Rainer Blasius

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Rainer Achim Blasius (* 16. Mai 1952 in Langenfeld (Rheinland)) ist ein deutscher Historiker und Journalist.

Leben[Bearbeiten]

Nach seinem Wehrdienst bei den Gebirgsjägern (Dienstgrad: Leutnant der Reserve) studierte der Sohn eines Bauingenieurs in Köln Geschichte, Germanistik und Philosophie. Dort promovierte er 1980 bei Andreas Hillgruber mit einer Arbeit über Staatssekretär Ernst Frhr. von Weizsäcker in den Krisen um die Tschechoslowakei und Polen 1938/39 zum Dr. phil. In dieser Untersuchung kam er zu dem Schluss, dass man Ernst von Weizsäcker nicht als „Mann des Widerstandes“ betrachten könne.

Anschließend war Blasius zwanzig Jahre als Historiker in der Bundesverwaltung tätig. Seit 1990 arbeitete er als Leiter der Außenstelle des Münchener Instituts für Zeitgeschichte im Auswärtigen Amt in Bonn und war wissenschaftlicher Leiter der Edition der „Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland“. Er ist seit Oktober 2003 Honorarprofessor für Geschichte an der Universität Bonn.

Blasius ist Mitarbeiter der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und seit 2000 auch Mitglied der FAZ-Redaktion.

In der Debatte um das Buch Das Amt und die Vergangenheit (München 2010) agierte Blasius als scharfer Kritiker der Unabhängigen Historikerkommission, die diese Studie im Auftrag des Auswärtigen Amts erstellte.

„Opportunisten von heute schreiben über Opportunisten von gestern und sind fest überzeugt, dass sie keine Opportunisten gewesen wären, wenn sie gestern gelebt hätten.“

– FAZ Nr. 165 vom 19. Juli 2014

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

Monografien
  •  Für Grossdeutschland – gegen den grossen Krieg. Staatssekretär Ernst Frhr. von Weizsäcker in den Krisen um die Tschechoslowakei und Polen 1938/39. Böhlau, Köln 1981, ISBN 3-412-00781-1.
Herausgeberschaften

Weblinks[Bearbeiten]