historische Dorf Devonport (die Heimat der Marine von Neuseeland).

Jenseits der Grenzen des Isthmus, wo sich die North Shore befindet, liegen die 47 Inseln des Hauraki Gulf Marine Park. Dazu gehören Rangitoto Island, Motutapu Island und Waiheke Island, die viele Besucher zu ihren idyllischen Buchten und Stränden, Galerien, Weinbergen und Restaurants sowie dem alljährlichen „Montana Waiheke Island of Jazz Festival“ anziehen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insgesamt haben sich über 22.000 Unternehmen in North Shore City angesiedelt, die zusammen etwa 6 % des landesweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) ausmachen. Zwischen 1998 und 2002 wuchs die Zahl der Betriebe um 29,3 % an, das ist ein weiterer Landesrekord.[2]

In den letzten fünf Jahren sah sich besonders der Vorort Albany mit großen Veränderungen konfrontiert. Vor ein paar Jahren war dieser Ort noch nicht mit North Shore City „verwachsen“ und ländlich geprägt. Nun bildet Albany das wirtschaftliche Zentrum der Stadt; Unter anderem wurden mehrere „Super Stores“, also riesige Einkaufszentren, errichtet und eine Vielzahl von „Mini-Vororten“, die aus hunderten gleich aussehenden Häusern bestehen, aus dem Boden gestampft. Dadurch entstand zwar eine große Anzahl billiger Wohnungen, aber gleichzeitig wurden viele Hektar Ackerland zerstört.

Das Expansion nach Norden nimmt aber aller Wahrscheinlichkeit nach nicht ab. So wird zum Beispiel bald auch der frühere Urlaubsort Orewa, der sich schon im früheren Rodney District befindet und die seit kurzem den nördlichen Highway-Beginn markiert, von der städtischen Zersiedlung „überrollt“ werden.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt keine nennenswerten Verkehrsprobleme innerhalb des Stadtgebiets von North Shore. Auf der Upper Harbour Bridge aber kommt es vor allem zur Hauptverkehrszeit zu größeren Verkehrsstaus. Die ärgsten Verkehrsprobleme treten aber zwischen North Shore City und Auckland City auf der Auckland Harbour Bridge auf. Deshalb wurde sogar auf regionaler Ebene öffentlich über die Lösung dieser Probleme diskutiert.

Ende 2005 wurden entlang der Nord-Süd-Tangente neue „Park & Ride“-Plätze errichtet, die Pendler zum Umsteigen auf Busse bewegen sollen, für die zum Teil eigene Fahrbahnen gebaut wurden oder immer noch werden. Eine Anbindung von North Shore City an das (noch unterentwickelte) Schienensystem ist für die nähere Zukunft nicht geplant.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Homepage. Auckland Council, abgerufen am 6. Mai 2016 (HTML, englisch).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Census 2006 - North Shore City. Statistics New Zealand, abgerufen am 6. Mai 2016 (PDF 980 kB, englisch).
  2. PDF bei www.bigcities.govt.nz