Phenylthiocarbamid

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Strukturformel
Strukturformel von Phenylthiocarbamid
Allgemeines
Name Phenylthiocarbamid
Andere Namen
  • PTC
  • Phenylthioharnstoff
  • N-Phenylthioharnstoff
  • N-Phenylthiocarbamid
Summenformel C7H8N2S
CAS-Nummer 103-85-5
PubChem 676454
Kurzbeschreibung

farblose Kristalle[1]

Eigenschaften
Molare Masse 152,22 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,3 g·cm−3 [2]

Schmelzpunkt

145–150 °C[3]

Löslichkeit
  • wenig in Wasser (2,47 g·l−1 bei 25 °C)[4]
  • löslich in Ethanol[1]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [4]
06 – Giftig oder sehr giftig

Gefahr

H- und P-Sätze H: 300​‐​317
P: 264​‐​280​‐​301+310 [4]
Toxikologische Daten

3 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[3]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Phenylthiocarbamid (PTC) ist ein Bitterstoff. Dieser kann von 70 % der Europäer bis zu 1000-mal besser wahrgenommen werden als von den restlichen 30 %. Dafür verantwortlich ist das individuelle Expressionsmuster von Varianten eines Genes für einen bestimmten Bittergeschmacksrezeptor. So wird vom Großteil der Menschen PTC bei einer Konzentration von 0,1 mM bis 10 mM (das entspricht 15ppm bis 1500ppm) als äußerst „widerlich“ empfunden. Der Rest kann bei dieser Konzentration PTC noch nicht schmecken. Die Erbanlage für das Schmecken von PTC wird dominant vererbt.[5]

Chemische Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Phenylthiocarbamid ist eine von Thioharnstoff abgeleitete Verbindung.

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Phenylthiocarbamid wird benutzt für die Synthese von Vulkanisationsbeschleunigern, Farbstoffen, Rattengiften und anderen organischen Verbindungen. Es wird weiterhin bei Untersuchungen zum menschlichen Genom eingesetzt.

Sicherheitshinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Phenylthiocarbamid ist hochgiftig (Nervengift).

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Eintrag zu Phenylthioharnstoff. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 29. September 2014.
  2. Datenblatt Phenylthiocarbamide (PDF) bei Sciencelab, abgerufen am 22. November 2013.
  3. a b c Datenblatt N-Phenylthiourea bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 19. April 2011 (PDF).
  4. a b c Eintrag zu 1-Phenyl-2-thioharnstoff in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 10. Februar 2017 (JavaScript erforderlich).
  5. William S. Klug, Michael R. Cummings, Charlotte A. Spencer: Genetik S. 79.