Ramsdorf

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Stadtteil Ramsdorf der Stadt Velen im Kreis Borken Nordrhein-Westfalen; weitere Bedeutungen unter Ramsdorf (Begriffsklärung)

Koordinaten: 51° 53′ 13″ N, 6° 55′ 22″ O

Ramsdorf
Stadt Velen
„In Blau eine mit goldenem (gelbem) Kreuz besteckte (goldene) gelbe Ramme..“
Höhe: 45 m
Fläche: 33,06 km²
Einwohner: 5600
Bevölkerungsdichte: 169 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 46342
Vorwahl: 02863
Ramsdorf (Nordrhein-Westfalen)
Ramsdorf

Lage von Ramsdorf in Nordrhein-Westfalen

Die Burg Ramsdorf

Die Burg Ramsdorf

Burg Ramsdorf

Ramsdorf ist ein Ortsteil der Stadt Velen im Kreis Borken im westlichen Münsterland (Nordrhein-Westfalen). Er liegt nordwestlich des Höhenzugs Die Berge (Borken-Ramsdorfer Berge) an der Bocholter Aa, die nördlich von Velen entspringt. Bis 1975 war Ramsdorf eine eigenständige Gemeinde, die zeitweise sogar Stadtrechte genoss. Das bekannteste Gebäude Ramsdorfs ist die Ramsdorfer Burg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ramsdorf liegt westlich von der Kernstadt Velen und ist von den Bauerschaften Bleking, Holthausen, Nordvelen, Waldvelen, Ostendorf, Krückling und Heddier bzw. Knüverdarp umgeben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinden Stadt Ramsdorf (Stadt nach der Landgemeindeordnung 1856 in der Provinz Westfalen) und Kirchspiel Ramsdorf wurden am 1. April 1959 zur neuen Gemeinde Ramsdorf zusammengeschlossen.[1] Am 1. Januar 1975 schlossen sich die beiden Gemeinden Ramsdorf und Velen aufgrund jeweiliger Ratsbeschlüsse vom 29. April 1974 zur neuen Gemeinde Velen zusammen.[2]

Am 26. Juli 1958 fielen in Ramsdorf, gegen 18:30 Uhr, die Bruchstücke eines Meteoriten. Der Fall wurde von Kindern beobachtet und zwei Bruchstücke mit einem Gewicht von 4680 g und 2015 g wurden geborgen. Es handelte sich um einen gewöhnlichen Chondriten vom Typ L6.[3][4] Das Ereignis ging als Meteoritenfall von Ramsdorf in die Dorfgeschichte ein.

Kultur und Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Spielmannszug Ramsdorf e.V.
  • Schützenverein Ramsdorf-Stadt e.V.
  • VFL Ramsdorf
  • Junggesellen Schützenverein Bleking-Holthausen
  • Schützenverein Ostendorf
  • KLJB Ramsdorf
  • DPSG Velen-Ramsdorf
  • Tennisverein Blau-Weiß Ramsdorf e.V.
  • Männerchor Concordia Ramsdorf 1878
  • Angelsportgemeinschaft Ramsdorf e.V.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schützenfest Ramsdorf-Stadt (alljährlich, 2. Juli-Wochenende)
  • Schützenfest Holthausen-Bleking (alljährlich, Christi Himmelfahrt)
  • Schützenfest Ostendorf (alljährlich, 2. Mai-Wochenende)
  • Junggesellen Schützenfest Holthausen-Bleking (1 Samstag nach Ramsdorf Schützenfest)
  • Beachvolleyball-Turnier der KLJB (4. Sonntag im Juli)
  • Walburgis-Markt
  • Südring-Markt

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Walburgisschule Ramsdorf (Grundschule)
  • Abraham-Frank-Schule (Sekundarschule)

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Walburga Kirche Ramsdorf

Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport- und Freizeitmöglichkeiten bieten das Freibad, sowie das angeschlossene Tennis-Gelände. Ebenso verfügt Ramsdorf über zwei Fußballplätze (Wulfkamp-Stadion und Ascheplatz an der Sekundarschule). Die beiden Mehrzwecksporthallen von Grund- und Hauptschule werden zudem von diversen Sportvereinen genutzt.

Rad- und Wanderwege bestehen in Ostendorf, Holthausen und Krückling, sowie am Lünsberg. Ramsdorf besitzt zudem einen ausgedehnten Stadtwald.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Volker Tschuschke (Bearb.): Ramsdorf (= Historischer Atlas westfälischer Städte, Bd. 6). Ardey, Münster 2014, ISBN 978-3-87023-375-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 274.
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 313.
  3. Der Meteorit von Ramsdorf (Memento vom 4. Oktober 2007 im Internet Archive)
  4. Der Meteorit von Ramsdorf (pdf) (Memento vom 5. Juli 2010 im Internet Archive)