Pythio

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Ortsgemeinschaft Pythio
Τοπική Κοινότητα Πυθίου (Πύθιο)
Pythio (Griechenland)
Bluedot.svg
Basisdaten
Staat Griechenland
Region Ostmakedonien und Thrakien
Regionalbezirk Evros
Gemeinde Didymoticho
Gemeindebezirk Didymoticho
Stadtbezirk Didymoticho
Status Ortsgemeinschaft
Geographische Koordinaten 41° 23′ N, 26° 37′ OKoordinaten: 41° 23′ N, 26° 37′ O
Höhe ü. d. M. 55  m
Fläche 25,563 km²[1]
Einwohner 541 (2011[2])
Bevölkerungsdichte 21,16 Ew./km²
LAU-1-Code-Nr. 03020113
Ortsgliederung 3

Pythio (griechisch Πύθιο [ˈpiθjɔ] (n. sg.), bulgarisch Кулели Бургас, türkisch Kuleliburgaz) ist der östlichste Ort auf dem griechischen Festland. Zusammen mit den kleineren Siedlungen Rigio und Stathmos bildet das Dorf die Ortsgemeinschaft Pythio (Topiki Kinotita Pythou Τοπική Κοινότητα Πυθίου) im Gemeindebezirk Didymoticho der Gemeinde Didymoticho in der Region Ostmakedonien und Thrakien.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsgemeinschaft Pythio (Τοπική Κοινότητα Πυθίου) liegt im äußersten Osten des griechischen Festlandes wo der Evros die natürliche griechisch-türkische Grenze bildet. Benachbarte Ortsgemeinschaften sind Sofiko im Norden Asimeni und Prangi im Westen sowie Petrades im Süden. Das Dorf selbst liegt auf dem Hochgestade am Westufer eines Evros-Nebenflusses.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mittelalter war Pithion Zentrum der Ländereien des mächtigen Regenten und späteren byzantinischen Kaiser Johannes VI. Kantakuzenos. Um 1320 ließ er eine Burg errichten, die Ruine liegt am nordöstlichen Dorfrand.[3]

Bahnhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Empfangsgebäude des Bahnhofs Pythio
Rechts der Tagzug Istanbul–Pythio, links ein griechischer Güterzug

Pythio liegt an der Eisenbahnstrecke Swilengrad (Bulgarien)–Alexandroupolis–(Thessaloniki). Der Bahnhof war außerdem griechischer Grenzbahnhof für die einzige Bahnstrecke zwischen Griechenland und der Türkei. Sie erreicht nach Querung des Evros nach wenigen Kilometern den türkischen Grenzbahnhof Uzunköprü.

Grenzbrücke zwischen Griechenland und der Türkei

Den Grenzübergang nutzten im planmäßigen Personenverkehr bis zum 13. Februar 2011 täglich zwei Zugpaare: Der Dostluk/Filia Express, ein Nachtzug auf der Verbindung Thessaloniki–Istanbul–Thessaloniki, der Schlafwagen führte, und der Tagzug Istanbul–Pythion–Istanbul, der aus nur einem Wagen bestand.[4] Seitdem ruht hier aus wirtschaftlichen Gründen jeglicher grenzüberschreitender Eisenbahnverkehr.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nationaler Statistischer Dienst Griechenlands (ΕΣΥΕ) nach Volkszählung 2001, S. 106 (PDF, 793 kb)
  2. Ergebnisse der Volkszählung 2011 beim Nationalen Statistischen Dienst Griechenlands (ΕΛ.ΣΤΑΤ) (Memento vom 27. Juni 2015 im Internet Archive) (Excel-Dokument, 2,6 MB)
  3. Πύθιον, Ministerium für Kultur und Sport (griechisch)
  4. Fahrplan für Verbindungen nach Europa der TCDD, abgerufen am 15. April 2007