Pamukkale

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Vorlage:Infobox Ort in der Türkei/Wartung/LandkreisVorlage:Infobox Ort in der Türkei/Wartung/LandkreisOhneEinwohnerOderFläche

Pamukkale
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Pamukkale (Türkei)
Red pog.svg
Basisdaten
Provinz (il): Denizli
Koordinaten: 37° 55′ N, 29° 7′ OKoordinaten: 37° 54′ 58″ N, 29° 7′ 7″ O
Fläche: 823 km²
Einwohner: 331.000[1] (2015)
Bevölkerungsdichte: 402 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: (+90) 258
Postleitzahl: 20 xxx
Kfz-Kennzeichen: 20
Struktur und Verwaltung (Stand: 2014)
Bürgermeister: Hüseyin Gürlesin (AKP)
Webpräsenz:
Landkreis Pamukkale
Einwohner: 331.000[2] (2015)
Fläche: 823 km²
Bevölkerungsdichte: 402 Einwohner je km²
Kaymakam: Hayrettin Balcıoğlu
Webpräsenz (Kaymakam):

Pamukkale (türkisch für Baumwollburg/Watteburg) ist der Name eines Landkreises und der dazugehörigen Kreisstadt in der türkischen Provinz Denizli. Seit einer Gebietsreform 2012 ist die Stadt einwohner- und flächenmäßig identisch mit dem Landkreis. Pamukkale hatte laut der letzten Volkszählung 331.000 Einwohner (Stand 2015).

Pamukkale erhielt seinen Namen durch die Kalksinterterrassen, die über Jahrtausende durch kalkhaltige Thermalquellen entstanden sind und heute eine Touristenattraktion darstellen. Die Terrassen stehen auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO.

Das dortige Quellwasser ist mit Calciumhydrogencarbonat gesättigt. Beim Austreten entweicht durch den Druckabfall Kohlendioxid, wodurch die Löslichkeitsgrenze von Calciumcarbonat überschritten wird, das in Form von Travertin ausfällt. Pro Sekunde werden 250 l Thermalwasser (ca. 30 °C) ausgeschüttet, d. h. täglich 21.600 m³. In einem Liter sind 2,2 g Kalk gelöst, der zum Teil ausgeschieden wird; die tägliche Menge könnte damit maximal 48 Tonnen erreichen, tatsächlich ist es deutlich weniger.

Außerdem liegt in der Nähe der Sinterterrassen auch der antike Ort Hierapolis. Erhalten sind eine ausgedehnte Nekropole mit verschiedenen Gräbertypen, der Apollotempel, eine nach Pluton „Plutonium“ genannte Höhle, die als Eingang zur Unterwelt galt, ein großes Theater (für 15.000 Zuschauer), die Philippus-Kirche sowie Bäder, Gymnasium und große Teile der Stadtmauer.

Ähnliche Sinterterrassen befinden sich an den Mammoth Hot Springs im Yellowstone-Nationalpark und deutlich kleiner in Egerszalók bei Eger in Ungarn. Die in Neuseeland gelegenen Pink and White Terraces waren bereits im 19. Jahrhundert ein auch in Europa bekanntes Touristenziel und wurden 1886 durch einen Vulkanausbruch vollständig zerstört. Im Berliner Görlitzer Park befand sich zwischen 1998 und 2009 ein den Pamukkale-Terrassen nachempfundener Brunnen, der jedoch aufgrund baulicher Mängel abgerissen werden musste. [3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pamukkale – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Yerelnet, abgerufen 12. Januar 2017
  2. Yerelnet, abgerufen 12. Januar 2017
  3. B.Z.: Pamukkale-Brunnen wird abgerissen