Hotelkette

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Mit Hotelketten werden häufig Hotelgesellschaften assoziiert, die eine große Anzahl von Hotelbetrieben in Großstädten oder bekannten Fremdenverkehrsorten besitzen.

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meist sind die Hotelimmobilien an Betreibergesellschaften verpachtet. Nur in seltenen Fällen ist die Hotel- oder Betreibergesellschaft auch die Eigentümerin der Hotelimmobilie.

Die Betreibergesellschaften führen Hotels entweder

  • unter eigenem Namen (Pachtbetrieb) oder
  • unter fremdem Namen gegen Lizenzgebühr (Lizenzbetrieb) oder
  • unter fremdem Namen im Rahmen eines Franchise-Vertrags Franchising (Franchise-Betrieb) oder
  • unter fremdem Namen eines externen Managers (Management-Betrieb)

Der Hotelgast identifiziert sich oft mit dem Markennamen und nur selten mit der Betreibergesellschaft. Infolgedessen werden Markenwechsel, Aufteilungen (Spin-offs), Markenerweiterung (Co-Brandings), Neupositionierungen (up- oder downgrade), Management-Wechsel usw. von der Öffentlichkeit kaum nachvollzogen. Folglich wird der Begriff „Hotelkette“ häufig mit dem „Brand“ einer Betreibergesellschaft verwechselt.

Eine Welle von Gründungen solcher Hotelketten erfolgte kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, meist durch US-amerikanische Gründer. Bekannte Hotelketten sind z. B. die amerikanischen Ketten Hilton und Holiday Inn und die französische Accor-Gruppe mit mehreren Hotelmarken. Es gibt aber auch unabhängige Hotelkooperationen, meist Zusammenschlüsse zahlreicher einzelner Unternehmen unter einem Motto zu Vermarktungszwecken.

Größte Hotelketten der Welt (nach Anzahl der Zimmer)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1982[1] veröffentlicht die amerikanische Zeitschrift Hotels mit Hotels 325 eine Übersicht über die größten Hotelketten/-kooperationen weltweit. In der folgenden Liste sind die zwanzig größten Hotelketten anhand ihrer Zimmeranzahl aufgeführt: [2]

Platz Hotelkette Herkunftsland Anzahl der Zimmer (2018)
1 Marriott International (seit der Übernahme von Starwood Hotels & Resorts Worldwide im Jahr 2016) USA ca. 1.317.368
2 JinJang International Hotel Group Volksrepublik China ca. 941.794
3 Hilton USA ca. 912.960
4 InterContinental Hotels Group Vereinigtes Königreich ca. 836.541
5 Wyndham Hotel Group USA ca. 809.900
6 Accor Frankreich ca. 703.806
7 Choice Hotels International USA ca. 569.108
8 Oyo Hotels & Homes Indien ca. 515.144
9 Huazhu Group (ehem. China Lodging Group) Volksrepublik China ca. 422.747
10 BTG Hotels Group Volksrepublik China ca. 397.561
11 Best Western USA ca. 295.849
12 GreenTree Hospitality Group Volksrepublik China ca. 221.529
13 Hyatt USA ca. 208.297
14 Dossen International Group Volksrepublik China ca. 199.042
15 G6 Hospitality USA ca. 123.162
16 Qingdao Sunmei Group Volksrepublik China ca. 121.483
17 Aimbridge Hospitality USA ca. 102.786
18 Magnuson Worldwide USA ca. 94.386
19 RLH Corp. USA ca. 85.700
20 Meliá Hotels International Spanien ca. 83.253

Auf Platz 76 folgt die erste deutsche Hotelkette Motel One mit rund 20.160 Zimmern. Die größte in der Schweiz ansässige Hotelkette ist Kempinski mit ca. 20.775 Zimmern auf Platz 71. Mit Vienna House auf Platz 155 rangiert die erste österreichische Hotelkette mit ungefähr 9.048 Zimmern.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Onofre Martorell Cunill: The Growth Strategies of Hotel Chains: Best Business Practices by Leading Companies. Routledge, New York 2006, ISBN 978-0-7890-2663-7.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Still growing. In: Hotels. Juli 2013, ISSN 1047-2975, S. 16.
  2. a b Hotels 325 - Ranking 2018. Abgerufen am 10. April 2020.