Noworschew

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Stadt
Noworschew
Новоржев
Wappen
Wappen
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Pskow
Rajon Noworschew
Gegründet 1777
Stadt seit 1777
Fläche km²
Bevölkerung 3695 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 462 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 75 m
Zeitzone UTC+3
Telefonvorwahl (+7)81143
Postleitzahl 182440
Kfz-Kennzeichen 60
OKATO 58 223 501
Geographische Lage
Koordinaten 57° 2′ N, 29° 20′ OKoordinaten: 57° 2′ 0″ N, 29° 20′ 0″ O
Noworschew (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Noworschew (Oblast Pskow)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Pskow
Liste der Städte in Russland

Noworschew (russisch Новоржев) ist eine Kleinstadt in der Oblast Pskow (Russland) mit 3695 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt am Nordrand der Höhen von Beschanizy etwa 140 Kilometer südöstlich der Oblasthauptstadt Pskow an den Seen Roszo und Arscho im Einzugsbereich des Peipussees.

Noworschew ist Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons.

Die nächstgelegene Bahnstation ist das 40 Kilometer entfernte Suschtschowo an der Strecke Sankt PetersburgDnoNowosokolnikiWizebsk. Knapp 50 Kilometer westlich von Noworschew führt die Fernstraße M20 von Sankt Petersburg nach Newel und weiter über Weißrussland in die Ukraine (Kiew, Odessa) vorbei.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kriegsdenkmal in Noworschew

1396 wurde von der Republik Nowgorod eine Festung Rschewa an der Grenze zum Großfürstentum Litauen errichtet. Diese wurde während der kriegerischen Auseinandersetzungen wiederholt zerstört und verlassen, weshalb sie bald Rschewa Pustaja genannt wurde (russisch pusto für leer, verlassen). Nach einer erneuten Zerstörung 1536 wurde die Verwaltung des umliegenden Gebietes in die Festung Sawolotschje verlegt.

Bei der Gründung der Statthalterschaft Pskow 1777 wurde entschieden, als Verwaltungszentrum des Kreises (Ujesds) eine neue Stadt am Fluss Sorot zu errichten und diese Noworschew (d. h. Neu-Rschew) zu nennen. Letztendlich wurde die neue Stadt nicht an der Sorot, sondern am See Arscho, an Stelle des gleichnamigen Dorfes errichtet, jedoch unter der vorgesehenen Bezeichnung Noworschew.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Noworschew am 17. Juli 1941 von der deutschen Wehrmacht besetzt und am 29. Februar 1944 von Truppen der 2. Baltischen Front der Roten Armee im Rahmen der Staraja-Russa-Noworschewer Operation zurückerobert.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1897 2838
1926 3051
1939 3617
1959 2813
1970 3992
1979 5032
1989 5050
2002 4125
2010 3695

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt besitzt ein Historisches und Heimatmuseum.

Im Dorf Possadnikowo steht die Kirche der Gottesmutter von Kasan (kurz Kasaner Kirche; russisch Казанская церковь/Kasanskaja zerkow) von 1739, im Dorf Wechno die Mariä-Schutz-und-Fürbitte-Kirche (Покровская церковь/Pokrowskaja zerkow) aus dem 18. bis 19. Jahrhundert.

Beim Dorf Aprossjewo befindet sich eine Gruppe von 60 Hügelgräbern aus der zweiten Hälfte des 1. Jahrtausends v. Chr., beim Dorf Wybor wurden Siedlungsreste aus der ersten Hälfte des 2. Jahrtausends v. Chr. entdeckt.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Noworschew gibt es Betriebe der Textil-, der holzverarbeitenden und der Lebensmittelindustrie.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Noworschew – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. Заходский Александр Иванович, warheroes.ru (russisch)
  3. Скарлато Орест Александрович, bigenc.ru (russisch)