Netzseite

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Der Gerätestecker bildet die Schnittstelle zwischen der Netz- und Geräteseite eines damit ausgerüsteten Geräts.

Die Netzseite bezeichnet den Teil eines technischen Geräts einer Anlage oder eines Gebäudes, der mit einem (oft öffentlichen) Verteilnetz verbunden ist. Dabei kann es sich um ein Stromnetz, Fernwärmenetz, Telefonnetz, Funknetz, Glasfasernetz, Gasleitungsnetz[1], Trinkwassernetz oder Kanalisationsnetz handeln. Über den netzseitigen Anschluss können sowohl Daten, Energie oder Stoffe bezogen als auch bereitgestellt werden. Sowohl der Erzeuger als auch der Verbraucher verfügen gleichermaßen über eine Netzseite.

Im Gegensatz zur Netzseite steht die Geräte-, Maschinen- oder Anlagenseite, die Elemente beschreibt, die Teil der lokalen technischen Einheit selbst sind.[2]

Für viele Netze gibt es normierte Schnittstellen, mit denen der Anschluss der Netzseite ausgerüstet sein muss, um mit dem Netz verbunden werden zu können. Einheitliche Steck-, Schraub- oder Flanschverbindungen sowie Konventionen über die physikalischen Eigenschaften oder Datenübertragungsprotokolle[3] erlauben das Netz zu nutzen. Teilweise gibt es regional stark unterschiedliche Schnittstellen, was auf der Netzseite einen Adapter notwendig machen kann.

Geodäsie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Geodäsie werden als Netzseiten die gemessenen Dreiecksseiten im Netz erster Ordnung bezeichnet. In den Grundlagennetzen der Landesvermessung sind sie im Durchschnitt 30 bis 50 km lang. Ihre Richtungen (Azimute) werden mit genauen Theodoliten beobachtet, die Strecken zwischen den Messpunkten mit elektronischen Distanzern.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Netzanschlussbedingungen. Osterholzer-Stadtwerke, 13. Juli 2005, abgerufen am 13. Februar 2014: „Die bisher zusammengefasste Anschluss- und Versorgungspflicht wurde in diesem Zuge aufgeteilt in eine Anschlusspflicht auf der Netzseite und in eine Grundversorgungspflicht auf der Belieferungsseite, mit Erdgas.“
  2. Y. Huang, H. Mrugowsky: Kleinwasserkraftwerk mit Asynchrongenerator und Umrichter. Regelungsstrategie für Inselbetrieb. Institute der Elektrotechnik, Universität Rostock, 15. Januar 2001, S. 1, abgerufen am 13. Februar 2014 (PDF): „Entworfen, aufgebaut und erprobt wurde deshalb ein zur Einspeisung in ein Dreiphasen-Vierleiter-Inselnetz geeigneter IGBT-Umrichter einschließlich Mikrocontroller-Steuerung für die Maschinen- und Netzseite.“
  3. Peter Bocker: ISDN Das diensteintegrierende digitale Nachrichtennetz. Springer, 1987, ISBN 3-662-08032-X, Teilnehmeranschluß, S. 59–129 („[…] um den Zugang zum ISDN zu ermöglichen in der Annahme … die nötigen Protokolle der Netzseite […]“).