Necro

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Necro im Studio

Ron Raphael Braunstein (* 7. Juni 1976 in Brooklyn, New York City), besser bekannt als Necro, ist ein US-amerikanischer Rapper und Produzent jüdischer Abstammung.

Werdegang[Bearbeiten]

Ron Braunstein ist bekannt für seine morbiden Texte, in denen der Tod häufig in seiner omnipräsenten Form angesprochen wird. Er gilt deshalb auch als Erfinder des „Death Rap“, ein eigener Stil, der Rap mit Elementen des Death Metal verbindet. So arbeitet der Künstler mit dem Namen Necro, welcher selbst von einem Lied der Band Slayer abgeleitet ist, auch regelmäßig mit Musikern dieser Szene zusammen (u.a. Sean Martin & Jamey Jasta (Hatebreed), Igor Cavalera (Sepultura) & Scott Ian (Anthrax)).

Necros Beats sind düster und stets sehr elementar gehalten. Zumeist bestehen sie lediglich aus einem Drumset und einem Sample; die Songs kommen dabei oft ohne ein weiteres Soundelement zur besonderen Betonung des Refrains aus. Necro sampelt häufig E-Gitarren und Saxophone, was besonders zu Beginn seiner Karriere eine unübliche Grenzüberschreitung war (zu der damaligen Zeit legte man im Hip-Hop noch besonders Wert auf eine Unterscheidung von anderen Musikstilen).

Necros musikalische Karriere begann als Gitarrist bei der Death-Metal-Band Injustice, die er 1986 zusammen mit seinem älteren Bruder Ill Bill gründete. Da die Gruppe trotz Bemühungen keinen Plattenvertrag erhielt, wandte er sich dem Rap zu.[1] Erste Aufmerksamkeit erlangte Necro, als er 1991 einen Demo-Kontest in einer Radio Show gewann. In den folgenden Jahren sammelte er in der Rapszene von New York Erfahrungen und war häufig auf Untergrundrapveranstaltungen anzutreffen. So wurde er unter anderem bei einem Open Mic Auftritt in New York vom größtenteils schwarzen Publikum ausgepfiffen, weil er mit einem Charles-Manson-T-Shirt auf der Bühne stand. Manson, andere Soziopathen und deren Verbrechen sind ebenfalls in den Texten des Künstlers zu finden. Auch bleiben verstorbene Prominente und die jeweilige Todesart der Person in den morbiden Texten des Musikers, die teilweise auch einen humorvollen, makaberen Kontrast beinhalten, nicht unerwähnt. Im Jahr 2000 veröffentlichte Necro sein erstes Album I Need Drugs. Er tritt auch unter dem Pseudonym The Sexorcist auf.

Seit 2013 bildet Necro zusammen mit Kool G Rap das Duo The Godfathers. Ihr Debütalbum Once Upon A Crime erschien ebenfalls 2013.

NYC 1998
NYC 1998

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

  • 1998: Cockroaches EP
  • 2000: I Need Drugs
  • 2001: Gory Days
  • 2002: Gory Days Special Edition CD/DVD
  • 2004: The Pre-Fix for Death
  • 2005: The Sexorcist
  • 2007: Death Rap
  • 2008: The Sexorcist Special Edition CD/DVD
  • 2010: Die!
  • 2012: The Murder Murder Kill Kill EP

Mixtapes[Bearbeiten]

  • 2000: Rare Demos and Freestyles Vol. 1
  • 2001: Rare Demos and Freestyles Vol. 2
  • 2002: Rare Demos and Freestyles Vol. 3
  • 2003: Necro Presents: Brutality Part 1
  • 2003: Street Villains Vol. 1
  • 2005: Street Villains Vol. 2

The Godfathers[Bearbeiten]

  • 2013: Once Upon A Crime

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. The Golden Era: Necro Interview auf 90erhiphop.de, abgerufen am 29. Januar 2014

Weblinks[Bearbeiten]