Phelline

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Phelline
Systematik
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Euasteriden II
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Phellinaceae
Gattung: Phelline
Wissenschaftlicher Name der Familie
Phellinaceae
(Loes.) Takht.
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Phelline
Labill.

Phelline ist die einzige Gattung der Pflanzenfamilie der Phellinaceae in der Ordnung der Asternartigen (Asterales). Die Areale der zehn bis zwölf Arten beschränken sich auf Neukaledonien.

Beschreibung[Bearbeiten]

Phelline-Arten sind immergrüne Bäume oder Sträucher. Die wechselständig oder wirtelig an den Zweigen angeordneten, oft an den Zweigenden konzentrierten Laubblätter sind einfach und ganzrandig. Nebenblätter fehlen.

Sie sind zweihäusig getrenntgeschlechtig (monözisch). In rispigen oder traubigen Blütenständen (Infloreszenz) stehen Blüten zusammen. Die vier- bis sechszähligen Blüten sind radiärsymmetrisch. Die beiden Blütenhüllblattkreise sind deutlich verschieden. Die vier bis sechs kleinen Kelchblätter sind an der Basis verwachsen und schon im Knospenstadium offen. Die vier bis sechs kleinen Kronblätter sind nicht verwachsen. Es gibt nur einen Kreis mit vier bis sechs freien, fertilen Staubblättern. In den weiblichen Blüten sind Staminodien vorhanden. Zwei bis fünf Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen. Ein Griffel ist kaum erkennbar und so sitzt die auffällig große Narbe direkt über dem Fruchtknoten. Sie bilden Steinfrüchte mit zwei bis fünf Samen.

Systematik[Bearbeiten]

Die Gattung wurde früher zu den Aquifoliaceae gerechnet. Die Familien Phellinaceae, Argophyllaceae und Alseuosmiaceae bilden eine verwandtschaftliche Gruppe innerhalb der Ordnung Asterales[1].

Alle Arten kommen nur Neukaledonien vor.

Es gibt etwa zehn bis zwölf Phelline-Arten (Auswahl):

Auch bei den Pilzen gab es eine Familie Phellinaceae, heute Hymenochaetaceae in der Ordnung der Borstenscheiblingsartigen (Hymenochaetales) innerhalb der Ständerpilze (Basidiomycetes) die zu den Ständerpilzen (Basidiomycota) gehören, mit der Gattung Feuerschwämme (Phellinus)[2].

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jesper Kårehed, Johannes Lundberg, Birgitta Bremer, Kare Bremer: Evolution of the Australasian Families Alseuosmiaceae, Argophyllaceae, and Phellinaceae. In: Systematic Botany, Volume 24, Issue 4,, 1999. JSTOR 2419649
  2. Feuerschwämme (Phellinus-Arten) bei Holzfragen.de und Phellinaceae - Pilze.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Phellinaceae im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.