Nationalpark Mljet

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Nationalpark Mljet
Großer See
Großer See
Nationalpark Mljet (Kroatien)
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Koordinaten: 42° 46′ 12″ N, 17° 22′ 48″ O
Lage: Dubrovnik-Neretva, Kroatien
Besonderheit: Grünste Insel der Adria, zwei Seen auf der Insel, Mungos, Mönchsrobben
Nächste Stadt:
Dubrovnik
(95 km entfernt)
Fläche: 53,75 km²
Gründung: 1960
Besucher: unbekannt
Adresse: www.np-mljet.hr
Pristanište 2
HR-20 226 Goveđari
+385 20 744 041
Detaillierte Karte
Detaillierte Karte
Kleiner See
Kleiner See
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Der Nationalpark Mljet, 1960 gegründet, bildet den Westteil der Insel Mljet in Kroatien.

Lage und Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Nationalpark Mljet umfasst rund 90 Prozent der Insel und liegt in deren nordwestlichem Teil. Der Rest sind einige Ortschaften und Felder bzw. Anpflanzungen. Die Fläche des Parks erstreckt sich auch über Teile des umgebenden Adriatischen Meeres. Den Status als Nationalpark erhielt die Fläche am 11. November 1960 noch durch die Regierung der Volksrepublik Jugoslawien. Damit sollte das ursprüngliche Ökosystem der Adria erstmals weitestgehend vor wirtschaftlicher Ausbeutung geschützt werden.[1]

Flora[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mljet ist eine der am stärksten bewaldeten Inseln im Mittelmeer. Vor allem wachsen hier Steineichen und Kiefern. Im 19. Jahrhundert war der Wald dichter bewachsen als zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Ein starker Waldbrand vernichtete einen Großteil der Bäume, der Wald konnte sich noch nicht ganz davon erholen (Stand 2019) und hat seine ursprüngliche Dichte deshalb noch nicht wiedererlangt.

Kloster der Hl. Maria im Großen Mljet-See

Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Wäldern des Nationalparks leben Mungos, eine eigentlich fremde Tierart für diese Region. Sie wurden 1909 auf der Insel freigesetzt, um die dortigen Giftschlangen auszurotten. Dieses erreichten sie auch, allerdings fraßen sie auch andere Schlangenarten. Die Mungo-Population befindet sich seit Ende der 1990er Jahre in einem labilen Gleichgewicht zur Umgebung. Neben den Mungos wurden Mitte des 20. Jahrhunderts weitere Tiere auf der Insel ausgesetzt, unter anderem Edelhirsche, Wildschweine, Hasen, eine Gemsart und Rebhühner. Überlebt haben nur die Hasen, Hirsche und Wildschweine. Letztere haben sich mittlerweile zu einer Plage entwickelt, da sie regelmäßig die Weinberge der Inselbewohner verwüsten.[2]

Im Wasser der beiden Seen wachsen Muscheln, auch kommen hier endemische Arten vor wie die Qualle Aurelia. Zudem gibt es aufgrund spezifischer Bedingungen hat sich hier das größte buschige Korallenriff der Welt entwickelt.[1]

In der Nähe der Marieninsel wurden auch Mittelmeer-Mönchsrobben gesichtet, die zu den meistgefährdeten Säugetieren dieser Welt zählen.

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trotz des strengen Schutzstatus' sind Aktivitäten wie Tauchen, Wandern oder Schwimmen an ausgewiesenen Strecken oder Stellen erlaubt. Strände, ein Aussichtspunkt (Montokuc) sowie etliche Berggipfel bieten den Besuchern des Nationalparks viele Möglichkeiten der Beschäftigung mit der Natur.[1] Unterkünfte für Touristen am Rande des Parks sind noch nicht in ausreichender Anzahl vorhanden (Ende 2018).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Nationalpark Mljet. www.kroati.de, abgerufen am 22. Dezember 2019.
  2. Beitrag über Flora und Fauna auf der Insel Mljet (Memento vom 7. Juni 2014 im Internet Archive)