Radisson Blu Hotel Hamburg

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Radisson Blu Hotel Hamburg
Hotelkette Radisson Blu
Stadt DeutschlandDeutschland Hamburg
Adresse Marseiller Straße 2
Website www.radissonblu.de/hotel-hamburg
Hotelinformationen
Eröffnung 2009
Gebäude eines der höchsten Gebäude Hamburgs
Klassifizierung 5 Sterne[1]
Ausstattung
Zimmer 556
Restaurants 1
Bars 3
Foto des Hotels

Koordinaten: 53° 33′ 42″ N, 9° 59′ 13″ O

Radisson Blu Hotel Hamburg
Radisson Blu Hotel Hamburg
Basisdaten
Ort: Hamburg-Rotherbaum
Bauzeit: 1970–1973
Architekt: Jost Schramm, Gert Pempelfort
Nutzung/Rechtliches
Nutzung: Hotel
Technische Daten
Höhe: 108,0[2] m
Etagen: 32 Obergeschosse
Höhenvergleich
Hamburg: 2. (Liste)
Deutschland: 56. (Liste)
Anschrift
Stadt: Hamburg
Land: Deutschland
Loew’s Hamburg Plaza 1973 mit den Zufahrten zu den unterirdischen Parkgaragen.

Das Radisson Blu Hotel in Hamburg ist ein Hotel, das zur Hotelkette Radisson Blu gehört. Es liegt zusammen mit dem Congress Center Hamburg (CCH) in unmittelbarer Nähe zum Dammtor-Bahnhof direkt am Rande des Parks Planten un Blomen. Mit einer Höhe von 118 Metern ist es das höchste Hotel der Stadt. Es hat insgesamt 32 Etagen, von denen 27 bewohnbar sind und 556 Zimmer beinhalten.

In Hamburg gibt es zudem das Radisson Blu Hotel Hamburg Airport.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1970 bis 1973 wurde das Gebäude von dem damaligen Eigentümer und Bauherrn Neue Heimat,[3] der dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) gehörte, für die Vereinigten Hotel Holding GmbH nach Plänen der Architekten Jost Schramm und Gert Pempelfort errichtet. Bei seiner Eröffnung trug es den Namen Hotel Loew’s Hamburg Plaza. In der Folge firmierte es als CP Hotels Hamburg Plaza.[4] Nach dem Erwerb im November 1988 durch die SAS Group[5] wurde der Name dann in SAS Hamburg Plaza geändert, später in Radisson SAS. Heutiger Betreiber des 2009 in Radisson Blu umbenannten Hauses ist die Hotelkette Rezidor Hotel Group, der Besitzer des Areals ist die Azure Property Ltd. mit Sitz in London.[6] Im November 2009 übernahm die Invesco Ltd., ein in Hamilton auf den Bermudas eingetragenes Investmentunternehmen mit Hauptsitz in Atlanta, Georgia, die Hotelimmobilie für 155 Millionen Euro.[7]

Gestaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die vier Sockelgeschosse des Hotels schließen an das CCH an und setzen seine horizontale Gliederung fort. In ihnen sind alle Publikumsräume, Restaurants und Ballsäle, Küchen- und Wirtschaftsräume sowie ein Wellnessbereich untergebracht. In den Konferenzräumen des Hotels können eigene Kongresse abgehalten werden. Auch an Besucher der Hamburg Messe wurde gedacht, sie können trockenen Fußes durch einen überdachten Arkadenweg das Messegelände erreichen.

Über der Südostseite erhebt sich in vertikaler Gliederung das Bettenhochhaus aus sieben gegeneinander verschobenen Segmenten.

Renovierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine grundlegende Sanierung fand von Oktober 2008 bis zur Neueröffnung am 24. September 2009 statt. Dabei wurde eine neue Natursteinfassade montiert, die aber wegen des Denkmalschutzes den Gesamteindruck des Hotels nur wenig verändern sollte.Federführend in der Projektleitung des Gesamtumbaus war von 2008 bis 2010 Wolfgang Wagner, welcher in der Position des Vice President Technische Entwicklung für Rezidor eigens von der Eigentümergesellschaft AZURE London angefordert wurde. Im Inneren gestaltete der schwedische Architekt Christian Lundwall alle öffentlichen Bereiche und die Zimmer um. Dabei verwendete er unter anderem Möbel aus dem ersten Hotel der Kette, dem 1960 eröffneten SAS Royal Hotel in Kopenhagen. In einer der zwei Lobbys stehen die Sessel „Ei“ von Arne Jacobsen. Auch Arbeiten von Le Corbusier und Walter Knoll wurden verwendet.[8] Das ehemalige Hallenbad wurde zu einem Fitness- und Wellnessbereich, das Restaurant Vierländer Stuben zu einer Tagungs- und Veranstaltungsfläche und die Bar im 27. Stock zu einer Fläche für Empfänge umgebaut. Dafür wurden an anderer Stelle neue Gastronomieflächen erschaffen. Lediglich das inzwischen geschlossene polynesische Restaurant Trader Vic’s blieb während des Umbaus, der 54 Millionen Euro kostete, erhalten.[6][8]

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Schlussfolgen der ZDF-Fernsehserie Timm Thaler diente das Hotel und seine Umgebung als Drehort.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Radisson SAS, Hamburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutsch Hotelklassifizierung. abgerufen am 4. März 2019
  2. Radisson SAS Hamburg bei CTBUH
  3. Spielbank ins Plaza-Hotel? Neue Heimat: Wir sind dagegen, Hamburger Abendblatt vom 12. April 1975, Seite 1+4
  4. Fehlplanung. Zwei Betten für jeden Gast, Die Zeit vom 14. März 1975, abgerufen am 8. April 2015
  5. SAS kauft Hamburgs größtes Hotel, Hamburger Abendblatt vom 19. November 1988, S. 5.
  6. a b Hamburgs höchstes Hotel ist wieder geöffnet, Hamburger Abendblatt, abgerufen am 24. September 2009 unter neuer URL am 14. März 2016
  7. Investment-Fonds kauft das Hotel SAS Radisson Blu, Hamburger Abendblatt, 4. November 2009
  8. a b Radisson Blu Hamburg Completes €48 Million Renovation, Hotelinteractive.com, 13. Oktober 2009.