RAAF Base Edinburgh

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RAAF Base Edinburgh
BW
RAAF Base Edinburgh (Südaustralien)
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Kenndaten
ICAO-Code YPED
Koordinaten
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 25 km nördlich von Adelaide
Basisdaten
Eröffnung 1946
Betreiber Royal Australian Air Force
Start- und Landebahnen
04/22 1962 m × 45 m Gras
18/36 2560 m × 60 m Asphalt

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RAAF Base Edinburgh (ICAO: YPED) ist ein Militärflugplatz der Royal Australian Air Force 25 km nördlich des Zentrums von Adelaide im Bundesstaat South Australia. Es ist Heimat der Überwachungsflugzeuge der australischen Luftwaffe vom Typ Lockheed AP-3C Orion.

Geschichte[Bearbeiten]

Die RAAF Basis Edinburgh befindet sich, zusammen mit der Defence Science and Technology Organisation (DSTO), auf dem Gelände einer ehemaligen Munitionsfabrik namens Salisbury aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges, die dort von 1942 bis 1945 in Betrieb war.

Im Jahr 1946 vereinbarten die Regierungen von Australien und dem Vereinigten Königreich ein gemeinsames Projekt zum Test von Lenkwaffen und der Einrichtung eines Übungsgeländes für Langstreckenwaffen. Das Salisbury Gelände wurde als Hauptquartier auserkoren und das Testgelände entstand in Woomera. Der Flugplatz wurde 1954 fertiggestellt und nach dem Gemahl der Königin, dem Duke of Edinburgh, genannt. Prinz Philipp persönlich eröffnete die Einrichtung.

In den ersten Jahren der Waffentests waren mehr als 2.000 britische Militärangehörige in Edinburgh, Woomera und Maralinga stationiert. Der letzte britische Soldat wurde erst 1976 abgezogen. Die ersten 15 Angehörigen der RAAF trafen mit Einrichtung des Hauptquartiers am 17. Januar 1955 ein. Ab 1964 verlegte die 1. Recruit Training Unit von RAF Base Wagga kommend nach Edinburgh und 1968 schließlich landete die erste von zehn P-3B Orion der 11. Squadron auf ihren neuen Heimatflugplatz. Zwischen 1978 und 1979 erhielt die bis dahin mit dem Vorgängermodell SP-2H Neptune ausgerüstete und in RAAF Base Townsville liegende 10. Squadron zehn weitere Orion der Nachfolgeversion P-3C.

Heutige Nutzung[Bearbeiten]

Die Orion Aufklärer, seit 2002 in der modernisierten Version AP-3C, stehen nach wie vor bei der 10. Squadron und der 11. Squadron im Einsatz. Die Hauptaufgabe der beiden Staffeln ist die Überwachung des gesamten australischen Flugraumes über dem Festland und den weiträumigen Seegebieten um Australien. Mitunter gelangen Einsätze der australischen Orions auch in die Weltpresse, meist im Zusammenhang mit Segelsportveranstaltungen. So entdeckten Edinburghs Crews unter anderem gekenterte Yachten von Einhandseglern bei der Ausgabe 1996/1997 des Vendée Globe-Rennens und waren auch bei der 1998er Sydney-Hobart-Regatta im Einsatz, die mehrere Segler das Leben kostete.

Neben den beiden Aufklärer-Staffeln unterstehen der für die Weiterentwicklung von Waffensystemen verantwortlichen Aircraft Research and Development Unit in jeweils geringer Stückzahlen einige der im Truppendienst stehenden Flugzeugtypen. Hierzu zählen auch Helikopter der Australian Army. Andere Luftfahrzeugmuster werden von den Einsatzstaffeln ausgeliehen.

Hinzu kommen eine Vielzahl anderer regulärer Einheiten zur Wahrnehmung der Aufgaben des Stützpunktes. Hierzu zählen das flugmedizinische Institut sowie Einheiten zur elektronischen Kriegsführung und Informationsbeschaffung. Mit der 24. (City of Adelaide) Squadron ist schließlich noch eine Reserveeinheit auf der Basis stationiert, die insgesamt ca. 2000 Soldaten und Zivilangestellte beschäftigt. Administrativ untersteht RAAF Base Edinburgh nach wie vor das Woomera-Testgelände.

Zwischen 2008 und 2011 wird die Basis ausgebaut, um das zurzeit noch in Darwin stationierte 7. Battalion Royal Australian Regiment der Armee aufzunehmen. Modernisiert wird auch das Woomera-Gelände.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Major construction at SA RAAF base auf der Homepage der Australian Labor Party

Weblinks[Bearbeiten]