Rafed El-Masri

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Rafed Ziad El-Masri Schwimmen
Persönliche Informationen
Name: Rafed Ziad El-Masri
Nation: DeutschlandDeutschland Deutschland SyrienSyrien Syrien
Schwimmstil(e): Freistil
Verein: TSV Zehlendorf 88
Geburtstag: 10. August 1982
Geburtsort: Clausthal-Zellerfeld
Größe: 192cm
Gewicht: 88kg
Medaillenspiegel

Rafed Ziad El-Masri (auch Almasri, arabisch رافد زياد المصري; * 10. August 1982 in Clausthal-Zellerfeld) ist ein ehemaliger deutscher Schwimmer syrischer Herkunft und heute Schwimmtrainer in Berlin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rafed El-Masri wurde als Sohn syrischer Einwanderer geboren und ist in Berlin aufgewachsen. 2009 schloss er sein Studium der Sportwissenschaft und Philosophie ab. Seit den Olympischen Spielen 2008 ist er Mitglied der deutschen Nationalmannschaft. Bis dahin startete er für das Heimatland seiner Eltern, Syrien. Auf nationaler Ebene schwamm er zuletzt im November 2009 für den Zehlendorfer TSV von 1888 in Berlin, zuvor waren u.a. die SG Essen und die SG Neukölln seine Vereine.[1] Im Februar 2017 nahm er nach über 7 Jahren zum ersten mal wieder an einem Wettkampf teil.[2]

Am 11. Mai 2011 wurde El-Masri bei einem Unfall von einem Auto erfasst und 200 Meter weit mitgeschleift.[3]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2001 gewann El-Masri bei den deutschen Kurzbahnmeisterschaften über 4 × 50m F seinen ersten Titel als Deutscher Kurzbahn-Meister. 2004 gewann El-Masri erstmals über seine Paradestrecke, den 50m Freistil, hinter Carsten Dehmlow Silber bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin. In den folgenden drei Jahren gewann er jeweils den Titel des deutschen Meisters auf dieser Strecke in Folge, 2006 zusätzlich den Titel des Wintermeisters. Über 50m Freistil hielt El-Masri in 21,86 Sekunden den Deutschen Rekord, den er 2008 dreimal unterbot. Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking belegte er im Halbfinale den 13. Platz.

Für das Nationalteam Syriens trat El-Masri bei den Olympischen Spielen 2004 an und belegte Rang 18 über 50m Freistil. Zwei Jahre später gewann er bei den Asienmeisterschaften auf dieser Strecke die Goldmedaille.

Olympische Sommerspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Asienspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2006 in Doha: Gold über 50m Freistil (für Syrien)

Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2005 in Montreal: Platz 31[5] (für Syrien)
  • 2007 in Melbourne: Platz 23[6] (für Syrien)

Europameisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutsche Meisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2001: Gold mit der 4x50m Freistil-Staffel (zusammen mit M.Diercks, S.Haß, und S.Lodzieswki)
  • 2005: Gold über 50m Freistil
  • 2006: Gold über 50m Freistil
  • 2006 (Deutsche Wintermeisterschaften): Gold über 50m Freistil
  • 2007: Gold über 50m Freistil
  • 2008: Silber über 50m Freistil
  • 2008 (Kurzbahn): Silber über 50m Freistil
  • 2008 (Kurzbahn): Gold mit 4x50m Freistil-Staffel (zusammen mit Hendrik Feldwehr, Robert Kothieringer, Thomas Rueter)
  • 2008 (Kurzbahn): Gold mit 4x50m Lagen-Staffel (zusammen mit Dominik Keil, Hendrik Feldwehr, Jan Konopka) - neuer Deutscher Rekord
  • 2009: Silber über 50m Freistil

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vereinswechsel unter DSV-Spitzenschwimmern
  2. Mirko Seifert: Rafed El-Masri – ex 50 Freistil Rekordhalter bei der DMS Berlin. In: Mirko Seifert Magazin. 19. Februar 2017, abgerufen am 19. Februar 2017.
  3. Olympiaschwimmer gerammt, milde Strafe. (bz-berlin.de [abgerufen am 19. Februar 2017]).
  4. Ergebnisse Olympische Spiele 2004 50m Freistil, Vorläufe auf omegatiming.com (PDF-Datei), zuletzt abgerufen am 19. Februar 2017
  5. Ergebnisse Schwimm-WM 2005 50m Freistil, Vorläufe auf omegatiming.com (PDF-Datei), zuletzt abgerufen am 19. Februar 2017
  6. Ergebnisse Schwimm-WM 2007 50m Freistil, Vorläufe auf omegatiming.com (PDF-Datei), zuletzt abgerufen am 19. Februar 2017