Ottoberg (Waltersdorf)

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Sängerhöhe
Ottoberg mit Lausche.jpg
Höhe 520 m ü. NN
Lage Freistaat Sachsen, Deutschland
Gebirge Zittauer Gebirge
Koordinaten 50° 51′ 47″ N, 14° 38′ 23″ OKoordinaten: 50° 51′ 47″ N, 14° 38′ 23″ O
Ottoberg (Waltersdorf) (Sachsen)
Ottoberg (Waltersdorf)
Gestein Lapillituff
f6

Der Ottoberg (520 m) ist ein östlicher Vorberg des Weberberges (711 m n.m.) im Zittauer Gebirge. Sein unbewaldeter Felsgipfel liegt auf der Gemarkung Waltersdorf in der Gemeinde Großschönau.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ottoberg befindet sich südwestlich von Waltersdorf zwischen den Tälern des Pfarrbaches und Kohlflössels, die beide in dem westlich gelegenen Quellgebiet des Weberborn ihren Ursprung nehmen. Nordöstlich vorlagert ist die Sängerhöhe (497 m). Nach Osten fällt der Berg zum Tal des Waltersdorfer Dorfbaches ab. Östlich erhebt sich der Butterberg (510 m), im Südosten der Sonneberg (627 m), südlich die Lausche (793 m) und im Südwesten der Dreiecker (673 m).

Umgeben wird der Berg im Norden von Pilzdörfel und Herrenwalde, im Nordosten von Altwaltersdorf, im Südosten von Neuwaltersdorf und Neue Sorge.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ottoberg ist der südliche und höchste Gipfel eines sich in nordöstlicher Richtung bis zum Kirschhübel (442 m) erstreckenden weitgehend von Wiesenland bestandenen Rückens.

Der Gipfel erhebt sich ca. 40 m über dem Tal des Kohlflössels. Er besteht aus Lapillituffen aus bis zu kopfgroßen, groben Basaltbomben. Der Ottoberg wird von einem kurzen Basaltgang und einem Phonolithstock durchsetzt.

Der Tuff des Ottoberges ist für die Bestimmung des Alters der Lausitzer Überschiebung bedeutsam. Die bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts verbreitete Auffassung, dass diese tektonische Linie vor dem Vulkanismus bestand, wurde widerlegt, weil sich die Tuffe gegen den Sandstein stark abzeichnen und somit älter als die Überschiebung sein müssen.

Der Gipfel biete eine weite Aussicht mit Blick auf das Waltersdorfer Tal und das Zittauer Gebirge. Von Waltersdorf erfolgt der Aufstieg auf unmarkiertem Weg aus der Arschkerbe über den Heide, von gegenüberliegender Seite führt ein Abzweig aus der Eisgasse auf den Ottoberg.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name des Berges leitet sich vom Waltersdorfer Gutsbesitzer Hans Otto her.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die südöstliche Oberlausitz mit Zittau und dem Zittauer Gebirge (= Werte der deutschen Heimat. Band 16). 1. Auflage. Akademie Verlag, Berlin 1970, S. 199.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]