Orgelweihe

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Eine Orgelweihe ist in der Liturgie die Segnung einer Kirchenorgel und deren anschließende Ingebrauchnahme für den Gottesdienst. Obwohl es sich um eine Benedictio handelt, wird sie im Volksmund als Orgelweihe bezeichnet. Der liturgische Ablauf ist im Benediktionale festgelegt. Oft wird die Segnung vom Ortsbischof in einer Heiligen Messe vorgenommen.

Ablauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Benediktionale gliedert sich die Feier wie folgt:

Nach dem Introitus erklingt die Orgel nicht. Nach dem Kyrie und dem Schuldbekenntnis ziehen Geistliche und Messdiener zur Orgel. Währenddessen kann die Allerheiligenlitanei angestimmt werden. Anschließend breitet der Bischof die Arme aus und spricht das Segensgebet. Darauf erfolgt das Besprengen mit Weihwasser und die Inzens mit Weihrauch. Zum Abschluss stimmt der Bischof das Gloria an und die Orgel ertönt, oft im Plenum, zum ersten Mal. Erfolgt die Segnung in einer Heiligen Messe, so wird diese nach dem Gloria in der üblichen Weise fortgesetzt.

Segensgebet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Gott, du hast durch deinen Diener Mose angeordnet, Posaunen bei den Opfern erschallen zu lassen, die deinem Namen dargebracht werden. Du wolltest, daß durch die Söhne Israels mit Posaunen und Zimbeln zum Lobe deines Namens gespielt werde. Wir bitten dich: Segne + diese Orgel, die zu deinem heiligen Dienst geweiht ist, und gewähre, daß deine Gläubigen, die auf Erden in geistlichen Gesängen jubeln, verdienen, zur ewigen Freude des Himmels gelangen. Durch Jesus Christus deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen.“

Auszug aus dem Benediktionale