Ploidiegrad

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Der Ploidiegrad gibt die Anzahl der Chromosomensätze in einer Zelle an. Eine Zelle kann einen Chromosomensatz enthalten, dann wird sie als haploid (1n) bezeichntet. Viele Organismen, auch der Mensch, haben hauptsächlich Körperzellen mit zwei Chromosomensätzen, sie sind diploid (2n). Jedoch gibt es auch Lebewesen, die den Ploidiegrad 3n (triploid), 4n (tetraploid), 6n (hexaploid) oder noch höhere Grade haben (siehe Polyploidie).

Die meisten Wirbeltiere haben in den Körperzellen zwei vollständige Chromosomensätze, einen vom Vater und einen von der Mutter, und somit einen Ploidiegrad von 2n (diploid). Der Ploidiegrad einer Wirbeltier-Keimzelle ist in der Regel 1, also haploid (1n).

Beim Menschen besteht der einfache Chromosomensatz aus 23 verschiedenen Chromosomen, nämlich einem Geschlechtschromosom (Gonosom, beim Menschen das X-Chromosom oder das ) und 22 anderen Chromosomen, den Autosomen. In einer Körperzelle sind in der Regel zwei Chromosomensätze vorhanden. Jedoch können bestimmte Körperzellen mit hoher Transkriptionsrate höhere Ploidiegrade haben, zum Beispiel Leberzellen oder Megakaryozyten.

Zu jedem der 22 Chromosomen sowie zum Geschlechtschromosom einer Frau (ein Mann hat normalerweise jeweils ein Geschlechtschromosom X und Y) gibt es ein homologes Chromosom. Da der Chromosomensatz zweimal vorhanden ist, ist der Ploidiegrad 2, d. h. der Mensch ist diploid.