Podbiel

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Podbiel
Wappen Karte
Wappen von Podbiel
Podbiel (Slowakei)
Podbiel
Podbiel
Basisdaten
Staat: Slowakei
Kraj: Žilinský kraj
Okres: Tvrdošín
Region: Orava
Fläche: 19,290 km²
Einwohner: 1.284 (31. Dez. 2018)
Bevölkerungsdichte: 67 Einwohner je km²
Höhe: 555 m n.m.
Postleitzahl: 027 42
Telefonvorwahl: 0 43
Geographische Lage: 49° 18′ N, 19° 29′ OKoordinaten: 49° 18′ 26″ N, 19° 29′ 12″ O
Kfz-Kennzeichen: TS
Kód obce: 509981
Struktur
Gemeindeart: Gemeinde
Verwaltung (Stand: November 2018)
Bürgermeister: Slavomír Korčuška
Adresse: Obecný úrad Podbiel
č. 210
027 42 Podbiel
Webpräsenz: www.podbiel.sk
Statistikinformation auf statistics.sk

Podbiel (ungarisch Podbjel) ist ein Ort und eine Gemeinde im Norden der Slowakei, mit 1284 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2018). Sie gehört zum Okres Tvrdošín und damit zur übergeordneten Verwaltungseinheit Žilinský kraj.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Volksarchitektur im Ort

Die Gemeinde liegt im oberen Tal der Orava an einem Mäander kurz nach ihrem Zusammenfluss mit dem Bach Studený potok, in der traditionellen Landschaft Arwa. Geomorphologisch befindet sie sich im Bergland Oravská vrchovina an den südöstlichen Hängen des Gebirges Oravská Magura. Podbiel ist sieben Kilometer von Tvrdošín und 25 Kilometer von Dolný Kubín entfernt.

Nachbarorte sind Nižná im Osten, Oravský Biely Potok im Südosten, Krivá im Süden und Lokca im Nordwesten (über die Oravská Magura).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ruine einer Eisenhütte beim Ort

Im Gemeindegebiet sind Funde aus der Hallstattzeit sowie eine Siedlung der Puchauer Kultur nachgewiesen. Der Ort selbst entstand im 16. Jahrhundert im Rahmen der walachischen Kolonisierung auf dem Gebiet des Herrschaftsguts der Burg Arwa, die damals dem Geschlecht Thurzo gehörte. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1556 (andere Angaben 1564). Der Name nimmt Bezug auf den Berg Biel (750 m n.m.) südlich des Ortes. Die Haupteinnahmequellen waren Schäferei, Viehzucht und Forstwirtschaft, zeitweise auch eine Brauerei, Mühle, Säge und Töpferwerke. 1836 begann man mit dem Bau einer Eisenhütte und eines angeschlossenen Hammerwerks, um das geförderte Eisenerz aus umliegenden Bergwerken verarbeiten zu können. Das Eisen war allerdings zu brüchig, daher wurde 1864 der Betrieb wieder eingestellt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Römisch-katholische Kirche aus dem Jahr 1861
  • Ruinen der ehemaligen Eisenhütte
  • 64 Holzhäuser in der Gemarkung Bobrova raľa, seit 1977 als Denkmalreservat geführt
  • der Fels Biela skala südlich des Ortes
  • im Sommer Flößerei an der Orava
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Podbiel

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Podbiel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien