Pilot (Band)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Pilot war eine schottische Popband der 1970er Jahre, deren größte Erfolge die Singles Magic (1974) und January (1975) sind.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Die Gruppe wurde 1973 von dem Sänger und Bassisten David Paton, dem Flötisten, Pianisten und Sänger Billy Lyall und dem Schlagzeuger Stuart Tosh gegründet. Aus den Anfangsbuchstaben der Nachnamen der drei Musiker entstand durch Zusatz zweier Vokale der Bandname Pilot.

Paton und Lyall waren vorher Mitglieder der zum damaligen Zeitpunkt noch nicht erfolgreichen Bay City Rollers. Der Sessiongitarrist Ian Bairnson komplettierte Pilot noch vor Veröffentlichung des Debütalbums From the Album of the Same Name im Jahr 1974. Die Auskopplung Magic platzierte sich in Deutschland in den Top 40, verfehlte in England nur knapp die Top 10 und stieg in den Vereinigten Staaten bis auf Rang 5.

Mit January, der ersten Single vom Album Second Flight, belegte die Band im Februar 1975 drei Wochen lang die Spitzenposition der englischen Charts. In Deutschland und Österreich schaffte es das Lied in die Top 20. Im selben Jahr folgten mit Call Me Round, einem weiteren Titel vom Album Second Flight, und Just a Smile, das bereits 1974 erschienen war und nun erneut verlegt wurde, zwei kleinere Hits.

Produzent der meisten Tonträger war Alan Parsons, lediglich bei Morin Heights, dem dritten Album, übernahm 1976 Roy Thomas Baker diese Aufgabe. Auf dem 1977er Album Two’s a Crowd wurde Lyall, der bereits 1976 sein Soloalbum Solo Casting veröffentlichte hatte, durch Steve Swindells ersetzt. Anschließend ging Lyall zu Dollar. Im Dezember 1989 starb er an Aids.

Die Gruppe Pilot löste sich 1977 auf. Bairnson, Paton und Tosh bildeten danach den musikalischen Kern von The Alan Parsons Project. Stuart Tosh stieg jedoch recht bald wieder aus und wechselte zu 10cc. Bairnson und Paton arbeiten weiter als Studiomusiker, unter anderem mit Kate Bush, und veröffentlichten 2014 ein Album Namens A Pilot Project in Japan.

Bandmitglieder[Bearbeiten]

  • Ian Bairnson (* 3. August 1953 in Lerwick, Shetland Islands, Scotland) – Gitarre
  • Billy (William) Lyall (* 26. März 1953 in Edinburgh, Scotland, † 1. Dezember 1989) – Gesang, Synthesizer, Piano, Flöte
  • David Paton (* 29. Oktober in 1949 Edinburgh, Scotland) – Gesang, Gitarre, Bass
  • Stuart Tosh (* 26. September 1951) – Schlagzeug
  • Steve Swindells (Gesang, Synthesizer, Glockenspiel) - kam 1977 für Lyall

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[1][2] Anmerkungen
Flag of Germany.svg DE Flag of Austria.svg AT Flag of the United Kingdom.svg UK Flag of the United States.svg US
1970 From the Album of the Same Name /
Pilot (US)
82
(? Wo.)
Produzent: Alan Parsons,
Aufnahme: Abbey Road Studios, April bis Juli 1974
1975 Second Flight /
January (US)
48
(1 Wo.)
Produzent: Alan Parsons, Aufnahme: Air Studios, London
Mastering: Abbey Road Studios

weitere Alben

  • 1976: Morin Heights (Produzent: Roy Thomas Baker)
  • 1977: Two’s a Crowd (Produzent: Alan Parsons, Aufnahme: Abbey Road Studios, Januar bis Juni 1977)
  • 2014: A Pilot Project (nur Japan)

Kompilationen[Bearbeiten]

  • 1980: The Best of Pilot
  • 1997: Magic
  • 1997: Magic: A Golden Classics Edition
  • 2004: A’s, B’s & Rarities

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[1][2] Anmerkungen
Flag of Germany.svg DE Flag of Austria.svg AT Flag of the United Kingdom.svg UK Flag of the United States.svg US
1974 Magic
From the Album of the Same Name
39
(3 Wo.)
11
(11 Wo.)
5
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: 20. September 1974
US: Gold
1975 January
Second Flight
15
(12 Wo.)
16
(4 Wo.)
1
(10 Wo.)
87
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 17. Januar 1975
UK: Silber
1975 Call Me Round
Second Flight
34
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 4. April 1975
1975 Just a Smile
From the Album of the Same Name
31
(4 Wo.)
90
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. Juni 1974

weitere Singles

  • 1975: Lady Luck
  • 1976: Running Water
  • 1976: Canada
  • 1976: Penny in My Pocket
  • 1977: Get Up and Go
  • 1977: Monday Tuesday
  • 1977: Ten Foot Tall
  • 2014: Eye in the Sky (Promo, nur Japan)

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b Chartquellen: Singles Alben UK US
  2. a b Gold-/Platin-Datenbanken: UK US

Weblinks[Bearbeiten]