Phubbing

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Phubbing ist ein englisches Kofferwort aus phone (Telefon) und snubbing (von snub ‚schroffe Ab-, Zurechtweisung‘), das 2013 für eine Marketingkampagne eines australischen Wörterbuchverlages entstanden ist. Die Werbeagentur McCann Erickson erfand für den Kunden ein fiktives Wort und eine virale Kampagne, um es als vermeintliche redaktionelle Berichterstattung in den Medien bekannt zu machen.[1]

Das Wort wurde definiert als die Angewohnheit, sich mit dem Handy oder Smartphone zu beschäftigen, während man die Menschen, mit denen man gerade gesellschaftlich verkehrt, vernachlässigt. Zugleich wird indirekt darauf hingewiesen, dass dieses Verhalten in der Gesellschaft nicht nur von anderen Menschen als extrem unhöflich empfunden wird, sondern es auch eine kommunikative Barriere oder Abschottung darstellt. Dazu wurde die ebenfalls fiktive Initiative Stopphubbing eines angeblichen australischen Studenten erfunden.[2]

Auf die Kampagne fielen Medien weltweit herein und berichteten über den sich angeblich verbreitenden Begriff, das Verhalten von Handynutzern und die vermeintliche Kampagne gegen die damit verbundene Unhöflichkeit.

In den folgenden Jahren wurde das Wort vereinzelt im Sinne der Erfinder verwendet, um die als störend empfundene Nutzung eines Smartphones zu beschreiben.[3] [4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. intmag.com: Phubbing – der erfundene Trend, 21. Oktober 2013
  2. Interview mit Alex Haigh. Technology Review online. Abgerufen am 25. August 2013.
  3. Tagesspiegel: Warum wir ständig auf das Smartphone starren, 16. Juni 2014
  4. t3n: Mit virtuellen Bäumen produktiver arbeiten: Das steckt hinter der App Forest, 9. September 2014