Potzbergturm

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Potzbergturm
Potzberg Turm-2.JPG
Basisdaten
Ort: Föckelberg
Land: Rheinland-Pfalz
Staat: Deutschland
Höhenlage: 565 m ü. NHN
Verwendung: Fernmeldeturm, Aussichtsturm
Zugänglichkeit: Sendeturm öffentlich zugänglich
Turmdaten
Bauzeit: 1951
Baustoff: Stein
Betriebszeit: seit dem 13. Juli 1952
Gesamthöhe: 53,5 m
Daten der Sendeanlage
Wellenbereich: UKW-Sender
Sendetyp: Amateurfunkdienst
Positionskarte
Potzbergturm (Rheinland-Pfalz)
Potzbergturm
Potzbergturm
Koordinaten: 49° 31′ 15,1″ N, 7° 28′ 49,2″ O

Der Potzbergturm ist ein 53,5 Meter hoher Aussichts- und Sendeturm auf dem im rheinland-pfälzischen Landkreis Kusel im Gemeindegebiet von Föckelberg gelegenen 562 m ü. NHN[1] hohen Potzberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Holztürme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Potzberg gab es in der Vergangenheit schon mehrere Aussichts- bzw. Beobachtungstürme. So gibt es einen Hinweis auf einen schon im Jahre 1815 zur Zeit Napoleons gebauten hölzernen Observationsturm, dem dann später zwei weitere Holztürme folgten.[2] Der letzte dieser Türme wurde schließlich abgetragen, nachdem er durch einen Sturm schwer beschädigt worden war.[3]

Moserturm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1893 wurde dann der achteckige etwas über zwölf Meter hohe steinerne Moserturm errichtet, der nach dem am Potzberg wirkenden Forstamtassessor Johann B. Moser benannt wurde. Er überstand beide Weltkriege und wurde 1947 wegen hoch gewachsener Bäume mit einem Gerüst erhöht, das aber nach wenigen Jahren auch keine Sicht mehr bot. 1951 wurde der Moserturm schließlich abgetragen, um einen neuen Turmbau zu ermöglichen.[3]

Heutiger Turm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der heutige Potzbergturm wurde zwischen dem 13. Oktober 1951 und dem 2. Dezember 1951 erbaut und besteht aus einem 35 Meter hohen gemauerten Turm mit einer Grundfläche von 4 mal 7 Metern, auf dem sich der 18,5 Meter hohe Antennenträger befindet. Er wurde am 13. Juli 1952 eingeweiht.[4]

Der Zugang zum Turm befindet sich an seiner Südostseite. Eine Holztreppe führt über 10 Beton-Podeste zu einer Zwischendecke, auf deren Höhe außen am Turm auf einer Betonplatte und einem L-förmigen Metallgitter verschiedene Antennen angebracht sind. Über eine 12-stufige Wendeltreppe gelangt man schließlich zur Plattformebene an der Nordostseite des Turms, die etwa die Hälfte seiner Grundfläche einnimmt, dabei leicht über die Außenmauern des Turms hinausragt und auf etwa 32 Meter Höhe liegt. Der über dem Treppenhaus befindliche geschlossene Überbau an der Südwestseite des Turms erreicht eine Höhe von 35 Metern und dient als Plattform für den Antennenträger.

Von der Aussichtsplattform ergibt sich ein guter Ausblick hauptsächlich von Nordwesten über Nordosten nach Südosten.

Ursprünglich vollendete eine 18,5 Meter hohe Rundfunkantenne auf der Plattform das Bauwerk. Von hier aus wurden bis in die 1990er Jahre die Hörfunkprogramme des damaligen Südwestfunks ausgestrahlt. Die Sender des heutigen Südwestrundfunks wurden mittlerweile an den nahe gelegenen Standort Bornberg verlagert.[5]

Der Potzbergturm ist seit etwa Mai 2017 für Besucher gesperrt, da bei einem Kontrollgang durch das Gebäudemanegement der Kreisverwaltung erhebliche Mängel an der Treppenanlage festgestellt worden waren.[5]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fickert, Jan (2010): Rund um den Potzberg. Erfurt: Sutton-Verlag.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Potzbergturm – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  2. Der Potzberg in der Geschichte auf potzberg.de
  3. a b Der Moserturm auf potzberg.de
  4. Der Turmbau auf potzberg.de
  5. a b Potzbergturm vorerst geschlossen in rheinpfalz.de vom 29. Mai 2017, abgerufen am 5. November 2017