Olpenitz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Weidefelder Strand – im Hintergrund die Mole des ehemaligen Marinestützpunkts
Marinestützpunkt Olpenitz (2009)

Olpenitz (dänisch: Olpenæs) ist seit der Gebietsreform 1970 ein Stadtteil der Stadt Kappeln, bis dahin war es eine eigenständige Gemeinde im Kreis Eckernförde, bestehend aus Dorf und gleichnamigem Gutshof.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olpenitz wurde erstmals 1285 in der Lunder Erzbischofsurkunde (Dipl. dan. 2, 3, 139) als Vlpænes erwähnt. Der Ortsname geht auf altdänisch *ulp für Regenpfeifer und dän. næs (altnordisch nes, niederdeutsch nis) für einen Landvorsprung zurück. Im Hochdeutschen wurde die Endung -næs später zu -nitz umgedeutet.[1] Im Mittelalter war Olpenitz als Krongut im Besitz des dänischen Königs.[2] Der Ort war bis zum Deutsch-Dänischen Krieg 1864 Teil des Kirchspiels Karby in der Riesebyharde (später Schwansener Güterdisdrikt) innerhalb des Herzogtums Schleswig.

Marinestützpunkt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war Olpenitz vor allem als Stützpunkt der Deutschen Marine bekannt, der von 1964 bis 2006 bestand. Zeitweise waren 1850 Soldaten und 450 Zivilbeschäftigte auf dem 160 Hektar großen Marinestützpunkt und den hier stationierten Schiffen beschäftigt.

Projekt „Port Olpenitz“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anstelle des ausgedienten Marinehafens plante ein privater Investor den Bau eines Ferienparks für 500 Mio. Euro mit mehreren Hotels, mehr als 1000 Häusern und einem Yachthäfen mit mehr als 1000 Liegeplätzen, der den Namen Port Olpenitz erhalten und bis 2012 fertiggestellt sein sollte.[3] Obwohl das Objekt noch im Anfangsstadium steckte, musste der Initiator Mitte Oktober 2011 Insolvenz anmelden.[4] Teile des ersten Bauabschnitts wurden daraufhin von einem Insolvenzverwalter an einzelne Investoren verkauft.[5] 2013 wurde die insolvente Port Olpenitz GmbH von der Helma Ferienimmobilien GmbH übernommen, die das Projekt bis 2021 unter dem Namen Ostseeresort Olpenitz fertigstellen will.[6]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein, 2. Auflage, Neumünster 1992, S. 502
  2. Kappel Kommune: Ortsteile
  3. Pressemitteilung des Insolvenzverwalters vom 4. Januar 2012 (Memento des Originals vom 28. Oktober 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.port-olpenitz.de
  4. shz.de Schlei-Bote, 23. November 2012: „Port-Olpenitz-ist-nicht-tot“
  5. Die Yacht, Nr. 9-2013, S. 21-
  6. Neuer Investor für Port Olpenitz. In: shz.de. Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag, 8. Oktober 2013, abgerufen am 7. Dezember 2015.

Koordinaten: 54° 40′ N, 9° 59′ O