Patriota (Brasilien)

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Patriota (PATRI)
Patriota51.png
Partei­vorsitzender Adilson Barroso
Gründung 9. August 2011
Haupt­sitz Barrinha, São Paulo
Aus­richtung Nationalismus
Sozialkonservatismus
Klerikalfaschismus
Militarismus
Antikommunismus[2][3]
Farbe(n) Grün, Blau, Gelb und Weiß
Parlamentssitze 9
Mitglieder­zahl 72.627[1]
Website Patriota Website

Patriota, abgekürzt PATRI, ist eine rechtsextreme und christlich-fundamentalistische Partei in Brasilien.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Patriota entstand 2011 unter dem Namen Partido Ecológico Nacional (PEN) als Abspaltung der Sozial-Christlichen Partei (PSC). PEN steht in Brasilien auch als Abkürzung für die dort einflussreichen Pentecostais; um breitere Bevölkerungsschichten in dem mehrheitlich katholischen Land anzusprechen, benannte man sich in Patriota um.

Bei den Präsidentschaftswahlen 2018 erreichte der Kandidat Cabo Diacolo rund 1,3 % der Stimmen und landete auf dem 6. Platz.[4] Seit 2019 ist sie mit ihrem Mitglied Armeegeneral Augusto Heleno Ribeiro Pereira im Kabinett für Institutionale Sicherheit (Gabinete de Segurança Institucional da Presidência da República) im Kabinett des Jair Bolsonaro vertreten.

Ideologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Partei strebt an, Brasilien in einen christlichen Gottesstaat umzuformen.[2]

Im Unterschied zu den beiden anderen rechtsreligiösen Parteien PSL und PSC, die ihre ideologischen und personellen Wurzeln in der evangelikalen Pfingstbewegung haben und radikal wirtschaftsliberale Programme verfolgen, steht Patriota für eine Integration aller christlichen Gruppen einschließlich der Bevölkerungsmehrheit der Katholiken, ist wirtschaftspolitisch eher etatistisch ausgerichtet und befürwortet einen staatlichen Interventionismus, eine protektionistische Wirtschaftsordnung und begrenzte soziale Absicherung.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eleitores filiados.
  2. a b Quem é Cabo Daciolo, o candidato nacionalista que quer transformar o Brasil em uma teocracia
  3. Cabo Daciolo, a desonra e a glória do protestantismo brasileiro - Época.
  4. Constança Rezende: De 'fruto de um Deus vivo' a líder de greve: quem é Cabo Daciolo - Notícias - UOL Eleições 2018 (pt-BR). In: UOL Eleições 2018.  „"Defensor de militares e evangélicos, esse catarinense de Florianópolis, de 42 anos, sempre faz pronunciamentos marcados por citações religiosas e em tom que mistura messianismo e teorias conspiratórias."“