Neidlinger Wasserfall

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Neidlinger Wasserfall mit der kollabierten Kalktuffnase

Der Neidlinger Wasserfall ist ein Wasserfall ca. 20 Meter unterhalb der beiden höhlenartigen Quellaustritte der Lindach in der Nähe des Ortes Neidlingen, nahe unterhalb der Burgruine Reußenstein auf der Schwäbischen Alb in einem Bannwald, der Markung Pfanne.

Das vor allem aus dem östlichen Quellaustritt kommende Karstwasser stürzt mehrere Meter steil geschichtete Felskaskaden hinab, um sodann mit Polstern aus Moosen und Kalktuff eine nach vorne und oben wachsende Nase zu entwickeln. Von dieser Nase stürzte das Wasser etwa sieben bis acht Meter in freiem Fall hinab.

Das Gebilde aus Nase und Wasserfall verlor einiges an Attraktivität, als während eines kalten Winters Mitte des 20. Jahrhunderts der wachsende Stein die Eislast nicht mehr tragen konnte und abbrach. Dennoch ist der Wasserfall samt seiner Umgebung ein beliebtes Ausflugsziel geblieben.

Vom Wanderparkplatz Bahnhöfle aus ist er nach etwa einem Kilometer Fußmarsch zu erreichen. Die Felsformationen und die Vegetation, die den Weg säumen, sind sehenswert. Am Abstieg zum Aussichtspunkt oberhalb des Wasserfalls befindet sich ein von Immergrün umrankter Gedenkstein für einen beim Holzfällen zu Tode gekommenen Mann.

Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter dem Namen Neidlinger Wasserfall und Fließgewässer im Gewann Pfanne ist der Wasserfall und der anschließende rechte Quellbach der Lindach unter der Schutzgebietsnummer 811-60432804 als flächenhaftes Naturdenkmal ausgewiesen. Das 1,9 Hektar große Gebiet wurde vom Landratsamt Esslingen mit Verordnung vom 15. Juli 1997 unter Schutz gestellt. Es ist sowohl Teil des Landschaftsschutzgebiets Nr. 1.16.016 Neidlinger Tal, des FFH-Gebiets Nr. 7423-341 Neidlinger Alb als auch des Vogelschutzgebiets 7422-441 Mittlere Schwäbische Alb.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 48° 33′ 31″ N, 9° 33′ 48″ O