Raphael Sommer

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Raphael Sommer

Raphael Sommer (* 8. März 1989 in Basel) ist ein Schweizer Komponist und Musiker aus dem Kanton Basel. Sein Debüt als Kinofilmkomponist war die Musik für Schweizer Geist (2013).[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sommer, Sohn von Susanne Sommer, wuchs in Basel auf und besuchte seit dem 13. Lebensjahr den gestalterischen Schulzweig und produzierte Filme. Mit 15 Jahren absolvierte er ein Praktikum als Filmeditor. Ein Jahr später begann er ein Studium als Theaterschauspieler. Während der Studienzeit lernte er das Klavierspielen und seine Synästhesie kennen, die ihm durch die geschmackliche Wahrnehmung der Musik ein Gespür für Klassik- und Filmmusik Kompositionen ermöglichte und erlernte während der Studienzeit das Klavierspielen und Notenschreiben. Nach dem Studium mit 19 Jahren gründete Sommer die eigene Firma Sommer Filmmusik. Parallel zur Filmmusik sammelte er Erfahrung in der Schweizer Filmbranche, unter anderem bei den Schweizer Kinofilmen Dällebach Kari und Das Missen Massaker.

Mit 23 Jahren veröffentlichte Sommer seinen ersten Kinofilm-Soundtrack für den Schweizer Dokumentarfilm Schweizer Geist von Regisseur Severin Frei. Sommer wurde damit in der Schweiz als jüngster Schweizer Kinofilmmusik-Komponist bekannt.

Videoclip Natacha Zäme Ha. Produziert von Orlando Bassi und Raphael Sommer.

Auftritte folgten im Fernsehen, zum Beispiel in der SRF Sendung von Kurt Aeschbacher[2], TeleBasel[3] und JOIZ.

2015 komponierte Sommer den Soundtrack zu Camino de Santiago, der in den Schweizer, deutschen und österreichischen Kinos lief. Camino de Santiago war 2015 einer der fünf erfolgreichsten Schweizer Filme. Im weiteren hat er diverse Musikstücke für Werbefilme komponiert.

Seit 2015 ist Raphael Sommer neben der Arbeit als Komponist als Filmproduzent tätig, etwa für Mundart-Rocksängerin Natacha. 2015 realisierte er mit Makeup-Artist und Produzent Orlando Bassi in Bali den Natacha-Videoclip Zäme Ha[4][5] und einen Dokumentarfilm über die Dreharbeiten.[6]

2017 komponierte Sommer die Filmmusik zum Film-Noir Scotchend[7] von Regisseur Marc Teide. Neben der Filmmusik komponierte Raphael Sommer als Weltweit jüngster klassischer Komponist unter der musikalischen Leitung und Dirigenten Florian Kirchhofer als Zusatz von Karl Jenkins Requiem, ein Requiem das im November 2017 mit grossem Erfolg in Murten, Basel und Solothurn Uraufgeführt wurde. Das Requiem von Sommer unterscheidet sich zu den klassischen Requiems, mit der Frage was vor und nach dem Requiem[8] kommt. Raphael Sommer beschreibt eine Reise von einer Beduinenfamilie die auf der Suche nach einem neuen Zuhause ist. Eine lange Reise durch Wüsten und Städten in Israel, begleitet von Hoffnung, Angst, Verzweiflung,

Heimatgefühlen und der Weg zu sich selbst. Die Reise endet musikalisch im Elysium, der Insel der Seeligen.

Requiem 2017 mit Dirigenten Florian Kirchhofer und Komponisten Raphael Sommer Chöre: Ref. Kirchenchor Murten, Kath. Kirchenchor Langendorf und Projektchor REQUIEM Basel

Das Publikum und die Presse nahmen Raphael Sommers Werk mehrheitlich positiv auf. Die Solothurner Zeitung und Murtenbieter Zeitung betitelte das Requiem als "Türöffner für geistliche Musik[9]" und "musikalisches Epos".[10]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2012: Schweizer Geist (Album)
  • 2014–2016: Buchmusik "Die Chronik von Opalindon" (Bestehend aus folgenden Tracks: Opalindon, Symphony of Mark - Origins, Rage of the Forest, Jasumera - City on the Edge)
  • 2015: Die Welt von Arven (Hörspiel)
  • 2015: Camino de Santiago (Album)
  • 2015: BeauMonde – Das fantastische Comicspektakel (Single)
  • 2016: Ein Königreich macht Schule – Tribut to Cameroon (Album)
  • 2016: Reborn (Album)
  • 2017: Sons Of Paddé (Single)
  • 2017: Scotchend (Album)
  • 2017: REQUIEM (Live)
  • 2018: Unexpected (Album)
  • 2018: Ayscha (Single)
  • 2018: REQUIEM (Album)

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kinofilme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filmproduzent[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2016: Natacha Schwäfuhölzli
  • 2017: Natacha Neuland
  • 2017: Natacha Zäme Ha
  • 2017: Baliwood TV mit Natacha, Orlando Bassi und Klemens Niklaus Trenkle

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der autodidaktische Tonkünstler. In: www.migrosmagazin.ch. Abgerufen am 5. Juli 2016.
  2. Rübis & Stübis. Schweizer Radio und Fernsehen SRF, abgerufen am 5. Juli 2016 (Schweizer Hochdeutsch).
  3. Sommer Filmmusik | Filmmusik Schweiz: Raphael Sommer bei der TELEBAR | 2013. 29. Oktober 2013, abgerufen am 5. Juli 2016.
  4. Zäme Ha (2017). Abgerufen am 5. August 2017.
  5. Blick: Exklusive Videopremiere zu «Zäma Ha» von Natacha: Comeback der ersten Schweizer Mundart-Lady. (blick.ch [abgerufen am 5. August 2017]).
  6. Baliwood TV
  7. Teide Marc: Scotchend. Abgerufen am 27. Februar 2018.
  8. regiotvplus: Jenkins Requiem - Sommer Uraufführung. 6. November 2017, abgerufen am 27. Februar 2018.
  9. Faszinierende Totenklage beführen fast alle Sinne. Murtenbieter, 14. November 2017, abgerufen am 14. November 2017 (deutsch).
  10. Drei Chöre begeisterten das Publikum der schon lange ausverkauften Jesuitenkirche. In: az Solothurner Zeitung. 13. November 2017 (solothurnerzeitung.ch [abgerufen am 27. Februar 2018]).