Quinten Hann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Quinten Hann
Geburtstag 4. Juni 1977
Geburtsort Melbourne
Nationalität AustralienAustralien Australien
Spitzname(n) The Wizard of Oz
Profi 1995–2006
Preisgeld 434.600 £[1]
Höchstes Break 141[1]
Century Breaks 39[1]
Main-Tour-Erfolge
Weltmeisterschaften
Ranglistenturniersiege
Minor-Turniersiege
Weltranglistenplatzierungen
Höchster WRL-Platz 14 (02/0303/04)

Quinten Hann (* 4. Juni 1977) ist ein australischer Poolbillard- und ehemaliger Snookerspieler.

Karriere[Bearbeiten]

Hann startete seine Karriere als Snooker-Profi im Jahr 1995. In der Saison 1999/2000 war er als Nummer 26 erstmals unter den Top 32 der Snookerweltrangliste. In den Jahren 02/03 und 03/04 schaffte er zweimal aufeinanderfolgend seine beste Weltranglistenposition mit Rang 14. In die Saison 03/04 fällt auch sein bestes Abschneiden bei einem Ranglistenturnier mit dem Erreichen des Halbfinals des Irish Masters.

Anfang 2006 endete seine Karriere vorzeitig aufgrund von Anschuldigungen von Reportern der britischen Boulevardzeitung The Sun, er habe von ihnen Angebote für Spielabsprachen zum Wettbetrug angenommen. Zu zwei Anhörungen der World Snooker Association erschien er nicht und wurde in Abwesenheit für acht Jahre gesperrt. Zuletzt belegte er Platz 22 der Weltrangliste.

Danach strebte Hann eine Karriere auf der US-amerikanischen International Pool Tour an, nachdem er 1999 bereits Weltmeister im Blackball nach WEPF-Regeln geworden war.

Quinten Hann galt als Paradiesvogel bzw. als Enfant terrible der Snookerszene. Beim Grand Prix 2001 machte er beispielsweise dem Publikum und Gegner Anthony Hamilton anstößige Gesten, worüber sich dieser nach dem Spiel in einem Interview beschwerte. Während der Snookerweltmeisterschaft 2004 forderte er, nach einer Niederlage gegen den Qualifikanten Andy Hicks, diesen gar zu einem Boxkampf heraus.[2] Im Folgenden kam es dann tatsächlich zu einem Kampf gegen Mark King, der für Hicks einstand. Beide bereiteten sich professionell vor und erwarben eine ABA-Boxlizenz. Den Kampf gewann Hann.[3]

Auch abseits des Tisches war der Australier häufig in den Schlagzeilen, sodass er sich mehrmals vor Gericht verantworten musste.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Profil von bei CueTracker (Stand: 15. Dezember 2012)
  2. BBC-Artikel vom 22. April 2004
  3. BBC-Artikel vom 12. Juni 2004