Ofo (Fahrradverleihsystem)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
ofo

Logo
Rechtsform privat
Gründung 2014
Sitz Peking, China
Leitung

Dai Wei

Branche Fahrradvermietung
Website www.ofo.com

Ofo-Bike in Berlin, Weißenseer Weg, Juli 2018

Ofo ist ein Fahrradverleihsystem mit Sitz in Peking. In China ist Ofo in über 150 Städten aktiv, der Anbieter ist inzwischen auch in 13 Ländern und über 180 Städten nahezu weltweit am Markt vertreten (Stand Mitte 2018).

Hintergrund, Entwicklung, Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Vorläufer von Ofo entstand 2014 als Projekt von fünf Mitgliedern des Fahrradklubs der Universität Peking mit einem touristischen Fokus. Mitte 2015 startete mit 2000 Fahrrädern das erste Leihradsystem unter dem Namen Ofo in Peking. Die Namensgebung ist eine vereinfachte Ansicht eines fahrers auf einem Zweirad o o.[1]

Im Oktober 2015 hatten sich bereits 20.000 Nutzer registriert.[2]

Der Anbieter bezeichnet sich – mit mehr als 10 Millionen Leihfahrrädern – als weltweit größtes stationsloses Fahrradverleihsystem (Stand Mitte 2018). Die charakteristischen kanarien-gelben Räder sind mit Trommelbremse, einem Fahrradkorb, dynamobetriebener Fahrradbeleuchtung sowie einer 3-Gang-Nabenschaltung von Shimano ausgestattet. Über ein spezielles Fahrradschloss am Hinterrad erfolgt die Ausleihe. Die Räder des Anbieters werden über eine Smartphone-App entliehen.

Mitte 2017 wurde die OFO DE GmbH gegründet, die das Geschäft in Deutschland vorantreiben sollte. Im Sommer 2018 waren 3000 gelbe Räder in Berlin zu sehen; das Experiment wurde Ende Juli 2018 eingestellt.[3]

Im August 2017 startete das Angebot mit 1000 Leihrädern in Seattle und damit in der ersten Stadt der USA.[4] Ende September 2017 teilte das Unternehmen mit, nach Tschechien, in die Niederlande, nach Russland und Italien expandieren zu wollen.[5]

Im Juli 2018 gab Ofo den Rückzug aus Wien bekannt; als Grund wurden die hohen regulatorischen Auflagen genannt. Zuvor erfolgten schon ein Rückzug aus Australien und Israel[6] sowie die Reduktion der Aktivitäten in Indien.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. “Ofo, so named because of the word’s resemblance to a bicycle”; abgerufen am 19. Juli 2018.
  2. Peking University: “ofo bicycle”: riding bicycles anytime and anywhere, abgerufen am 31. Oktober 2017.
  3. Testphase in Berlin endet: Leihradanbieter Ofo zieht sich aus Deutschland zurück. In: berliner-zeitung.de. 14. Juli 2018, abgerufen am 21. Juli 2018.
  4. China Money Network: “Chinese Bike Sharing Firm Ofo Launches In U.S. With Seattle Debut”, abgerufen am 31. Oktober 2017.
  5. Ofo announces China Daily: “European expansion”, abgerufen am 31. Oktober 2017.
  6. 宋婧祎: Chinese Ofo bike-sharing company ends service in Israel. In: chinadaily.com.cn. 8. Juli 2018, abgerufen am 21. Juli 2018.
  7. derStandard.at: Nach Obike zieht sich auch Fahrrad-Start-up Ofo aus Wien zurück. Artikel vom 10. Juli 2018, abgerufen am 10. Juli 2018.