Peshkopia

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Peshkopi)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Peshkopi
Peshkopia
Peshkopia (Albanien)
Paris plan pointer b jms.svg

Koordinaten: 41° 41′ N, 20° 26′ O

Basisdaten
Qark: Dibra
Gemeinde: Dibra
Höhe: 650 m ü. A.
Fläche Bashkia: 937,88 km²
Einwohner Ort: 13.251 (2011[1])
Einwohner Bashkia: 78.940 (2011[1])
Bevölkerungsdichte (Bashkia): 84 Einw./km²
Telefonvorwahl: (+355) 218
Postleitzahl: 8301
Politik und Verwaltung (Stand: 2015)
Bürgermeister: Shukri Xhelili (PS)
Kultur und Geschichte
Lokale Ortsbezeichnung: Peshkopëj / Peshkopëja
Blick auf Peshkopia (2017)

Blick auf Peshkopia (2017)

Peshkopia (albanisch auch Peshkopi) ist eine kleine Stadt im Osten Albaniens. Peshkopia hat 13.251 Einwohner (Volkszählung 2011).[1] Nach Angaben der lokalen Verwaltung liegt die Zahl aber deutlich höher bei fast 19.000 Einwohnern (2014).[2] Als größter Ort der Region ist Peshkopia auch Hauptstadt der Gemeinde Dibra sowie des Qarks Dibra. Die Stadt liegt in einem weiten Tal im Gebirge, der so genannten Dibra, am Peshkopi-Bach, einem Nebenfluss des Schwarzen Drin, auf 650 m ü. A. Bis zur mazedonischen Grenze sind es ca. 20 Kilometer.

Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Gemeinde Dibra

Früher war Peshkopia eine eigenständige Gemeinde (Bashkia), die im Sommer 2015 mit den anderen Gemeinden des ehemaligen Kreises Dibra zusammengelegt wurde. Die neue Gemeinde hat eine Fläche von 761 Quadratkilometern und 61.619 Einwohner.

Stadtbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als administratives Zentrum Ostalbaniens ist Peshkopia von einem kleinen Dorf schnell zur Stadt gewachsen. Tagsüber ist die Stadt voll mit Menschen, die in den städtischen Geschäften oder Ämtern ihre Besorgungen erledigen oder auf dem Markt Gemüse und Obst verkaufen. Es gibt einen kleinen Boulevard mit Bäumen zu beiden Seiten. Links und rechts von dieser den Fußgängern vorbehaltenen Straße finden sich Verwaltungsgebäude, das Kulturzentrum und das ehemalige Albturist-Hotel. Am Hang über der Straße, die zum Fluss hinunterführt, liegt der Treg genannte Stadtteil mit Markt und zahlreichen älteren Häuser. Der Taleinschnitt des Flüsschens teilt die Stadt in zwei Teile: Südlich des Flusses auf einer Anhöhe abgesetzt vom Zentrum liegt der Stadtteil Dobrova mit zahlreichen Plattenbauten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Museum, neben den ottomanischen Häusern, einer neuen großen Moschee, der lieblichen Landschaft und einigermaßen nahe gelegenen Nationalparks die einzige Attraktion für Touristen, ist seit längerer Zeit geschlossen.

Badende in Llixhat

Das Schwefel-Heilbad Llixhat, wenige Kilometer östlich vom Stadtzentrum, zieht hingegen auch Gäste aus entfernteren Gegenden an. Hotels bieten Kuren an, die meist mehrere Wochen dauern. Es sind aber auch einzelne Bäder durch Tagesgäste möglich und Bäder in frei zugänglichen Becken möglich.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits den Römern waren die warmen, schwefelhaltigen Quellen bekannt. Der Name Peshkopia wird vom griechischen Episcopi (Bischof-Sitz) abgeleitet, das auf eine frühe Christianisierung hindeutet. In der ottomanischen Zeit war Peshkopia ein kleiner Marktflecken, immer im Schatten der Stadt Dibra, die heutzutage jenseits der Grenze in Mazedonien liegt.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der lokale Fußballclub KS Korabi Peshkopi spielt aktuell in der Kategoria e parë.

Die Stadt verfügt über eine große Sporthalle, den Pallati i Sportit Bashkim Lala.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Peshkopia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Ines Nurja: Censusi i popullsisë dhe banesave / Population and Housing Census – Dibër 2011. Rezultatet Kryesore/Main Results. Hrsg.: INSTAT. Pjesa/Part 1. Adel Print, Tirana 2013 (Dokument zum Herunterladen als PDF [abgerufen am 25. Mai 2015]).
  2. Popullsia e Qarkut Diber Janar 2014. In: Këshilli i Qarkut Dibër. Abgerufen am 3. Dezember 2015 (XLS, albanisch).