Glan-Münchweiler

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Glan-Münchweiler
Glan-Münchweiler
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Glan-Münchweiler hervorgehoben
49.4713888888897.4461111111111222Koordinaten: 49° 28′ N, 7° 27′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kusel
Verbandsgemeinde: Glan-Münchweiler
Höhe: 222 m ü. NHN
Fläche: 5,99 km²
Einwohner: 1210 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 202 Einwohner je km²
Postleitzahl: 66907
Vorwahl: 06383
Kfz-Kennzeichen: KUS
Gemeindeschlüssel: 07 3 36 031
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Homburger Straße 3
66907 Glan-Münchweiler
Webpräsenz: www.vg-glm.de
Ortsbürgermeister: Fred Müller (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Glan-Münchweiler im Landkreis Kusel
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Über dieses Bild

Glan-Münchweiler ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kusel in Rheinland-Pfalz, am Fluss Glan gelegen. Sie ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde und gemäß Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen.[2]

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Nordpfälzer Bergland in einer Mulde des Glantals. Die beiden Ortsteile sind Glan-Münchweiler und Bettenhausen.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Siehe auch: Burg Münchweiler

In der Römerzeit kreuzten sich an der Stelle des heutigen Glan-Münchweiler zwei Fernstraßen. Eindeutige Siedlungsreste von langfristiger Dauer existieren jedoch nicht. Aus dieser Zeit stammen aber auch die sogenannten Viergöttersteine.[4]

Der Ort wurde 1019 als Mönchweiler erstmals urkundlich erwähnt, Bettenhausen im Jahr 1393. Im Jahr 1885 wurde Münchweiler am Glan in Glan-Münchweiler umbenannt.[5]

In Vorbereitung auf den Frankreichfeldzug des Zweiten Weltkrieges wurde durch die Organisation Todt in Glan-Münchweiler das Führerhauptquartier Waldwiese errichtet. Dieses wurde zwar fertiggestellt, jedoch nie als Führerhauptquartier im eigentlichen Sinne genutzt. Inzwischen ist die Anlage komplett zurückgebaut.

Am 7. Juni 1969 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Bettenhausen aus dem Landkreis Kaiserslautern aus- und in den Landkreis Kusel eingegliedert. Gleichzeitig wurde aus den Gemeinden Glan-Münchweiler und Bettenhausen die heutige Ortsgemeinde Glan-Münchweiler neu gebildet.[6] 1972 wurde der Ort Verwaltungssitz der neu geschaffenen Verbandsgemeinde.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Glan-Münchweiler besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[7]

Wahl SPD CDU Gesamt
2014 7 9 16 Sitze
2009 7 9 16 Sitze
2004 7 9 16 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten]

Ortsbürgermeister ist Fred Müller von der CDU.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt an der Bahnstrecke Landstuhl–Kusel (Bahnhof Glan-Münchweiler) und an der Bundesautobahn 62 (Anschlussstelle Glan-Münchweiler).

Von 1904 bis 1981 war Glan-Münchweiler außerdem an die aus strategischen Gründen errichtete Glantalbahn angebunden, die bis kurz vor Altenglan gemeinsam mit der Strecke nach Kusel verlief. Auf dem südlichen Abschnitt Homburg–Glan-Münchweiler wurde der Personenverkehr 1981 eingestellt; bereits zuvor war dort der Güterverkehr zwischen Schönenberg-Kübelberg und Glan-Münchweiler eingestellt worden. Ende der 1980er Jahre wurden die Gleise abgebaut.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Viergöttersteine

Neben einigen bedeutenden Kulturdenkmälern ist die Gemeinde auch für die sogenannten „Viergöttersteine“ bekannt. Sie sind heute neben der Protestantischen Kirche ausgestellt. Sie wurden 1771 entdeckt, als das Langhaus der Kirche erneuert wurde, wobei sie in das Fundament eingefügt waren. Sie weisen auf die römischen Ursprünge des Ortes hin.[4]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Personen, die im Ort gewirkt haben bzw. wirken[Bearbeiten]

  • Otto Feick (1890–1959), Erfinder des Rhönrads, lebte einige Jahre in Glan-Münchweiler. Ihm zu Ehren hat die Ortsgemeinde ein Rhönrad als Denkmal im Kreisel der Bundesstraße 423 im Ortsteil Bettenhausen erstellt.
  • Axel Weber (* 1957), ehemaliger Präsident der Deutschen Bundesbank, verbrachte einen Großteil seiner Jugend in Glan-Münchweiler. Seine Eltern leben dort noch heute.
  • Andreas Hartenfels (* 1966), Politiker (GRÜNE), besitzt im Ort ein Planungsbüro.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Glan-Münchweiler – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 97 (PDF; 2,3 MB)
  4. a b Geschichte von Glan-Münchweiler - regionalgeschichte.net. Abgerufen am 12. September 2015.
  5.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 487
  6. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Seiten 162, 177 (PDF; 2,1 MB)
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen