Seegebiet Mansfelder Land

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Wappen Deutschlandkarte
Seegebiet Mansfelder Land
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Seegebiet Mansfelder Land hervorgehoben

Koordinaten: 51° 28′ N, 11° 41′ O

Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Mansfeld-Südharz
Höhe: 95 m ü. NHN
Fläche: 107,93 km2
Einwohner: 8857 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 82 Einwohner je km2
Postleitzahl: 06317
Vorwahlen: 034776, 034774, 034601 (Amsdorf, Wansleben am See), 034773 (Dederstedt, Neehausen), 03475 (Lüttchendorf, Neehausen)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: MSH, EIL, HET, ML, SGH
Gemeindeschlüssel: 15 0 87 386
Gemeindegliederung: 15 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Pfarrstraße 8
06317 Seegebiet Mansfelder Land
Website: www.seegebiet-mansfelder-land.de
Bürgermeister: Jürgen Ludwig
Lage der Gemeinde Seegebiet Mansfelder Land im Landkreis Mansfeld-Südharz
SalzlandkreisLandkreis HarzSaalekreisThüringenSachsen-AnhaltGerbstedtAllstedtSeegebiet Mansfelder LandSüdharzAhlsdorfBenndorfBlankenheimBornstedtHelbraHergisdorfKlostermansfeldWimmelburgLutherstadt EislebenHettstedtMansfeldSangerhausenSangerhausenBerga (Kyffhäuser)Brücken-HackpfüffelEderslebenKelbraWallhausenArnsteinKarte
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Seegebiet Mansfelder Land ist eine Gemeinde im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seegebiet Mansfelder Land liegt im östlichen Landkreis Mansfeld-Südharz zwischen Halle (Saale) und der Lutherstadt Eisleben. Die Gemeinde liegt zum Teil auf der landwirtschaftlich genutzten Mansfelder Platte und der seenreichen Eislebener Niederung, hier liegt der vier Kilometer lange Süße See. Im Westen steigt das Gelände zum bewaldeten Harzausläufer Hornburger Sattel auf. Am Steilhang Riß zwischen Wormsleben und Seeburg liegt das nördlichste Weinanbaugebiet Deutschlands.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind die Lutherstadt Eisleben im Westen, Gerbstedt im Norden, Salzatal und Teutschenthal im Osten sowie Obhausen, Schraplau, Farnstädt und Querfurt im Süden.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortschaft Einwohner Ortsteile
AmsdorfAselebenErdebornDederstedtHornburgLüttchendorfNeehausenRöblingen am SeeSeeburgStedtenWansleben am SeeLandkreis Mansfeld-SüdharzDistricts of Seegebiet Mansfelder Land.svg
Über dieses Bild
Die Ortschaften von
Seegebiet Mansfelder Land
(anklickbare Karte)
Amsdorf 0491 Amsdorf
Aseleben 0521 Aseleben
Erdeborn 1029 Erdeborn
Dederstedt 0425 Dederstedt
Hornburg 0341 Hornburg, Äbtischrode, Holzzelle
Lüttchendorf 0622 Lüttchendorf, Wormsleben
Neehausen 0261 Elbitz, Neehausen, Volkmaritz
Röblingen am See 3002 Neue Siedlung, Oberröblingen, Unterröblingen
Seeburg 0576 Seeburg, Rollsdorf
Stedten 1005 Stedten
Wansleben am See 1741 Wansleben

Die Einwohnerzahlen beziehen sich auf den 31. Dezember 2008

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde entstand am 1. Januar 2010 durch den Zusammenschluss der Gemeinden Amsdorf, Aseleben, Erdeborn, Hornburg, Lüttchendorf, Neehausen, Röblingen am See, Seeburg, Stedten und Wansleben am See[2] mit Hintergrund der Gemeindegebietsreform in Sachsen-Anhalt. Mit ihrer Entstehung wurde die Verwaltungsgemeinschaft Seegebiet Mansfelder Land aufgelöst. Die Gemeinde Dederstedt, die die Eingemeindung ablehnte, wurde am 1. September 2010 nach Seegebiet Mansfelder Land per Gesetz zwangseingemeindet.[2]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

8 % der Bevölkerung sind evangelisch, 3 % katholisch.[3]

Die lutherischen Kirchengemeinden Amsdorf, Erdeborn, Röblingen, Stedten und Wansleben bilden das Kirchspiel Röblingen; die Kirchengemeinden Dederstedt, Neehausen und Volkmaritz gehören zum Kirchspiel Dederstedt-Hedersleben. Die Kirchen in Aseleben, Rollsdorf und Seeburg sind zur Kirchengemeinde Seeburg, die Kirchen in Lüttchendorf und Wormsleben zur Kirchengemeinde Lüttchendorf-Wormsleben zusammengefasst. Alle diese Kirchspiele und Kirchengemeinden gehören zum Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Die katholische Filialkirche St. Anna in Röblingen gehört zur Pfarrei St. Bruno in Querfurt. Die Ortschaft Hornburg ist allerdings der Pfarrei St. Gertrud in Eisleben zugeordnet, deren nächste Filialkirche St. Maria in Sittichenbach ist. Beide Pfarreien gehören zum Dekanat Merseburg des Bistums Magdeburg.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Kommunalwahl vom 26. Mai 2019 hat der Gemeinderat 20 Mitglieder, die sich folgendermaßen auf die einzelnen Parteien und Listen verteilen:[4]

Partei / Liste Sitze +/−
Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) 7 − 1
Alternative für Deutschland (AfD) 4 + 4
Die Linke 3 − 1
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) 1 − 1
Unabhängige Bürgerbewegung Mansfelder Land (UBM) 2 ± 0
Freie Bürger Mitteldeutschland (FBM) 1 ± 0
Bürgerliste Süßer See 1 ± 0
Andere 0 − 2
Einzelbewerber Harborth 1 + 1
Gesamt 20

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 10. Februar 2010 durch den Landkreis genehmigt.

Blasonierung: „Halbgespalten und geteilt; oben vorn in Gold gekreuzt schwarze Schlägel und Eisen, oben hinten in Schwarz drei goldene Ähren, unten in Blau ein silberner Fisch.“[5]

Die Farben der Gemeinde sind Blau – Gelb.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge ist blau – gelb (1:1) gestreift (Querform: Streifen waagerecht verlaufend, Längsform: Streifen senkrecht verlaufend) und mittig mit dem Gemeindewappen belegt.[5]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesstraße 80 (Nordhausen-Halle (Saale)) und die Bahnstrecke Halle–Hann. Münden durchqueren die Gemeinde von Westen nach Osten.

Industriegeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1909 wurde im Ortsteil Oberröblingen der Ortschaft Röblingen am See mit dem Abteufen eines Schachtes auf Kalisalze der ehemaligen „Gewerkschaft Oberröblingen“ begonnen. Von den 1000 Kuxen dieser bergbaulichen Gewerkschaft besaßen die Adler-Kaliwerke 995 Stück. Nach Fertigstellung des Schachtes Oberröblingen sollte von diesem auch zu der benachbarten Schachtanlage Adler eine untertägige Verbindung hergestellt werden. Somit hätten beide Schachtanlagen über einen „zweiten Ausgang“ verfügt. Doch infolge nicht beherrschbarer Salzlösungs-Zuflüsse musste der Schacht Oberröblingen schließlich 1913 bei einer schon erreichten Tiefe von immerhin 642 m aufgegeben werden.

Unweit der Ortschaft Wansleben am See befindet sich das stillgelegte Kaliwerk Vereinigte Ernsthall. Es war eine Schachtanlage mit angeschlossener Kalifabrik der „Mansfeldschen Kupferschieferbauenden Gewerkschaft“.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Seegebiet Mansfelder Land – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31. Dezember 2021 (PDF) (Fortschreibung) (Hilfe dazu).
  2. a b StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010
  3. Zensusdatenbank
  4. Endgültiges Wahlergebnis der Gemeinderatswahl 2019 der Gemeinde Seegebiet Mansfelder Land
  5. a b Amtsblatt des Landkreises Nr. 2/2010 Seite 22 (Memento vom 14. Februar 2015 im Internet Archive) (PDF; 3,0 MB)