Neue Württembergische Zeitung

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Neue Württembergische Zeitung

Beschreibung deutsche Tageszeitung
Verlag Neue Pressegesellschaft
Erstausgabe 2. August 1946
Erscheinungsweise Montag bis Samstag
Verkaufte Auflage 27.385 Exemplare
(IVW 1/2019, Mo–Sa)
Weblink www.swp.de/goeppingen/

Die Neue Württembergische Zeitung (NWZ) ist eine Regionalzeitung für den Landkreis Göppingen, die täglich außer sonntags erscheint, seit 1974 als Kopfblatt der Südwest Presse (Ulm). Die verkaufte Auflage beträgt 27.385 Exemplare, ein Minus von 31,2 Prozent seit 1998.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs erhielt Karl Aberle zusammen mit Fritz Harzendorf von der US-amerikanischen Kontrollregierung eine Lizenz zur Herausgabe einer Zeitung. Die erste Ausgabe der Neuen Württembergischen Zeitung erschien am 2. August 1946.

1962: Familie Bosch steigt ein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 1962 erwarben Mitglieder der Familie des Unternehmers Robert Bosch vermittels der Deutsche Verlagsanstalt (DVA) und der Württemberger Zeitung GmbH (Amtsgericht Stuttgart HRB 264) die Hälfte der "Zeitungsverlags- und Druckhaus GmbH" in Göppingen, und damit die Führung der Neuen Württembergischen Zeitung mit ihren damals sechs Kopfblättern. Die Boschs kontrollierten damals bereits die Stuttgarter Zeitung. Die Witwe des Gründers Karl Aberle behielt die anderen 50 % der Anteile.[2] An der DVA hielten damals Robert Bosch junior und dessen Schwester Eva Madelung 51 % der Anteile.

Im März 1964 kamen noch Der Kocherbote (Auflage: 4000) im schwäbischen Gaildorf dazu und im Juli desselben Jahres die Leonberger Kreiszeitung (Auflage: 10 000), die Sindelfinger Zeitung (6000), der Gäubote in Herrenberg (5500), die Kornwestheimer Zeitung (4000), die Winnender Zeitung (4000) und der Bote vom Welzheimers Wald (2000) dazu. Zusammen hätte die Neue Württembergische Zeitung dann eine Gesamtauflage von 110'000 Exemplaren gehabt.[2]

1974: Familie Bosch steigt wieder aus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1974 trennte sich die Familie Bosch von ihrem Anteil an der "Zeitungsverlags- und Druckhaus GmbH" — aus der dann die ZVD Mediengesellschaft GmbH (Sitz in Göppingen, aber registriert beim Amtsgericht Ulm unter HRB 530067) hervorging — indem die Boschs die Württemberger Zeitung GmbH an den heute SWMH genannten Medienkonzerns verkauften, was zu einer größeren Rochade innerhalb der Baden-Württembergischen Presselandschaft führte.

Die Neue Württembergische Zeitung in Göppingen wurde dabei zu einem Kopfblatt der der Südwest Presse Ulm, und die ZVD Mediengesellschaft GmbH trat als 50-prozent-Partner neben der Ebner Pressegesellschaft KG mit der anderen Hälfte in die Neue Pressegesellschaft ein. Gleichzeitig übernahm die Württemberger Zeitung GmbH 80 % des Verlags der Stuttgarter Nachrichten.

Der überregionale Teil der Neuen Württembergischen Zeitung wird seitdem in Ulm bei der Südwestpresse produziert; in Göppingen wirkt nur noch eine Lokalredaktion für Göppingen.

Gleichzeitig ging ein Teil der früheren Kopfblätter der NWZ zu den Stuttgarter Nachrichten über und wird seitdem aus Stuttgart mit überregionalen Inhalten beliefert.

Die Württemberger Zeitung GmbH (HRB 264 beim AG Stuttgart) ist heute eine 100-prozentigen Tochtergesellschaft der Medienholding Süd, die für die SWMH die Stuttgarter Zeitung, die Stuttgarter Nachrichten und den Schwarzwälder Boten kontrolliert. Außerdem ist sie mit 51 % an der Stuttgarter Wochenblatt GmbH und mit 10 % an der Schwarzwälder Bote Mediengesellschaft beteiligt.[3]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1952 bis 1973 war die Neue Württembergische Zeitung Verlegerin und Herausgeberin der Südwestdeutschen Illustrierten Wochenzeitung, einer wöchentlich, samstags erscheinenden Beilage, die danach bis 2004 bei der Stuttgarter Zeitung herausgegeben wurde.

Im Jahr 2004 erhielt die Zeitung den begehrten Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Auflage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Neue Württembergische Zeitung hat wie die meisten deutschen Tageszeitungen in den vergangenen Jahren an Auflage eingebüßt. Die verkaufte Auflage ist seit 1998 um 31,2 Prozent gesunken.[4] Sie beträgt gegenwärtig 27.385 Exemplare.[5] Das entspricht einem Rückgang von 12.413 Stück. Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 90,7 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[6]


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. laut IVW (Details auf ivw.eu)
  2. a b BOSCH-BLÄTTER: Kopf um Kopf. In: Spiegel Online-Archiv, Der Spiegel, 29. April 1964. Abgerufen am 18. April 2016. 
  3. Mediendatenbank - Württemberger Zeitung GmbH. In: kek-online.de. 2016 [last update]. Abgerufen am 28. April 2016.
  4. laut IVW, (Details auf ivw.eu)
  5. laut IVW, erstes Quartal 2019, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  6. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)