Nick Carter (Sänger)

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Nick Carter, 2011

Nickolas Gene Carter (* 28. Januar 1980 in Jamestown, New York) ist ein US-amerikanischer Sänger und Schauspieler. Als Mitglied der Boygroup Backstreet Boys ist er seit den 1990er Jahren erfolgreich. 2002 veröffentlichte er seine erste Soloplatte.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nick Carter wurde am 28. Januar 1980 als ältester Sohn von Robert Gene Carter und Jane Elizabeth Spaulding in Jamestown im Bundesstaat New York geboren. Er hat vier Geschwister. Aus einer früheren Ehe seines Vaters stammt seine ältere Halbschwester. Nachdem sich seine Eltern im Jahre 2003 scheiden ließen, heiratete Robert Carter erneut und bekam 2005 mit seiner derzeitigen Ehefrau einen weiteren Sohn. Seine Frau brachte eine Tochter mit in die Ehe.

Mitte der 1980er Jahre zogen die Carters von New York nach Florida. Dort nahm Carter an verschiedenen Castings für Werbespots, Film und Fernsehen teil, welche ihm bereits im frühen Alter kleinere Rollen, wie in Edward mit den Scherenhänden, einbrachten. Gleichzeitig machte er erste Erfahrungen auf der Bühne und im Tonstudio. 1993 wurde der damals 13-jährige Carter zum jüngsten Mitglied der Boygroup Backstreet Boys, die 1995 ihren Durchbruch hatte. Carter wurde zum populärsten Mitglied der Gruppe und zum Teenager-Idol.

2002 veröffentlichte er sein erstes Soloalbum Now or Never, das teilweise Anerkennung bei Kritikern fand. Im Gegensatz zu Justin Timberlake, der ebenfalls einer Boygroup aus den 1990er Jahren entsprang und etwa gleichzeitig ein Soloalbum veröffentlichte, konnte Carter mit dem eigenen Album allerdings nur einen Achtungserfolg verbuchen. Von 2003 bis 2004 führte Carter eine medienträchtige Beziehung mit der Hotelerbin Paris Hilton. Das in dieser Zeit entstandene Paris-Tattoo ließ er später mit einem Totenkopf und dem Schriftzug „Old habits die hard“ (Alte Gewohnheiten lassen sich schwer ablegen) überdecken.

Mitte des Jahres 2006 bezog Carter mit seinen vier Geschwistern ein Haus in Los Angeles, um im Rahmen einer Reality-Serie House of Carters bestehende familiäre Probleme in den Griff zu bekommen. Es wurden Wiederannäherungsversuche zwischen Carter und seinen Geschwistern sowie zu seiner Mutter gezeigt, zu der er aufgrund von Streitigkeiten seit mehreren Jahren keinen Kontakt mehr gepflegt hatte.

Am 29. September 2006 sorgte Carter für Aufsehen, als er in der US-Radioshow von Howard Stern offenbarte, dass er während seiner Schulzeit mit seiner damaligen Schulkameradin Debra Lafave anderthalb Jahre lang liiert gewesen sei und während dieser Zeit auch seine Jungfräulichkeit verloren habe. Lafave, die später als Lehrerin arbeitete, wurde wegen sexuellem Missbrauchs Schutzbefohlener angeklagt, da sie eine intime Beziehung zu einem 14-jährigen Schüler gepflegt hatte.

2008 erklärte Carter, dass er jahrelang drogen- und alkoholsüchtig gewesen sei, aber seine Sucht nun überwunden habe. Nachdem ihm sein Arzt eine Erkrankung des Herzmuskels bescheinigte, habe Carter sein Leben radikal geändert. Er ginge ins Fitnessstudio, ernähre sich gesund und habe dem Alkohol abgeschworen.[1] Am 12. April 2014 heiratete er in Santa Barbara seine Freundin Lauren Kitt.[2] Im November 2015 belegte er in der US-Tanzshow Dancing with the Stars den 2. Platz. Im gleichen Monat veröffentlichte Carter sein drittes Soloalbum mit dem Titel All American. Im Januar 2016 wurde Carter in Florida wegen einer Prügelei verhaftet. Dies ist nach 2002 (wegen Verweigerung von polizeilichen Anweisungen) und 2005 (wegen Trunkenheit am Steuer) seine dritte Verhaftung.

Am 19. April 2016 wurde er Vater eines Sohnes.[3] Am 2. Oktober 2019 brachte seine Frau ihr zweites Kind, eine Tochter, zur Welt.[4] Am 21. April 2021 wurde er erneut Vater einer Tochter.[5]

Carter erreichte als Crocodile in der vierten Staffel der US-amerikanischen Version von The Masked Singer im Finale am 16. Dezember 2020 den dritten Platz.[6]

Geschwister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nick Carters Bruder Aaron ist ebenfalls im Musikgeschäft tätig. Auch seine Schwester Leslie war Musikerin, sie starb am 31. Januar 2012 im Alter von 25 Jahren.[7] Carter, der gerade mit seinem Solo-Album auf Tour war, setzte die Tournee fort und widmete seiner Schwester den Rest dieser Tour.[8]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[9][10]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH UK UK US US
2002 Before the Backstreet Boys 1989–1993
Erstveröffentlichung: 1. Oktober 2002
Now or Never DE25
(2 Wo.)DE
AT66
(2 Wo.)AT
CH85
(2 Wo.)CH
US17
Gold
Gold

(9 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 20. Oktober 2002
2011 I’m Taking Off DE46
(1 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 24. Mai 2011
2014 Nick & Knight US24
(1 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 2. September 2014
mit Jordan Knight
2015 All American
Erstveröffentlichung: 25. November 2015

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[9]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH UK UK US US
2002 Help Me
Now or Never
DE18
(7 Wo.)DE
AT26
(8 Wo.)AT
CH33
(10 Wo.)CH
UK17
(3 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 24. Juni 2002
Do I Have to Cry for You
Now or Never
Erstveröffentlichung: August 2002
2003 I Got You
Now or Never
DE57
(6 Wo.)DE
AT74
(2 Wo.)AT
CH91
(1 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 14. Februar 2003
2009 Beautiful Lie
Best Kept Secret (Deluxe Edition)
DE19
(11 Wo.)DE
AT49
(3 Wo.)AT
Erstveröffentlichung: 29. Oktober 2009
mit Jennifer Paige
2010 Just One Kiss
I’m Taking Off
DE75
(1 Wo.)DE
AT55
(1 Wo.)AT
Erstveröffentlichung: 28. November 2010
2011 I’m Taking Off
I’m Taking Off
Erstveröffentlichung: 31. Mai 2011
Love Can’t Wait
I’m Taking Off
Erstveröffentlichung: 21. Juni 2011
2012 Burning Up
I’m Taking Off
Erstveröffentlichung: 24. Januar 2012
feat. Britton "Briddy" Shaw
2014 One More Time
Nick & Knight
Erstveröffentlichung: 2. September 2014
mit Jordan Knight
2015 I Will Wait
All American
Erstveröffentlichung: 12. September 2015
2016 19 in 99
All American
Erstveröffentlichung: 5. Februar 2016
2020 80s Movie
Erstveröffentlichung: 18. Dezember 2020

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1990: Edward mit den Scherenhänden (Edward Scissorhands) (Nachbarschaft; nicht genannt)
  • 1990: Judgement (nicht genannt)
  • 1998/1999: Saturday Night Live
  • 2002: American Dreams
  • 2003: American Juniors
  • 2003: Meine wilden Töchter
  • 2004: The Hollow
  • 2005: Brew (wurde nie fertiggestellt)
  • 2006: House of Carters (Reality-TV-Serie, 8 Folgen, wurde bisher nur in USA ausgestrahlt)
  • 2008: Fast Glass (ein Pilotenactionfilm, bisher noch nicht ausgestrahlt)
  • 2010: The Pendant
  • 2010: Kill Speed – Lebe schnell ... stirb jung!
  • 2012: 90210 (1 Folge)
  • 2013: Das ist das Ende (Cameo mit den Backstreet boys)
  • 2015: Backstreet Boys: Show 'Em What You’re Made Of (Dokumentarfilm über die Backstreet Boys)
  • 2016: Dead 7

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Nick Carter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nick Carter: Drogen hätten ihn fast umgebracht. In: DiePresse.com. 6. Februar 2009, abgerufen am 19. Januar 2018.
  2. http://m.gala.de/stars/news/nick-carter-ein-backstreet-boy-sagt-ja_1080885.html
  3. http://www.gala.de/stars/news/nick-carter-zum-ersten-mal-vater_1430841.html
  4. Nick Carter: Endlich gute Neuigkeit – Baby da! In: bild.de. 3. Oktober 2019, abgerufen am 4. Oktober 2019.
  5. Nick Carter and Lauren Kitt Debut 3rd Child, a Baby Girl: Family Photo. In: usmagazin.com. 21. April 2021, abgerufen am 27. April 2021.
  6. Zach Seemayer: 'The Masked Singer': The Mushroom Gets Unmasked! - Live Updates. In: Entertainment Tonight. 16. Dezember 2020, abgerufen am 17. Dezember 2020 (englisch).
  7. Überraschender Todesfall: Nick Carters Schwester ist gestorben vom 1. Februar 2012
  8. Nach dem Tod der Schwester: Nick Carter setzt seine Tour fort (Memento vom 3. September 2013 im Internet Archive) vom 2. Februar 2012
  9. a b Chartquellen: DE AT CH UK US
  10. Auszeichnungen für Musikverkäufe: US