Präsidenkonvent der lettischen Damenverbindungen

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Gundega im Zug zum Freiheitsdenkmal (2014)

Der Studentinnen-Präsidenkonvent ist der Korporationsverband der lettischen Damenverbindungen in Riga und New York City.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Daugaviete, Gundega, Dzintra und Imeria gründeten den Studenšu Prezīdiju Konvents (S!P!K!) am 2. Dezember 1924. Die Universität Lettland bestätigte seine Statuten am 19. Januar 1927. Hinzu traten Selga, Gaujmaliete, Varavīksne, die Sororitas Tatiana und Aurora. Aus der Zusammenarbeit des S!P!K! mit der Vereinigung der Damenphilister (Studenšu Korporāciju Filistru Biedrību Savienība, S!K!F!B!S!) entstand 1936 der Ausschuss der Damenverbindungen.

In der Lettischen Sozialistischen Sowjetrepublik verboten, wurde der S!P!K! am 27. August 1948 in Eßlingen am Neckar wiedergegründet. Am 31. Oktober 1949 renoncierten bei ihm Spīdola, Zinta und Staburadze. Sie wurden am 15. September 1954 vollwertige Mitglieder des S!P!K!.

Am 25. Juni 1954 wurde der S!P!K! mit neuen Statuten im amerikanischen Exil wiedergegründet. 1971 umfasste er zwölf Damenverbindungen mit 2.300 Mitgliedern. Begünstigt von der Perestroika, rekonstituierten am 6. Oktober 1990 acht Verbindungen in Riga. Ihnen folgten die in Deutschland gegründeten Spīdola, Zinta und Staburadze sowie Aurora und Līga. Seither bestehen zwei Konvente lettischer Damenverbindungen, einer in New York City und einer in Lettland.

Von 1932 bis 1940 gab der S!P!K! das Magazin Universitas mit dem Präsidenkonvent heraus. Seit 1954 liegt die Herausgeberschaft bei ihr und der Vereinigung lettischer Damenverbindungen (Latvijas Korporāciju Apvienība). Von 1927 bis 1940 stellte der S!P!K! einen Chor, der in den 1990er Jahren in Lettland neu erstand.

Der Amtssitz des S!P!K! sind das Korporationshaus oder die Räumlichkeiten der jeweils präsidierenden Verbindung.

Rigaer Damenverbindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Anciennität geordnet

Name Farben Gründung Hochschule Neugründung in Riga Wahlspruch und Wappen
Daugaviete 6. November 1921 Polytechnikum Riga 27. November 1989
Patientia vincit omnia
Gundega 29. November 1923 Universität Lettlands 29. November 1989
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas
Dzintra 20. Mai 1924 Universität Lettlands 12. Oktober 1989
Fidei et veritati
Imeria 19. November 1924 Universität Lettlands 17. April 1990
Selga 17. Februar 1927 Universität Lettlands 13. April 1990
Gaujmaliete 22. März 1927 Universität Lettlands 23. Februar 1990
Cordi, animae, intellectui
Varavīksne 25. November 1927 Universität Lettlands 29. November 1989
Vitam impendere vero
Līga 4. März 1928 Lettische Musikakademie 21. März 1990, susp. 2003, regründung 2012
Sororitas Tatiana 17. Januar 1932 Universität Lettlands 10. August 1990 Pro veritate, cultura et unitate
Aurora 8. Mai 1933 Universität Lettlands 1992
Spīdola 11. März 1947 Baltische Universität, Pinneberg 23. Juli 1991 Concordia nostra perpetua sit
Zinta 21. April 1947 Baltische Universität, Pinneberg 10. August 1992 Vitam impendere vero
Staburadze 2. September 1947 München 25. März 1993
Patriae, fidei, perseverantiae

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans-Dieter Handrack (Hg.): Die Korporationen als prägende gesellschaftliche Organisationen im Baltikum. 19. Baltisches Seminar, 2007. ISBN 978-3-923149-58-2.
  • Valters Ščerbinskis: Uzticīgi Draugam. Latvijas studējošo slēgtās mūža organizācijas [Treu dem Freund]. Prezidiju Konvents, Riga 2010. ISBN 978-9984-39-985-0, S. 74–90, 105.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

51. Baltischer Völkerkommers (2014)