Raetihi

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Raetihi
Geographische Lage
Raetihi (Neuseeland)
Raetihi
Koordinaten: 39° 26′ S, 175° 17′ OKoordinaten: 39° 26′ S, 175° 17′ O
Region-ISO: NZ-MWT
Land: Neuseeland
Region: Manawatu-Wanganui
Distrikt: Ruapehu District
Ward: Waimarino-Waiouru Ward
Einwohner: 1 002 (2013 [1])
Höhe: 522 m
Postleitzahl: 4632
Telefonvorwahl: +64 (0)6
Fotografie des Ortes
Raetihi Main Road.jpg
Raetihi, Hauptstraße des Ortes

Raetihi ist ein Ort im Ruapehu District der Region Manawatu-Wanganui auf der Nordinsel von Neuseeland.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort befindet sich rund 30 km südwestlich des Gipfels des Vulkans Mount Ruapehu und westlich des Mangawhero River. Durch Raetihi führt der New Zealand State Highway 4, der den Ort mit dem rund 60 km südsüdwestlich liegenden Wanganui verbindet. Rund 10 km östlich befindet sich der nächstliegende Ort Ohakune.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obwohl Raetihi heute eine kleine Landgemeinde ist, war es zwischen 1900 und den 1950er Jahren ein kleineres Industriezentrum. Um 1900 war der Ort das größte Ballungszentrum des King Country mit fast 4.500 Einwohnern. Zahlreiche Sägewerke waren die Hauptarbeitgeber der Region. Als die Wälder ringsum abgeholzt waren, mussten die Sägewerke schließen und die Landwirtschaft wurde zur wichtigsten Einkommensquelle, insbesondere durch die Viehzucht und den Gemüseanbau. Eine Genossenschaftsmolkerei wurde 1903 gegründet.

Vom 18. Dezember 1917 bis zum 1. Januar 1968 wurde Raetihi vom Raetihi Branch, einer von der Haupteisenbahnstrecke der Nordinsel, der North Island Main Trunk Railway, in Ohakune abzweigenden Nebenbahn bedient. Das Bahnhofsgebäude wurde später zum Waimarino Museum umgewidmet und restauriert.[3] Das Museum besitzt ein Archiv von Dokumenten und Fotos aus dem weiteren Umfeld des Mount Ruapehu.[4]

Der Niedergang der Holzindustrie hatte einen negativen Einfluss auf den Ort, aber durch den Tourismus erlebt er in den 2000er Jahren einen leichten Aufschwung. Seine Nähe zum Mount Ruapehu und seinen Skigebieten haben zum Entstehen von Übernachtungsmöglichkeiten und Cafés für steigende Besucherzahl gesorgt.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Zensus des Jahres 2013 zählte der Ort 1002 Einwohner, 3,2 % weniger als zur Volkszählung im Jahr 2006.[1]

Ereignisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 18. März 1918 zerstörte ein Großfeuer etwa 200 Häuser,[5] im gleichen Jahr wurde der Ort von der Spanischen Grippe heimgesucht.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liste der Baudenkmale in Raetihi

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b 2013 Census QuickStats about a place: Raetihi. Statistics New Zealand, abgerufen am 2. Oktober 2017 (englisch).
  2. Topo250 maps. Land Information New Zealand, abgerufen am 2. Oktober 2017 (englisch).
  3. David Leitch, Brian Scott: Exploring New Zealand's Ghost Railways. Grantham House, Wellington 1998, S. 27–30 (englisch).
  4. A long time ago.... Waimarino Museum, Raetihi, abgerufen am 2. Oktober 2017 (englisch).
  5. Dick Craig: The King Country. Waitomo News Ltd., Waitomo 1990, S. 136 f. (englisch).