Neundorf (Anhalt)

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Neundorf (Anhalt)
Stadt Staßfurt
Wappen von Neundorf (Anhalt)
Koordinaten: 51° 49′ 0″ N, 11° 34′ 0″ O
Höhe: 74 m ü. NN
Fläche: 14,93 km²
Einwohner: 2024 (31. Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte: 136 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2009
Postleitzahl: 39418
Vorwahl: 03925
Neundorf (Anhalt) (Sachsen-Anhalt)
Neundorf (Anhalt)

Lage von Neundorf (Anhalt) in Sachsen-Anhalt

Rathaus
Rathaus

Neundorf (Anhalt) ist ein Ortsteil der Stadt Staßfurt im Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neundorf liegt am nördlichen Rand des anhaltischen Harzvorlandes und grenzt südlich an das Gebiet von Leopoldshall in Staßfurt an. Die Böden der Gemarkung gehören zu den ertragreichsten in ganz Deutschland und weisen Bodenwertzahlen von 90 und mehr auf. Viele Gebäude wurden in der Gründerzeit errichtet. Seit Anfang der 1990er Jahre besteht die Eigenheimsiedlung „Am Gänseanger“.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits 3000 bis 2000 v. Chr. besiedelten Schnurkeramiker die Höhen zwischen Neundorf und Hecklingen. Im Zusammenhang mit dem Tod des Markgrafen Gero wurde der Ort 965 unter dem Namen Niendorp erstmals urkundlich erwähnt. 1867 hieß das damalige große Kirch- und Pfarrdorf Neindorf. Zu Neundorf gehörte zunächst politisch und kirchlich auch das 1873 gegründete Leopoldshall,[1] das später im Zuge des Kalibergbaus einen gewaltigen Aufschwung nahm und infolgedessen selbstständige Stadt wurde, bevor es 1946 der Stadt Staßfurt zugeschlagen wurde.[2] 1994 wurde aufgrund eines Überlaufens der Talsperren im Harz neben vielen weiteren Orten Neundorf überflutet, was vor allem das neu errichtete Wohngebiet „Am Gänseanger“ betraf. Die Eingemeindung nach Staßfurt erfolgte am 1. Januar 2009.[3]

Historische Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche St. Petri und Pauli und Pfarrhaus

Die evangelische Kirche St.Petri und Pauli wurde 1901 im Stil des Historismus errichtet und enthält eine reichhaltige farbige Ausmalung der Gewölbe und Wände. 2008 wurden die Ausmalungen gesichert und saniert.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jugend und Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildungs- und Freizeitstätten für Kinder sind im Ort:

Sportanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sporthalle Neundorf, Staßfurter Straße
  • Sportplatz "Franz Bechmann"

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schienenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neundorf besitzt einen etwas außerhalb liegenden Bahnhaltepunkt an der Bahnstrecke Schönebeck–Güsten.

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die Landesstraße 72 ist Neundorf direkt an die südlich des Ortes verlaufende vierspurige Bundesstraße 6 (im Volksmund "Nordharzautobahn" genannt, aber noch nicht zur Autobahn umgestuft) angebunden. Zudem bestehen regelmäßige Busverbindungen nach Staßfurt und Aschersleben.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortschaftsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die insgesamt 9 Mitglieder des Ortschaftsrats setzen sich wie folgt zusammen:

Wappen von Neundorf

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Viermal von Grün und Silber linksgeschrägter Schild, belegt mit einem schwarzen, silbergefugten Turm mit drei Zinnen und offenem Tor.“

Das Wappen wurde 1992 vom Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch gestaltet.

Söhne der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Paul Römer (1873–1937), deutscher Ophthalmologe
  • Ernst Grube (1890–1945), deutscher Politiker und Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime
  • Benno Stops (1950–2015), deutscher Leichtathlet

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Neundorf (Anhalt) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Neundorf (Anhalt). In: Stadtportal Staßfurt.
  2. Zeittafel. In: Stadtportal Staßfurt.
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2009, 1. Liste
  4. Lokale Entwicklungsstrategie (LES) Börde-Bode-Auen.. Interessengruppe „Börde-Bode-Auen“, März 2015, S. 8.