Pessimismus

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Der Pessimismus (lat.: pessimum – schlechtester, Superlativ von malus = schlecht) ist eine Lebensauffassung mit einer Grundhaltung ohne positive Erwartungen und Hoffnungen. Sie bezeichnet auch eine durch negative Erwartung bestimmte Haltung angesichts einer Sache hinsichtlich der Zukunft sowie eine philosophische Auffassung, nach der die bestehende Welt schlecht und eine Entwicklung zum Besseren nicht zu erwarten sei. Die dem Pessimismus entgegengesetzte Auffassung ist der Optimismus.

Philosophie[Bearbeiten]

Mit seinem Hauptwerk Die Welt als Wille und Vorstellung von 1819 begründete Arthur Schopenhauer einen radikalen metaphysischen Pessimismus. In seinem Grundsatz „Alles Leben ist Leiden“ sah er sich durch östliche Weisheitslehren, besonders im Buddhismus, bestätigt.

Ferdinand Tönnies' 1887er Voraussicht in Gemeinschaft und Gesellschaft, dass die abendländische Neuzeit sich mental zur „Gesellschaft“ transformiere, von der kein Weg mehr zu „Gemeinschaft“ oder Individualismus zurückführe, also als Kultur in absehbaren Jahrhunderten enden werde, trug ihm früh den Vorwurf des „Pessimismus“ ein (so von Harald Höffding) - dem der stets reformerisch gesinnte Tönnies oft (vergeblich) widersprach.

Im philosophischen Denken des 20. Jahrhunderts erhielt dann der Geschichts- und Kulturpessimismus ein großes Gewicht.

Kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs sorgte Oswald Spengler mit der Schrift „Der Untergang des Abendlandes“ für Aufsehen. Spengler sah in der Weltgeschichte vergleichbare Schicksale der großen Kulturen: Wie ein Lebewesen durchläuft jede dieser Kulturen eine Phase der Entwicklung, eine Phase der Reife und eine Phase des Niedergangs. Nach rund einem Jahrtausend versinkt jede Kultur wieder in der Bedeutungslosigkeit, aus der sie einst hervorkam. Die tausend Jahre der europäisch-westlichen Kultur sah Spengler in seinem Jahrhundert sich ihrem Ende nähern – vor allem wegen dieser Prognose wurde dieses Werk besonders zur Zeit der Weimarer Republik als pessimistisch empfunden (anders, als er selber sich sah) und kontrovers diskutiert.

Weitere Geschichtspessimisten waren Theodor Lessing, Walter Benjamin und die „kritischen Theoretiker“ der Frankfurter Schule. Bedeutende Dokumente dieses Pessimismus von linksintellektueller Seite sind die „Dialektik der Aufklärung“ von Max Horkheimer und Theodor W. Adorno sowie „Die Antiquiertheit des Menschen“ von Günther Anders.

Vertreter des Pessimismus[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

  • Pessimismus. In: Rudolf Eisler: Wörterbuch der philosophischen Begriffe. 1904.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Andrew Tomarken, Richard Davidson: Frontal Brain Activation in Repressors and Nonrepressors. Journal of Abnormal Psychology, Band 103, 1994.