Nervengift

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Nervengifte oder Neurotoxine sind Stoffe, die bei Aufnahme in den Organismus ab einer bestimmten, geringen Dosis Nervenzellen bzw. Nervengewebe schädigen bzw. hemmen und so Fehlfunktionen im Körper verursachen. Sie stören vor allem Membranproteine und die Wechselwirkungen in Ionenkanälen. Nervengifte werden im Tierreich meistens als Verteidigungs- oder Beutegift gegen Wirbeltiere eingesetzt.

Die meisten Neurotoxine sind exogene Toxine, sie stammen aus der Umwelt und werden vom Organismus aufgenommen. Darunter existieren auch einige Gase (z. B. Monophosphan). Die häufigsten Nervengifte sind jedoch Feststoffe (Schwermetalle wie Arsen, Cadmium, Blei, Quecksilber ...) und Flüssigkeiten (z. B. Ethanol, Formalin). Die Wirkung hängt stark von der Dosierung ab.

Bekannte Nervengifte sind

Parallel zu diesen exogenen Neurotoxinen gibt es auch endogene Toxine, siehe Excitotoxizität.

Weitere Verwendungen und Vorkommen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Waltraud Stammel, Helmut Thomas: Endogene Alkaloide in Säugetieren. Ein Beitrag zur Pharmakologie von körpereigenen Neurotoxinen. In: Naturwissenschaftliche Rundschau. Jg. 60, Nr. 3, 2007, ISSN 0028-1050, S. 117–124.
Gesundheitshinweis Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte hierzu diese Hinweise zu Gesundheitsthemen beachten!