Röblingen am See

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Koordinaten: 51° 27′ 46″ N, 11° 40′ 19″ O

Röblingen am See
Wappen von Röblingen am See
Höhe: 96 m
Fläche: 13,55 km²
Einwohner: 3002 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte: 222 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2010
Postleitzahl: 06317
Vorwahl: 034774
Amsdorf Aseleben Erdeborn Dederstedt Hornburg Lüttchendorf Neehausen Röblingen am See Seeburg Stedten Wansleben am See Landkreis Mansfeld-SüdharzKarte
Über dieses Bild

Lage von Röblingen am See in Seegebiet Mansfelder Land

Röblingen am See ist ein Ortsteil der Gemeinde Seegebiet Mansfelder Land im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Röblingen am See liegt ca. 12 km südöstlich von Lutherstadt Eisleben am Bach Weida.

Als Ortsteile der ehemaligen Gemeinde waren ausgewiesen:

  • Neue Siedlung
  • Oberröblingen
  • Unterröblingen

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einem zwischen 881 und 899 entstandenen Verzeichnis des Zehnten des Klosters Hersfeld wird Röblingen gemeinsam mit den anderen drei Orten mit diesem Namen als zehntpflichtiger Ort Rebiningi im Friesenfeld erstmals schriftlich erwähnt. 932 wurde Röblingen am See in einer Urkunde Heinrichs I. in pago friesonoueld in comitatu sigfridi liegend als seorebininga verzeichnet.

Denkmal

Auf halben Wege zwischen Röblingen am See und Erdeborn befindet sich der stillgelegte Kalischacht der ehemaligen „Adler-Kaliwerke AG“. Hier wurde in den Jahren 1909 bis 1925 Kalisalz in einer Teufe bis 596 m abgebaut und in der angeschlossenen Düngemittelfabrik weiterverarbeitet. Zur Erinnerung an die drei örtlich wichtige Wirtschaftszweige wurde 1982 ein Betondenkmal aufgestellt, das einen Bergmann, eine Bäuerin und einen Fischer zeigt.

Unterröblingen und Oberröblingen am See waren bis zum Zusammenschluss zur Gemeinde Röblingen am See am 1. Juli 1950 eigenständige Gemeinden.

Am 1. Januar 2010 schlossen sich die bis dahin selbstständigen Gemeinden Röblingen am See, Amsdorf, Aseleben, Erdeborn, Hornburg, Lüttchendorf, Neehausen, Seeburg, Stedten und Wansleben am See zur Einheitsgemeinde Seegebiet Mansfelder Land zusammen.[1] Gleichzeitig wurde die Verwaltungsgemeinschaft Seegebiet Mansfelder Land, zu deren Verwaltungssitz Röblingen am See gehörte, aufgelöst.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortschaftsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Ortschaftsrat gehören 5 Personen an, darunter Orts-Bürgermeister Rüdiger Steinhoff

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Geteilt Blau über Gold; oben aus einem silbernen Boot wachsend ein linksgewendeter silberner Fischer mit einem silbernen Fisch an der Angel, unten ein stehender schwarzer Rabe mit goldenem Ring im silbernen Schnabel.“

Die Farben der ehemaligen Gemeinde sind Schwarz - Gold (Gelb).

Die Flagge der ehemaligen Gemeinde Röblingen am See zeigt die Farben Schwarz und Gelb in Längsrichtung geteilt sowie in der Mitte das Gemeindewappen.

Mit dem Boot gibt das Wappen einen Hinweis auf den nahe gelegenen See. Der Rabe weist auf die Herren von Rebeningen hin, die hier wie auch in umliegenden Orten wie Eisdorf langjährig begütert waren und den Vogel in ihrem Wappen führten.[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche St. Stephanus

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortskern befindet sich die evangelische St. Stephanuskirche. Ihre Gemeinde gehört zum Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Sommer jedes Jahres wird das Fest am Salzigen See veranstaltet.
  • Das von der Freiwilligen Feuerwehr des Ortes veranstaltete Osterfeuer zählt zu den größten Festen in der Region. Es findet jährlich am Gründonnerstag statt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Bundesstraße 80, die die Lutherstadt Eisleben und Halle (Saale) verbindet, sind es in nördlicher Richtung 3 km. Die A 38 verläuft in 5 km Entfernung südlich der Stadt.

Der Bahnhof Röblingen am See liegt an der Bahnstrecke Halle–Hann. Münden. Er war von 1884 bis 2003 Ausgangspunkt der Bahnstrecke Röblingen am See–Vitzenburg, von der nur noch ein Reststück im Güterverkehr bedient wird. Von 1876 bis 1992 war dem Bahnhof das Bahnbetriebswerk Röblingen am See angegliedert.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2010
  2. Zeitschrift des Harz-vereins für Geschichte und Altertumskunde, Band 13, 1881, S. 276 - 277

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Willi Ule: Die Mansfelder Seen und die Vorgänge an denselben im Jahre 1892. erschienen 1895, eine neue Auflage erschien im Dingsda-Verlag, Querfurt 1994, ISBN 3-928498-29-0

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Röblingen am See – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien