Nationalpark Cutervo

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Nationalpark Cutervo

IUCN-Kategorie II − National Park

Wald im Nationalpark Cutervo

Wald im Nationalpark Cutervo

Lage Cajamarca, Peru f3
Fläche 82 km²
WDPA-ID 261
Geographische Lage 6° 31′ S, 78° 34′ WKoordinaten: 6° 31′ 24″ S, 78° 34′ 11″ W
Nationalpark Cutervo (Peru)
Nationalpark Cutervo
Einrichtungsdatum 8. September 1961

Der Nationalpark Cutervo ist der älteste Nationalpark Perus. Er wurde durch das Gesetz Nº 13694 verabschiedet.[1] Wesentlichen Anteil an der Gründung des Nationalparks am 8. September 1961 hatte der Biologe Salomón Vílchez Murga (1907–1993), ein Pionier des Umweltschutzes in Peru.[2] Zunächst war der Park auf 25 Quadratkilometer begrenzt, wurde aber später auf 82 Quadratkilometer erweitert. Er liegt im Distrikt San Andrés de Cutervo in der Provinz Cutervo in der Region Cajamarca.

Schutzziel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ziel des Gesetzes ist der Schutz und die nachhaltige Entwicklung der einzigartigen Flora und Fauna, sowie der Erhalt der eigentümlichen Charakteristika der Cordillera de los Tarros.[3]

Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Park ist insbesondere für seine vielen Höhlen bekannt, in denen Fettschwalme (Steatornis caripensis) hausen. In einem Bach in den Höhlen kommt außerdem ein Kletterwels namens Astroblepus rosei vor. Neben dem peruanischen Nationalvogel, dem Andenfelsenhahn (Rupicola peruvianus), findet man im Park auch den Goldkopftrogon (Pharomachrus auriceps) und den Riesenkolibri (Patagona gigas). −

Brillen- oder Andenbär (Tremarctos ornatus) im Nationalpark Cutervo

Zu den Säugetieren im Park gehören der Jaguar, der Ozelot, der Brillenbär, der Südamerikanische Fischotter (Lontra longicaudis), die Pampaskatze, der Weißwedelhirsch, das Halsbandpekari, das Neunbinden-Gürteltier sowie der Bergtapir.[4]

Im Jahr 1982 fanden Mateu & Bellés in den Höhlen die Laufkäfer Andinorites striatus, Andinorites troglophilus, Andinorites convexus, Andinorites vilchezi, Andinorites peruvianus.[5], Peudotrechisibus (Pseudotrechisibus sphaericus) und Incatrechus (Incatrechus pilosus).[6]

Flora[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Park hat eine sehr abwechslungsreiche Flora, die von Wiesen über zwergwüchsige Wälder (Krummholz) bis zu typischen Nebelwäldern reicht. Zu den Pflanzen des Parks gehören Chinarindenbäume (Cinchona sp.), Zedrelen (Cedrela sp.), Lorbeergewächse (Nectandra sp.), die zu den Walnüssen gehörende Juglans neotropica und eine Erlenart namens Alnus acuminata.[7]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joandomènec Ros, Narcís Prat i Fornells: Homage to Ramon Margalef, or, Why there is such pleasure in studying nature, Universitat de Barcelona, 1992, S. 331, ISBN 978-84-475-0019-2
  • Thomas Valqui: Where to Watch Birds in Peru, Grafica Ñañez S.A., 2004, ISBN 978-9972-33-092-6

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Cutervo National Park – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Enjoy Peru: Parque Nacional Cutervo (engl.)
  2. Martha Meier Miró Quesada: Arboles que nos dan la vida (span.)
  3. Peru Contact: Departamento de Cajamarca (engl.)
  4. Andean Botanical Information System: Cutervo National Park (Engl.)
  5. Beschreibung der Käfer: Gen. Andinorites nov. (franz.)
  6. Beschreibung der Käfer: Gen. Peudotrechisibus & Gen. Incatrechus (franz.)
  7. Es mi Perú: Ecoregión Sierra Norte del Abra de Porculla al Abra Pardo (span.)