Paul Ambros

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
DeutschlandDeutschland Paul Ambros Eishockeyspieler
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 22. Juni 1933
Geburtsort Hopfen am See, Deutschland
Todesdatum 26. Juni 2015
Spielerbezogene Informationen
Position Verteidiger
Schusshand Rechts
Spielerkarriere
1953–1965 EV Füssen
1965–1973 Augsburger EV

Paul Ambros (* 22. Juni 1933[1] in Hopfen am See; † 26. Juni 2015[2]) war ein deutscher Eishockeyverteidiger mit dem Spitznamen „Tiger vom Hopfensee“ und elfmaliger Deutscher Meister. Er ist Mitglied der Hockey Hall of Fame Deutschlands.

Karriere[Bearbeiten]

Eishockeyspielen lernte er auf dem Hopfensee bei Füssen zusammen mit seinen beiden Brüdern und trat zusammen mit ihnen dem nach dem Zweiten Weltkrieg gegründeten SV Hopfen am See, der seit 2001/02 nicht mehr am Ligenspielbetrieb teilnimmt, bei.

1949 wechselte er zum EV Füssen und wurde dort 1951 und 1952 deutscher Jugendmeister. Ab 1953 kam er zum Einsatz in der 1. Mannschaft des EVF und spielte dort in der Eishockey-Oberliga und in der Eishockey-Bundesliga und wurde elf Mal Deutscher Meister. Im Sommer 1965 verließ er im Unfrieden den EV Füssen und wechselte zur Saison 1965/66 zum Augsburger EV, mit dem er am Ende der Spielzeit 1967/68 in die Eishockey-Bundesliga aufstieg.

Nachdem er schon 1972 seine Karriere beim Augsburger EV beendet hatte, kehrte er in der Saison 1972/73 doch noch einmal als Spieler zurück.

In der bundesdeutschen Nationalmannschaft spielte er von 1956 bis 1964, wobei er

war.

Schon während seiner Karriere als Eishockeyspieler arbeitete er als Zimmermann und stellte auch die Ambros-Eishockeyschläger her.

Laut einer Aussage von Paul Ambros musste er bei einem Turnier einigen Spielern der russischen Mannschaft nach einem Spiel seinen Pass zeigen, da diese aufgrund seiner „kanadischen“ (= körperbetonten) Spielweise beharrlich darauf bestanden, er sei ein Kanadier, der für Deutschland spiele. Paul Ambros war einer der ersten Spieler, die sehr körperbetont spielten. Noch im Alter, zum Beispiel bei Benefiz-Spielen Mitte der 1990er Jahre, weigerte er sich, einen Helm zu tragen. Ambros hatte auch keine Angst, sich bei einem Torschuss zwischen Puck und Tor zu werfen.

Am 22. Juli 2005 wurde der „Paul-Ambros-Platz“ in Füssen nach ihm benannt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Horst Eckert: Paul Ambros. Der Tiger vom Hopfensee. Eishockey ist sein Leben. Verlag Die Brigg, Augsburg, 1973, DNB 740345125

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sport-Bild vom 17. Juni 1998, S.67
  2. Wolfgang Langner: Paul Ambros: Der „Tiger vom Hopfensee“ ist tot. Augsburger Allgemeine, 26. Juni 2015.