Otto Feger

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Otto Feger (* 10. November 1905 in Mülhausen im Elsass; † 26. April 1968 in Konstanz) war ein deutscher Archivar und Historiker.

Otto Feger wurde als Sohn eines Lokomotivführers geboren und studierte Jura an den Universitäten Freiburg i. Ue. und Berlin. In Berlin schloss er sich 1927 dem Kreis um Carl Sonnenschein an. Im Jahr 1928 wurde er an der Universität Freiburg im Üechtland zum Doktor der Rechte promoviert. Von 1929 bis 1933 war er als juristischer Hilfsarbeiter, Nebenstellenleiter bzw. Abteilungsleiter bei den Arbeitsämtern Stuttgart, Heppenheim, Singen und Bad Mergentheim tätig.

1932 ließ er sich als Kandidat der Zentrumspartei für die Wahlen zum Hessischen Landtag aufstellen. Im Jahre 1933 wurde er aus der Verwaltung entlassen war 1934 bis 1935 als selbständiger Wirtschafts- und Steuersachverständiger in Rheinfelden tätig und betrieb ab 1935 mit seiner Ehefrau zwei Kinos in Rheinfelden und Wehr.

Ab 1935 studierte er Geschichte an der Universität Freiburg i. Br. Im Jahr 1941 wurde er bei Clemens Bauer zum Dr. phil. promoviert. Von 1939 bis 1945 leistete er Kriegsdienst bei der Wehrmacht, ab 1942 arbeitete er in Rom als Dolmetscher für die Wehrmacht. Von 1945 bis zu seiner Pensionierung 1965 leitete er das Stadtarchiv Konstanz. Sein Nachfolger im Konstanzer Stadtarchiv wurde Helmut Maurer. Feger erhielt 1965 den Bodensee-Literaturpreis der Stadt Überlingen.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während wissenschaftlich seine dreibändige Geschichte des Bodenseeraums als sein bedeutendstes Werk gelten kann, erreichte seine Programmschrift Schwäbisch-alemannische Demokratie (1946), die für einen Alemannenstaat im deutschen Südwesten plädierte, ein breiteres Publikum.

  • Schwäbisch-Alemannische Demokratie. Aufruf und Programm. Weller, Konstanz 1946 (2. Aufl. 1947).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Otto Feger. In: Jürgen Petersohn (Hrsg.): Der Konstanzer Arbeitskreis für mittelalterliche Geschichte. Die Mitglieder und ihr Werk. Eine bio-bibliographische Dokumentation (= Veröffentlichungen des Konstanzer Arbeitskreises für Mittelalterliche Geschichte aus Anlass seines fünfzigjährigen Bestehens 1951–2001. Band 2). Thorbecke, Stuttgart 2001, ISBN 3-7995-6906-5, S. 125–128 (online)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]