Nobilia

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Nobilia-Werke J. Stickling GmbH & Co. KG
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Rechtsform GmbH & Co KG
Gründung 1945
Sitz Verl, Deutschland

Leitung

  • Lars M. Bopf (Sprecher)
  • Oliver Streit
Mitarbeiter 2.800[1]
Umsatz 1.018,4 Mio. Euro[1]
Branche Möbel
Website www.nobilia.de
Stand: 2015 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2015

Die Nobilia-Werke J. Stickling GmbH & Co. KG ist ein deutscher Hersteller von Einbauküchen. Seinen Sitz hat das Unternehmen im ostwestfälischen Verl (Kreis Gütersloh) in Nordrhein-Westfalen.

Das Unternehmen beschäftigt nach Angaben der Tageszeitung "Die Glocke" 2795 Mitarbeiter und produziert an den zwei Produktionsstätten Verl-Sürenheide und -Kaunitz auf insgesamt 220.000 m² 28.700 Küchenschränke täglich. Im Jahr 2015 produzierte Nobilia außerdem 1,5 Millionen Küchenarbeitsplatten.[2]

Nobilia betreibt einen eigenen Fuhrpark mit 160 LKW und 530 Sattelaufliegern. Das Frachtvolumen beträgt jährlich etwa 2,27 Mio m³. 38 % der Produktion werden in rund 70 Länder weltweit exportiert. Insgesamt erzielte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von 946,2 Mio. Euro.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1945 wurde die Firma Johann und Willy Stickling OHG in Verl gegründet. Die beiden Brüder Willy und Johann produzierten zusammen mit zunächst sieben Mitarbeitern Kleinmöbel und Nähschränke. 1947 wurde die Produktion nach Avenwedde verlegt und die ersten Küchen-Büffets hergestellt. Im Jahre 1951 wurde in Avenwedde mit der Errichtung eines zweiten Werkes begonnen.

1956 wurde das Unternehmen geteilt. Im neuen Werk in Avenwedde produzierte Willy Stickling unter der Marke Wista weiter. Johann Stickling hingegen führte das Ursprungsunternehmen weiter und spezialisierte es auf die Produktion von Küchen. 1965 übergab Johann die Verantwortung an seine Söhne Heinz und Werner Stickling. Im Jahre 1967 wurde dieses Unternehmen in die Nobilia-Werke J. Stickling GmbH & Co. KG umfirmiert, und es begann die Produktion von Einbauküchen. 1970 wurde der erste Bauabschnitt des neuen Werkes in Verl-Sürenheide fertiggestellt. Die Produktionsfläche betrug zunächst 7.000 m², wurde aber bereits 1972 auf 17.000 m² und 1974 weiter auf 24.000 m² erweitert. 1976 entstand in Verl-Kaunitz ein weiteres Werk mit 8.000 m² Produktionsfläche zur Herstellung von Wohnmöbeln. Im Jahre 1977 arbeiteten in allen Werken zusammen 600 Mitarbeiter.

1982 entstand in Sürenheide ein neues Verwaltungsgebäude, und 1983 wurde das dort ansässige Messezentrum fertiggestellt. Im Jahre 1985 wurde die Produktion aus dem Werk Avenwedde nach Sürenheide verlagert und das Werk in Avenwedde verpachtet. 1989 wurde die Produktionsfläche in Sürenheide auf 75.000 m² erweitert und die Produktion der Wohnmöbel in Kaunitz verkauft.

Ein neues Bürogebäude mit Verwaltung und Schulungszentrum sowie eine zweistöckige Produktionshalle mit weiteren 6.000 m² Fläche entstand 1993. Im Jahre 1994 erhielt das Unternehmen die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001. Außerdem stieg die Produktion auf 1.000 Küchen pro Tag. 1995 entstand eine weitere Produktionshalle, und die Produktionsfläche stieg auf 105.000 m². 1999 übernahm Günter Scheipermeier den Vorsitz der Geschäftsführung.

Im Jahre 2006 stieg die Produktionsfläche, durch die Inbetriebnahme des Werkes in Verl-Kaunitz, um weitere 50.000 m² an. Mittlerweile ist die Produktionsfläche des zweiten Werkes auf 115.000 m² angestiegen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Nobilia: Daten Fakten
  2. Christoph Ackfeld: Täglich werden 28 700 Schränke hergestellt. In: E. Holterdorf GmbH & Co KG (Hrsg.): Die Glocke. Gütersloh 6. Februar 2016, S. 25.

Koordinaten: 51° 53′ 22″ N, 8° 27′ 16″ O