Naturpark Schremser Hochmoor

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Naturpark Hochmoor Schrems
Im Verlandungsprozess befindliches Moor – im Vordergrund: Rohrkolben
Im Verlandungsprozess befindliches Moor – im Vordergrund: Rohrkolben
Naturpark Schremser Hochmoor (Österreich)
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Koordinaten: 48° 47′ 0″ N, 15° 4′ 0″ O
Lage: Niederösterreich, Österreich
Nächste Stadt: Schrems
Fläche: 119 ha
Gründung: 2000
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Der Naturpark Schremser Hochmoor liegt etwas östlich von Schrems, im nordwestlichen Teil Niederösterreichs, dem Waldviertel. Das Torfmoor, das durch die Orte Langschwarza, Gebharts und Schrems begrenzt ist, umfasst 300 Hektar und stellt damit das größte Moor Niederösterreichs dar.

Naturschutzrechtliche Festlegungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der seit dem Jahr 2000 bestehende Naturpark ist einer der jüngsten in Österreich. Er umfasst ca. 108 ha der Moorfläche und wurde zeitgleich auch als gleichnamiges Naturschutzgebiet ausgewiesen.[1][2][3]

Das Moor ist außerdem Teil des Europaschutzgebietes Waldviertler Teich-, Heide- und Moorlandschaft sowie des Ramsargebietes Waldviertler Teich-, Moor- und Flusslandschaft zum Schutz von Feuchtgebieten.

Naturwerte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wasserflächen des Moors beherbergen eine ganze Reihe seltener Tiere und Pflanzen wie zum Beispiel den Moorfrosch oder den Wasserschlauch, eine kleine Tiere fressende Unterwasserpflanze. Auf den Tümpeln gedeihen die Sumpfschwertlilie und die Gelbe Teichrose. Auch der fleischfressende Sonnentau ist im Schremser Moor angesiedelt.

Errichtete Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der öffentlich zugängliche Bereich des Naturparks ist ganzjährig geöffnet. Er besitzt drei verschieden lange Wanderwege (von 4,5 km bis 13 km), wobei der kürzeste der „Hochmoor-Wanderweg“ ist mit Ausgangs- und Endpunkt beim Moorbad Schrems. Hier befindet sich auch der Eingang zum Unterwasserreich Schrems.

Das Hochmoor bietet verschiedene botanische und zoologische Besonderheiten, die den Besuchern mit Schautafeln erläutert werden. Die Wanderwege führen vorbei an der Himmelsleiter, einer 20 Meter hohen Aussichtsplattform im Naturpark, sowie an den Wasserflächen der alten Torfstiche. Zu bestimmten Zeiten im Jahr findet unweit davon ein Schautorfstechen statt.

Zonierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Naturschutzgebiet gliedert sich in eine Naturzone (Zone A), eine Managementzone - Natur (Zone B) sowie eine Managementzone - Besucher (Zone C).[4]

Auszeichnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für das Jahr 2016 wurde der Naturpark als Naturpark des Jahres 2016 ausgezeichnet.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. RIS - Gesamte Rechtsvorschrift für Naturschutzgebiete - Landesrecht konsolidiert Niederösterreich, Fassung vom 20.09.2017. Abgerufen am 20. September 2017 (deutsch).
  2. RIS - Gesamte Rechtsvorschrift für Naturparks - Landesrecht konsolidiert Niederösterreich, Fassung vom 20.09.2017. Abgerufen am 20. September 2017 (deutsch).
  3. "Schremser Hochmoor", "Lainsitzniederung" unter Naturschutz. In: OTS.at. (ots.at [abgerufen am 20. September 2017]).
  4. https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Landesnormen/LNO40007401/Anlage_zu___2_Abs_47_Naturschutzgebiet_Schremser_Hochmoor.pdf
  5. Hochmoor Schrems: Naturpark des Jahres 2016 auf ORF vom 24. November 2015 abgerufen am 24. November 2015

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Naturpark Hochmoor Schrems – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien