Raimea

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Raimea (Begriffsklärung) aufgeführt.
Raimea
Der Suco Raimea liegt im Südosten vom Verwaltungsamt Zumalai. Der Ort Raimea liegt im Westen des Sucos.
Daten
Fläche 75,13 km²[1]
Einwohnerzahl 3.444 (2015)[1]
Chefe de Suco Jorge Ferreira
(Wahl 2009)
Aldeias Einwohner (2015)[1]
Beilaco 1.199
Loro 883
Uma Claran 587
Webaba 775
Beilaco A (Osttimor)
Beilaco A
Beilaco A
Koordinaten: 9° 12′ S, 125° 29′ O

Raimea (Raimera, Raemean, Raimean) ist ein osttimoresischer Ort und Suco im Verwaltungsamt Zumalai (Gemeinde Cova Lima).

Der Ort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Raimea liegt im Westen des Sucos, nahe dem Ort Loro auf einer Meereshöhe von 63 m.[2]

Der Suco[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Raimea
Orte Position[3] Höhe
Audian 9° 12′ S, 125° 27′ O 82 m
Bebora 9° 11′ S, 125° 30′ O  ?
Beilaco A 9° 12′ S, 125° 29′ O 82 m
Beilaco B 9° 12′ S, 125° 29′ O 82 m
Fatukao 9° 10′ S, 125° 27′ O 157 m
Hare Cain 9° 11′ S, 125° 29′ O 145 m
Heli Key 9° 11′ S, 125° 29′ O  ?
Holitol 9° 11′ S, 125° 30′ O 115 m
Leonti 9° 11′ S, 125° 29′ O 138 m
Lepokanua 9° 9′ S, 125° 28′ O 232 m
Loro 9° 13′ S, 125° 28′ O 63 m
Mape 9° 9′ S, 125° 27′ O 199 m
Naguidal 9° 9′ S, 125° 28′ O 244 m
Oebata 9° 11′ S, 125° 31′ O 106 m
Oerbora 9° 11′ S, 125° 30′ O 115 m
Oeulitai 9° 11′ S, 125° 31′ O 114 m
Raifila 9° 11′ S, 125° 28′ O 166 m
Raimea 9° 13′ S, 125° 28′ O 63 m
Uma Claran 9° 13′ S, 125° 28′ O 45 m
Zobete 9° 10′ S, 125° 27′ O 180 m

Im Suco leben 3.444 Einwohner (2015), davon sind 1.680 Männer und 1.764 Frauen. Die Bevölkerungsdichte beträgt 45,8 Einwohner/km². Im Suco gibt es 672 Haushalte.[1] Über 55 % der Einwohner geben Bunak als ihre Muttersprache an. Knapp 24 % sprechen Kemak, knapp 12 % Tetum Terik, etwa 5 % Tetum Prasa und eine kleine Minderheit Mambai.[4]

Vor der Gebietsreform 2015 hatte Raimea eine Fläche von 97,60 km².[5] Nun sind es 75,13 km².[1] Raimea liegt an der Südküste Timors an der Timorsee. Westlich befinden sich der Suco Tashilin und nordwestlich Zulo und Lour. Im Osten grenzt Raimea an die Gemeinde Ainaro mit seinen Sucos Cassa (Verwaltungsamt Ainaro) und Leolima (Verwaltungsamt Hato-Udo). Durch den Westen des Sucos fließt der Fluss Mola. Kurz vor seiner Mündung folgt er der Grenze zu Tashilin. Der Belulik fließt zunächst entlang der Grenze zu Leolima, bevor er in Raimea der Lagoa Oebaba durchfließt und schließlich in die Timorsee mündet.[6]

Quer durch den Suco führt die südliche Küstenstraße, eine der wichtigsten Verkehrswege des Landes. An ihr liegen die Dörfer Zobete, Fatukao, Raifila, Leonti, Heli Key, Hare Cain (Harekain), Holitol, Oerbora, Oeulitai (Oeulitia), Bebora und Oebata (Oebaba, Oebaha). Südlich davon liegen die Orte Beilaco A (Beilako A), Beilaco B (Beilako B), Audian (Tetum für „dornenfreier Bambus“),[7] Uma Claran (Umaklaran), Raimea und Loro. Zobete gehört, genauso wie Mape (Bunak für „Fischadler“),[7] Lepokanua und Naguidal (Nagidal) im Nordwesten des Sucos, zum Siedlungszentrum Zumalai.[6] Grundschulen gibt es in Naguidal, Zobete, Hare Cain, Oebata, Beilaco (Escola Primaria Catolica Beilaco)[8] und Loro. Das Siedlungszentrum Zumalai verfügt außerdem über ein kommunales Gesundheitszentrum, einen Hubschrauberlandeplatz und zwei Schulen zur Vorbereitung auf die Sekundärstufe. Eine weitere Prä-Sekundärschule gibt es in Beilaco, ebenso eine medizinische Station. In Loro befindet sich zudem ein Hubschrauberlandeplatz für Notfälle.[2]

Im Suco befinden sich die vier Aldeias Beilaco, Loro, Uma Claran und Webaba.[9]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Raimea war eines der traditionellen Reiche Timors, die von einem Liurai regiert wurden. Es erscheint auf einer Liste von Afonso de Castro, einem ehemaligen Gouverneur von Portugiesisch-Timor, der im Jahre 1868 47 Reiche aufführte.[10][11] Bei der Rebellion von Manufahi (1911 bis 1912) verbündete sich Raimea mit den gegen die portugiesischen Kolonialmacht aufbegehrenden Boaventura, Liurai von Manufahi. Nach dessen Niederlage wurde das Gebiet des Reiches Raimea von Gouverneur Filomeno da Câmara de Melo Cabral direkt der Kolonialregierung unterstellt, um darauf Plantagen zu errichten.[12]

Aufgrund von Überschwemmungen des Flusses Mola im April 2010 mussten mindestens 168 Familien in Raimea in Notzelten untergebracht werden.[13]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Mateus zum Chefe de Suco gewählt.[14] Bei den Wahlen 2009 gewann Jorge Ferreira.[15]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Direcção-Geral de Estatística: Ergebnisse der Volkszählung von 2015, abgerufen am 23. November 2016.
  2. a b UNMIT: Timor-Leste District Atlas version02, August 2008 (PDF-Datei; 438 kB)
  3. Fallingrain.com: Directory of Cities, Towns, and Regions in East Timor
  4. Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Raimea (tetum; PDF-Datei; 7,95 MB)
  5. Direcção Nacional de Estatística: Population Distribution by Administrative Areas Volume 2 English (Zensus 2010; PDF; 22,6 MB)
  6. a b Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)
  7. a b Geoffrey Hull: The placenames of East Timor, in: Placenames Australia (ANPS): Newsletter of the Australian National Placenames Survey, Juni 2006, S. 6 & 7, abgerufen am 28. September 2014.
  8. Liste der Wahllokale zu den Parlamentswahlen in Osttimor 2007 (PDF-Datei; 118 kB)
  9. Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Memento vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (portugiesisch; PDF-Datei; 315 kB)
  10. TIMOR LORO SAE, Um pouco de história
  11. East Timor – PORTUGUESE DEPENDENCY OF EAST TIMOR (Memento vom 21. Februar 2004 im Internet Archive)
  12. History of TimorTechnische Universität Lissabon (PDF-Datei; 805 kB)
  13. Radio Televisaun Timor Leste, 28. April 2010, 168 families forced to live under emergency tents by flooding (Memento vom 6. Mai 2010 im Internet Archive)
  14. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 – Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  15. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 – Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)

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