Nierswalde

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Koordinaten: 51° 43′ 29″ N, 6° 8′ 20″ O

Nierswalde
Stadt Goch
Höhe: 35 m ü. NN
Fläche: 7,82 km²
Einwohner: 1017 (30. Jun. 2015)
Bevölkerungsdichte: 130 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1969
Postleitzahl: 47574
Vorwahl: 02823
Dorfplatz von Nierswalde

Nierswalde ist ein Ortsteil der Stadt Goch im Kreis Kleve, Nordrhein-Westfalen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nierswalde wurde nach dem Zweiten Weltkrieg gemeinsam mit Reichswalde (heute Stadt Kleve) als Rodungssiedlung im Reichswald angelegt, um unter anderem Heimatvertriebenen aus den ehemaligen Ostgebieten einen Siedlungsplatz zuweisen zu können. Den Namen „Nierswalde“ erhielt die 1948 angelegte Siedlung 1952.[1] Da in Nierswalde hauptsächlich Protestanten angesiedelt worden waren, wurde hier 1956 eine evangelische Kirche errichtet, während Reichswalde vorwiegend katholisch geprägt ist. Von 1969 bis 1972 wurde eine neuapostolische Kirche errichtet.

Im nahegelegenen Reichswald und im Umfeld des heutigen Ortes Nierswalde, fand im Februar 1945 des Zweiten Weltkrieges die sogenannte Schlacht im Reichswald statt. Nach dieser Schlacht konnten die Alliierten anschließend bei Wesel einen Brückenkopf über den Rhein schlagen und somit das Ruhrgebiet einnehmen.

Am 1. Juli 1969 wurde Nierswalde nach Goch eingemeindet.[2]

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heimatbrunnen am Dorfplatz

Das Dorf verfügt gemessen an der Einwohneranzahl über ein vergleichsweise großes Vereinsleben:

  • Freiwillige Feuerwehr Nierswalde
  • Frauenfrühstück der e. K. Nierswalde
  • Heimatverein e.V. Nierswalde
  • Landfrauenverein Nierswalde
  • Nierswalder Chor
  • Nierswalder Frauenhilfe
  • Nierswalder Senioren
  • Ortsbauernschaft Nierswalde
  • Schachverein Nierswalde
  • Schützenverein Nierswalde
  • Singkreis Nierswalde
  • Tanzgruppe Nierswalde
  • Unione Sportiva Italia Goch
  • VFL 1952 Nierswalde
  • Volkssternwarte Goch/Kleve e.V[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dorfplatz mit Dorfteich, Heimatbrunnen, Sonnenuhr und Kirche sowie einer Boule-Bahn.
  • Naherholungsgebiet Klever Reichswald, mit rund 5000 Hektar Waldfläche der größte zusammenhängende öffentliche Staatsforst in Nordrhein-Westfalen.
Blick über den Dorfteich in Nierswalde

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geschichte von Nierswalde auf goch.de, abgerufen am 26. Juli 2011.
  2. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 79.
  3. Übersicht über die Vereine in Nieswalde auf nierswalde.de, abgerufen am 26. Juli 2011.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nierswalde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien