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Philipp Theisohn

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Philipp Theisohn, 2024

Philipp Theisohn (* 1. April 1974 in Bad Dürkheim) ist ein Schweizer Germanist.

Leben und Wirken

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Philipp Theisohn studierte Neuere Deutsche Literaturwissenschaft, Mediävistik und Philosophie an den Universitäten Tübingen und Zürich. Nach seinem Promotionsstudium in Tübingen und Jerusalem[1] wurde er 2004 mit der Dissertation Die Urbarkeit der Zeichen. Literatur und Zionismus – eine andere Poetik der Moderne promoviert. 2011 habilitierte er sich an der ETH Zürich mit der Schrift Die kommende Dichtung. Geschichte des literarischen Orakels 1450–2050. Von 2013 bis 2019 leitete Theisohn das SNF-Forschungsprojekt „Conditio extraterrestris“ am Deutschen Seminar der Universität Zürich.[2] Nach Vertretungsprofessuren an den Universitäten Frankfurt a. M. und Mainz und einem Ruf an die Leibniz-Universität Hannover[3] wählte ihn die Universität Zürich 2019 zum Ordinarius für Neuere deutsche Literaturwissenschaft ans Deutsche Seminar. Seit 2022 ist er überdies Direktor des Zentrums für literarische Gegenwart (ZLG).[4]

Seine Forschungsinteressen erstrecken sich auf die deutschen und europäischen Literaturen vom Mittelalter bis zur Gegenwart einschließlich der Science-Fiction[5] und Populärkultur.[6] Er ist Mitherausgeber der Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine Kunstwissenschaft, des Schweizer Buchjahrs,[7] sowie der Germanistik in der Schweiz, der jährlichen Publikation der Schweizerischen Akademischen Gesellschaft für Germanistik.[8] Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit publiziert Theisohn regelmäßig als Literatur- und Theaterkritiker in den Feuilletons der Neuen Zürcher Zeitung, der Zeit und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.[9] Seit 2015 präsidiert Theisohn die Theodor-Storm-Gesellschaft.

Er ist der Bruder der Musikpädagogin Elisabeth Theisohn.

Publikationen (Auswahl)

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  • Michael Strunge: Nachtmaschine. Gedichte. Aus dem Dänischen und mit einem Essay von Philipp Theisohn, Matthes & Seitz, Berlin 2026, ISBN 978-3-7518-1045-6.

Herausgeberschaften

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Commons: Philipp Theisohn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Martin Helg: Philipp Theisohn: Literaturprofessor ohne Berührungsängste. Abgerufen am 24. Dezember 2020.
  2. Conditio extraterrestris. Das bewohnte Weltall als literarischer Imaginations- und Kommunikationsraum 1600–2000.
  3. Martin Ebel: Ist er der neue Peter von Matt? In: Tages-Anzeiger. ISSN 1422-9994 (tagesanzeiger.ch [abgerufen am 24. Dezember 2020]).
  4. Zentrum für literarische Gegenwart (ZLG)
  5. Glauben die Ausserirdischen an Gott? In: digitalbrainstorming.ch. 9. November 2013, abgerufen am 7. Dezember 2020 (Podcast: Dominik Landwehr befragt Theisohn).
  6. Philipp Löpfe: Science-Fiction-Experte: «Wir Menschen wissen nicht, ob wir uns abschaffen – oder umschaffen». In: watson. 7. Oktober 2015, abgerufen am 20. November 2018.
  7. Schweizer Buchjahr.
  8. Germanistik in der Schweiz. In: Seite der Schweizerischen Akademischen Gesellschaft für Germanistik (SAGG). Abgerufen am 24. Dezember 2020.
  9. Martin Ebel: Ist er der neue Peter von Matt? In: Tages-Anzeiger. ISSN 1422-9994 (tagesanzeiger.ch [abgerufen am 24. Dezember 2020]).