Refat Abdurachmanowitsch Tschubarow

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Refat Tschubarow (krimtatarisch Refat Abdurahman oğlu Çubarov; * 22. September 1957 in Samarkand) ist ein ukrainisch-krimtatarischer Politiker. Von Beruf ist er Historiker und Archivar.

Refat Tschubarow (2014)

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tschubarow wurde in Samarkand (Usbekistan) geboren, wohin seine Familie 1944 aus dem Dorf Aj-Seres auf der Krim deportiert worden war. 1968 kehrte er zusammen mit den Eltern auf die Krim zurück. Von 1974 bis 1975 war er Berufsschüler in Simferopol. 1975 arbeitete er als Steinmetz in Tiraspol und von 1975 bis 1977 diente er in der Sowjetarmee. Von 1977 bis 1983 studierte er in Moskau am Staatlichen historischen Archivinstitut.

1983 bis 1991 arbeitete er in Riga als Archivar, seit 1984 als Direktor des „Zentralen Staatlichen Archivs der Oktoberrevolution“ und des „Baus des Sozialismus“ in Riga. 1989 wurde er Abgeordneter des Rigaer Volksrats für die Partei Volksfront Lettlands. 1990 bis 1991 war er Mitglied der Staatlichen Kommission für die Probleme des Krimtatarischen Volks beim Ministerrat der UdSSR.

Tschubarow war von 1995 bis 1998 Vorsitzender des Parlaments der Autonomen Republik Krim und von 1998 bis 2007 Parlamentsabgeordneter der Ukraine. Seit 2009 ist er Präsident des Weltkongresses der Krimtataren. Seit November 2013 ist er Vorsitzender des Krimtatarischen Medschlis. Am 5. Juli 2014 wurde gegen Tschubarow aufgrund angeblich „extremistischer Aktivitäten“ ein fünfjähriges Einreiseverbot in die Krim verhängt.[1]

Tschubarow ist verheiratet und hat drei Kinder.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tschubarow ist Träger des Ordens des Fürsten Jaroslaw des Weisen IV. Klasse. Am 21. Januar 2017 wurde ihm der höchste Orden der Ukraine, der Orden der Freiheit verliehen.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Refat Çubarov – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Crimean Tartar leader Chubarov banned entry to Crimea. dailysabah.com. 5. Juli 2014. Abgerufen am 6. Juli 2014.
  2. Dekret des Präsidenten der Ukraine Nr. 10/2017 vom 21. Januar 2017; abgerufen am 15. April 2017 (ukrainisch)