Porta Westfalica (Weserdurchbruch)

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Blick gen Norden: Porta Westfalica mit Wittekindsberg (links) und Jakobsberg (rechts)

Die Porta Westfalica (auch Westfälische Pforte, im Volksmund einfach Porta oder Weserscharte) ist der Durchbruch der Weser zwischen Wiehengebirge und Wesergebirge im nordöstlichen Teil von Nordrhein-Westfalen, der Region Ostwestfalen-Lippe (Deutschland).

Im Durchbruch verlässt der von Süden kommende Fluss Weser das Weserbergland und fließt in Richtung Norden in die Norddeutsche Tiefebene ein. Er wurde 2006 als Nationales Geotop ausgewiesen.[1]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Porta Westfalica befindet sich im Kreis Minden-Lübbecke im Dreieck der Städte Porta Westfalica im Südosten, Bad Oeynhausen im Südwesten und Minden im Norden. Sie trennt mit dem Fluss Weser das im Westen befindliche Wiehengebirge von dem im Osten gelegenen Wesergebirge und das Obere Wesertal (Oberweser) im Süden vom Mittleren Wesertal (Mittelweser) im Norden. Umgeben ist der Weserdurchbruch beiderseits vom östlichen Teil des Naturparks Nördlicher Teutoburger Wald-Wiehengebirge. Im Süden befindet sich der Große Weserbogen.

Auf dem Osthang des Wittekindsbergs, dem östlichsten Berg des Wiehengebirges, steht das Kaiser-Wilhelm-Denkmal. Gegenüber auf dem Jakobsberg, dem westlichsten Berg des Wesergebirges, befindet sich der Fernmeldeturm Jakobsberg mit einer Aussichtsplattform.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Panoramablick der Porta Westfalica vom Kaiser-Wilhelm-Denkmal auf dem Wittekindsberg in östliche Richtung

An der Porta Westfalica kreuzen sich die Bundesstraßen 61, 65 und 482, über die Anschluss an die unweit südlich verlaufenden Bundesautobahnen 2 und 30 und an das Straßensystem der umliegenden Ortschaften besteht.

Die Bundesstraße 61 und Bundesstraße 428 verlaufen etwa in Nord-Süd-Richtung parallel zur Weser durch die Porta Westfalica. Eine Weserbrücke verbindet sie südlich der Pforte bei der Stadt Porta Westfalica etwa in West-Ost-Richtung. Die B 65 überquert die Weser nördlich der Pforte bei Minden über die Theodor-Heuss-Brücke. Die B 61 führt durch den 1.730 Meter langen Weserauentunnel, der parallel zur Weser verläuft und den östlich des Wittekindsbergs gelegenen Stadtteil Barkhausen umgeht.

Auch die Bahnstrecke Hamm–Minden ist in Südsüdwest-Nordnordost-Richtung und parallel zur Weser durch die Porta Westfalica trassiert. Durch den an dieser Bahnstrecke liegenden Bahnhof Porta Westfalica, der zur gleichnamigen Stadt gehört und am östlichen Weserufer am Westfuß des Jakobsbergs liegt, besteht eine Anbindung an das Netz der Deutschen Bahn.

Außerdem ist die Porta Westfalica über den bei Porta Westfalica-Vennebeck gelegenen Flugplatz Porta Westfalica zu erreichen.

Unweit nördlich der Porta Westfalica kreuzt am Wasserstraßenkreuz Minden der Mittellandkanal die Weser, so dass Wasserstraßenverbindung zwischen Ems im Westen und Elbe im Osten besteht.

Es verlaufen auch Wanderwege durch den Weserdurchbruch Porta Westfalica, darunter der Europäische Fernwanderweg 11.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Horst Mensching (Herausgeber): Die Landschaft an der Porta Westfalica – ein geographischer Exkursionsführer (= Jahrbuch der Geographischen Gesellschaft zu Hannover 1971). Hannover 1971.
  • Franz-Dieter Miotke: Die Landschaft an der Porta Westfalica. Teil I: Die Naturlandschaft (= Jahrbuch der Geographischen Gesellschaft zu Hannover 1968). Hannover 1968.
  • Sebastian Schröder: Die Porta Westfalica. In: Westfälische Erinnerungsorte. Beiträge zum kollektiven Gedächtnis einer Region. Herausgegeben von Lena Krull. Schöningh, Paderborn 2017, ISBN 978-3-506-78607-4, S. 143–155.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Weserdurchbruch Porta Westfalica – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Landschaft, abgerufen am 5. Februar 2016, auf portawestfalica.de

Koordinaten: 52° 14′ 38,4″ N, 8° 55′ 10,6″ O